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Angebot

Einführung in die (Hoch-)Konfliktberatung

Einführung zur wirksamen Arbeit mit Eltern in hocheskalierten Trennungskonflikten

Einführung in die (Hoch-)konfliktberatung

Einführung zur wirksamen Arbeit mit Eltern in hocheskalierten Trennungskonflikten

Eine der schwersten Herausforderung in der Beratung ist die Arbeit mit hocheskalierten Trennungskonflikten. In dieser Weiterbildung möchten wir Sie dabei unterstützen:

  • mit Verwirrung und den starken Spannungen bei widersprüchlichen Sichtweisen umzugehen.

  • sich nicht von Ohnmachtsgefühlen und dysfunktionalen Deutungsmustern der Eltern anstecken zu lassen und starke Gegenübertragungen zu regulieren.

  • Ihr Methoden- und Settingspektrum für diesen Arbeitsbereich zu erweitern und anzupassen.

  • Orientierung finden und geben zu können und damit das Konfliktsystem zu beruhigen.

  • Haltungen zu entwickeln, die modellhaft Eltern helfen, mit den intensiven Erfahrungen und Gefühlen dieser Phase zurecht zu kommen.

  • dauerhaft in dem Feld der Konflikt- und Hochkonfliktberatung arbeiten zu können, ohne dass Empathieermüdung oder Ausbrennen die Folge sind.

Konzept

Inhalte der Weiterbildung:

Orientierung im Prozess: Wissen, was dran ist

Eine Besonderheit in der Beratung mit Eltern im Trennungskonflikt ist, dass die Beratenden sehr viele Entscheidungen in kurzer Zeit zu treffen haben: Konfrontiere ich oder zeige ich Verständnis? Biete ich den Eltern Einzelsitzungen an? Wie reagiere ich auf zwei völlig unterschiedliche Geschichten? Gebe ich meinem Ärger Raum in der Beratung? Diese und viele weitere Fragen stellen sich.

Anhand eines Orientierungsmodells erkunden wir welche beraterischen Schritte in der jeweiligen Situation angemessen sind. Dieses Modell kann in Zukunft als Entscheidungshilfe herangezogen werden.

Methodik:

Oft scheint es so, dass es gar nicht möglich ist hochkonflikthafte Eltern zu beraten, dabei sind sie lediglich in einem Zustand in dem Beratung nicht möglich ist. Wir üben eine Methode zum Zustandswechsel. Dabei geht es darum das Eltern aus dem Klagen herausfinden und ausdrücken, was sie wirklich wollen. Hierbei arbeiten wir mit Rollenübernameübungen.

Eine weitere wesentliche Frage lautet: Wie schaffe ich es, dass die Verantwortung bei den Eltern bleibt und die Eltern die Verantwortung nicht auf mich, die Beratungsstelle oder andere verschieben? Wir lernen Möglichkeiten durch Setting-Entscheidungen und Interventionen dazu beizutragen, dass Eltern ihre Möglichkeiten sehen und beginnen entsprechend ihrer Verantwortung zu handeln.

Inhalte praxisnah verstehen und bearbeiten

Folgende Inhalte werden aufgegriffen, dabei ist es möglich ihre Fälle zu besprechen, wenn diese mit dem Inhalt in Verbindung stehen:

  • Konflikttheorie mit dem Fokus, welche Veränderungen überhaupt möglich sind

  • Besonderheiten beim Zustandekommen eines Beratungsauftrags

  • Auftragsbildung bei unterschiedlicher Wahrnehmung der Fakten

  • Schritte zur Beruhigung von Konfliktsystemen

  • Situation von Kindern im Hochkonflikt

  • Kindliche Kontaktverweigerung

  • Beteiligung von Kindern

  • Gewalt als Hintergrund von hochkonflikthafter Trennung

Darüber hinaus wird es möglich sein eigene Fragesellungen einzubringen und zu bearbeiten.

Selbstfürsorge:

Selbstfürsorge ist letztlich eine Querschnittsaufgabe die zu jedem Zeitpunkt wichtig ist. Wir werden uns zu Möglichkeiten der Selbstfürsorge austauschen und darauf sehen welche Rolle dabei das Team und Ihre Leitung spielt.

Kurszeiten:

15.06.2026 10:30 - 18:45

16.06.2026 09:30 - 17:15

17.06.2026 09:30 - 17:17

18.06.2026 09:30 - 13:00

Auf Wunsch kann die Weiterbildung auch von ganzen Teams als Inhouse-Schulung gebucht werden. Umfang und Struktur werden dann individuell an den Bedarf der Beratungsstelle angepasst.

Zielgruppe

Fachkräfte der Erziehungsberatung, die parallel bereits Beratungsprozesse mit hochkonflikthaften getrennten Eltern durchführen oder in Kürze damit beginnen.
Mo., 15.06.2026 | ab 10:30 Uhr
Do., 18.06.2026 | bis 13:00 Uhr
max. 15 Teilnehmende
Auguststr. 80
10117 Berlin
495 Euro

Dozent:in(nen)

Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung
Auguststr. 80
10117 Berlin
Organisatorische Fragen
Michaela Bärthel030 28395-270baerthel@ezi-berlin.de