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Angebot

Inklusive Erziehungsberatung

Beratung mit Familien, die mit Behinderung leben.

Mit der Änderung hin zum inklusiven SGB VIII rücken Familien in den Blick der Kinder- und Jugendhilfe, bei denen Behinderung eine Rolle spielt. Auch die Erziehungs- und Familienberatung soll verstärkt ein Ort werden, an dem Familien Unterstützung erfahren, in denen entweder ein Kind, Jugendliche*r oder Elternteile von Behinderung betroffen sind.

Die Beschäftigung mit dem Thema „Behinderung“ kann zunächst erschlagend wirken und Hemmungen erzeugen. Andererseits können die Fachkräfte auf ihre Beratungserfahrung zurückgreifen. Gefühlsverarbeitung, das Verstehen von Wünschen und Bedürfnissen der einzelnen Familienmitglieder, die Eltern-Kind-Beziehung, Bindung, all das prägt die tägliche Arbeit und darauf kann zurückgegriffen werden. Bewährte Methoden können in diesem (neuen) Zusammenhang angewandt werden. Zugleich ist es hilfreich, über spezifisches Wissen zum Kontext Behinderung zu verfügen: Welche Informationen benötigen Berater*innen z.B. über unterschiedliche Behinderungsformen, über Themen wie Freizeitassistenz, Pflegegrad, Barrierefreiheit? Gibt es spezielle Herausforderungen im Alltag der Familien? Was bedeutet die Behinderung für die Familienbeziehungen und was vielleicht auch nicht? Wie können unbewusste Konflikte aussehen? Welche Folgen können verdrängte oder unbewusste Schuldgefühle im Alltag haben? Wie können diese über Deutungen oder Spiegelungen aufgedeckt werden?

Konzept

Zunächst geht es um die Perspektive der Fachkraft und den Rahmen. Was brauchen Mitarbeitende in der inklusiven Kinder und Jugendhilfe? Was sollte bezüglich Barrierefreiheit beachtet werden?

Dann stehen die Kinder im Mittelpunkt, ihre Lebenswelt, ihre Erfahrungen, ihre Ängste genauso wie ihre Zuversicht und ihre Stärke. Die Ergebnisse von Vernetzungstreffen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Rahmen eines Projektes zum inklusiven SGB VIII werden vorgestellt.

Die letzte Einheit befasst sich mit Eltern mit Behinderung, Hilfen wie Elternassistenz, Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehungen und die diesbezüglich verbleibende Schnittstelle zum SGB IX.

Methoden:

Theoretischer Input, Einladung zur Selbstreflexion, Kurzfilme, Fallvignetten und O-Töne von Jugendlichen, sowie Gruppenarbeit

Zielgruppe

Fachkräfte der Erziehungs-, Familien-, Jugend-, und Lebensberatung
Mo., 27.04.2026 | ab 15:00 Uhr
Mi., 29.04.2026 | bis 13:00 Uhr
max. 18 Teilnehmende
Auguststr. 80
10117 Berlin
350 Euro

Dozent:in(nen)

Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung
Auguststr. 80
10117 Berlin
Organisatorische Fragen
Michaela Bärthel030 28395-270baerthel@ezi-berlin.de