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Angebot

Datenschutzkonforme beraterisch- therapeutische Hilfen in der Jugendhilfe

Ausschreibungstext Einleitung

Datenschutz wird oft als schwieriges zum Teil auch konfliktbelastetes Thema gesehen. Dabei kann gut angewander Datenschutz die Integrität von Beratenden und Beratungsstellen stärken und ist damit ein wesentliches Werkzeug gelingeder Beratung sein.

Konzept

Ausschreibungstext:

Spätestens mit der EU-DSGVO im Jahre 2018 ist allen in der Jugendhilfe beratend oder therapeutisch Tätigen die besondere Bedeutung des Datenschutzes deutlich geworden. Zuvor wie auch danach gab es weitere relevante gesetzliche Erweiterungen, die eine große Bedeutung für den Arbeitsalltag in der Jugendhilfe haben, u.a.:

  • das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) in 2012

  • die Änderung des §203 StGB in 2017

  • das Antimissbrauchsbeauftragtengesetz (UBSKMG) in 2025.

Fachleute geraten in ihren Entscheidungen regelmäßig in das Spannungsfeld zwischen fachlichen und datenschutzrechtlichen Anforderungen – insbesondere in Fällen von tatsächlicher oder mutmaßlicher Kindeswohlgefährdung – und versuchen sich darin ebenso rechtskonform wie fachgerecht zu verhalten.

Gelegentlich geraten beratend oder (psycho)therapeutisch Tätige bei der Befolgung der rechtlichen Vorgaben auch in Konflikt mit dem öffentlichen Träger bzw. sogar den eigenen Vorgesetzten.

Aufgrund der Vielzahl der gesetzlichen Regelungen ist die datenschutzrechtlich konforme Ausgestaltung einer Beratungsstelle und die auf den Datenschutz bezogene Führung ihrer Mitarbeiter*innen zu einer besonderen Herausforderung geworden. Bei der Komplexität des Themas ist es immer wieder die Frage, was sie für ihren Arbeitsalltag „unbedingt“ wissen müssen.

Inhalte:

  • Verständliche, praxisnahe Vermittlung der wichtigsten Gesetzestexte

  • Kenntnis der unterschiedlichen Formen der Schweigepflicht

  • Spannungsfeld von Datenschutz und Kinderschutz mit dem Ziel einer fachlich angemessenen und gesetzeskonformen Auflösung kritischer Situationen

  • Löschfristen für Beratungs- und Therapieakten in der Jugendhilfe (inkl. UBSKMG)

  • Besondere datenschutzrechtliche Bestimmungen bei der Beratung von Kindern und Jugendlichen

  • Datenschutzkonforme Ausgestaltung einer Beratungseinrichtung der Jugendhilfe

  • Erstellung und Gestaltung eines Datenschutz-Ordners für eine Beratungsstelle

  • Aufbau einer datenschutzkonformen Schweigepflichtentbindung

  • Fragen und Fallbsps. der Teilnehmer*innen

Voraussetzung:

Beratende oder (psycho)therapeutische Tätigkeit in der Jugendhilfe bzw. insbesondere in einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle.

Erfahrungen im Bereich Kinderschutz und Kindeswohl sind erwünscht.

Neugier auf die verschiedenen datenschutzrechtlichen Regelungen und deren sachgerechte Umsetzung im Arbeitsalltag.

Die Bereitschaft eigene Erfahrungen beispielhaft anonymisiert einzubringen und über angemessene Handlungsweisen zu diskutieren.

Seminarzeiten inkl. Pausen:

1. Tag: 12:00 h - 18:00 h

2. Tag: 09:00 h - 16:30 h

3. Tag: 09:00 h - 15:00 h

Zielgruppe

Mitarbeitende von Erziehungs- und Familienberatungsstellen und andere in der Jugendhilfe beratend oder therapeutisch Tätige

Voraussetzung:
Beratende oder (psycho)therapeutische Tätigkeit in der Jugendhilfe bzw. insbesondere in einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle.
Erfahrungen im Bereich Kinderschutz und Kindeswohl sind erwünscht.
Neugier auf die verschiedenen datenschutzrechtlichen Regelungen und deren sachgerechte Umsetzung im Arbeitsalltag.
Die Bereitschaft eigene Erfahrungen beispielhaft anonymisiert einzubringen und über angemessene Handlungsweisen zu diskutieren.
Mo., 05.04.2027 | ab 12:00 Uhr
Mi., 07.04.2027 | bis 15:00 Uhr
max. 16 Teilnehmende
Auguststr. 80
10117 Berlin
445 Euro

Dozent:in(nen)

  • Burkhard Moisich
Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung
Auguststr. 80
10117 Berlin
Organisatorische Fragen
Michaela Bärthel030 28395-270baerthel@ezi-berlin.de