Zum Hauptinhalt springen

Angebot

Mediation Grundausbildung

Praxisorientierte Weiterbildung in Familienzentrierter Mediation

 

Unsere Ausbildung ist für Sie genau richtig, wenn Sie einen professionellen Umgang mit Konflikten im beruflichen wie auch im privaten Bereich – insbesondere bei Konflikten in Familien – erlernen möchten.

 

Wir bieten diese Weiterbildung in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Berlin und dem Institut FairStreiten an, einem anerkannten Ausbildungsinstitut der BAFM (Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation).

 

www.https://www.eh-berlin.de/weiterbildung/sozialwesen/fairstreiten-praxisorientierte-ausbildung-in-familienmediation

 

Im Anschluss können Sie den vierteiligen Aufbaukurs in Familienmediation absolvieren. Dieser beginnt am 02.11.2024.

Konzept

In den sieben Modulen der Grundausbildung lernen Sie, sich innerlich und äußerlich auf andere Menschen einzustellen und als Mediator:in konstruktiv zwischen verschiedenen Sichtweisen zu vermitteln. Die methodische und didaktische Konzeption ermöglicht es, dass Sie zunächst das Verfahren der Mediation im Überblick kennenlernen und sich anschließend mit jeder einzelnen Phase vertieft auseinandersetzen können.

 

Sie erwerben Kenntnisse zu relevanten konfliktheoretischen und kommunikationspsychologischen Modellen und Methoden – gleichzeitig haben die praktische Übung und die Reflexion einen hohen Stellenwert im Lernprozess.

 

Durch ausgewählte Praxisbeispiele, passgenaue Rollenspiele und inhaltlich auf die Fallbeispiele abgestimmte Theorieinputs wird bereits in der Grundausbildung eine Spezialisierung auf den Bereich Familie ermöglicht.

 

Wir legen auf allen Ebenen großen Wert auf einen interdisziplinären Ansatz: Im Ausbilder:innen Team begleiten Sie jeweils ein:e Jurist:in und ein:e Psychologin bzw. Humanwissenschaftlerin. Die Teilnehmer:innen in unseren Ausbildungsgruppen kommen aus unterschiedlichen Quellberufen und sind insbesondere Menschen, die in ihrem Berufsleben mit (Beziehungs-) Konflikten in Kontakt kommen und Konfliktdynamiken verstehen und hilfreiche Lösungsstrategien entwickeln möchten. Die Vielfalt der beruflichen und persönlichen Hintergründe ermöglicht einen vertieften Einblick in verschiedene Lebens- und Arbeitsrealitäten und unterstützt die große Praxisnähe der Ausbildung. Ausbildungsbegleitend entsteht wie von selbst ein Netzwerk aus vertrauten Kolleg:innen, mit denen sich gemeinsam der Einstieg als Mediator:in planen lässt.

 

Durch die Doppelbesetzung im Ausbildungsteam wird eine nahe und persönliche Begleitung der Teilnehmer:innen gewährleistet. Bereits während der Ausbildung fördern wir die Entwicklung einer eigenen Mediator:innenpersönlichkeit. Individuelle Rückmeldungen und persönliche Entwicklungsgespräche unterstützen auf diesem Weg.

 

Ihre Ausbilder:innen verfügen über jahrelange Mediations- und Mediationsausbildungspraxis. Sie sind auf den Bereich der Familienmediation spezialisiert, vermitteln jedoch auch in anderen Bereichen, wie z.B. in Arbeitskonflikten, im (Non-) Profitbereich, an Hochschulen und politischen Institutionen sowie in Startups. Sie sind jederzeit ansprechbar und teilen ihren Erfahrungsschatz gern.

 

Unsere Ausbildung erfüllt die Anforderungen an eine qualifizierte Ausbildung zur Mediator:in auf der Grundlage des Mediationsgesetzes und berechtigt, nach deren Abschluss und Nachweis eines ersten supervidierten Mediationsfalls den Titel „zertifizierte Mediator:in“ zu führen. Sie orientiert sich an den Qualitätsanforderungen sowie am ethischen Selbstverständnis der Verbände Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation und des Bundesverbands Mediation.

 

Wir sind ein von der BAFM (Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation) anerkanntes Ausbildungsinstitut (www.bafm-mediation.de).

 

Themenschwerpunkte der einzelnen Module

 

Modul 1

  • Grundlagen der Mediation: Definition, Verfahrensprinzipien, Struktur, Rolle der Mediator:in

  • Regelungen des Mediationsgesetzes

  • Überblick über Ablauf und inneren Prozess des Mediationsverfahrens

  • Abgrenzung zum kompetitiven Verfahren

  • Grundlagen der Verhandlungslehre, Harvard-Konzept

  • Grundlagen der Kommunikation

  • Einführung in die Mediationstechniken

  • Einführung der Phasen 1 und 2 der Mediation

  • Einzel- und Co-Mediation

 

Modul 2

  • Vermittlung von Konflikttheorien, Kenntnissen über Konfliktdynamiken und Konfliktanalyse, Arbeit mit Hypothesen

  • Vertiefte Bearbeitung und Umsetzung der Phasen 1 und 2

  • Erweiterung des „Methodenkoffers“, Weiterführung Mediationstechniken, insbesondere Typen offener Fragen, Bedeutung und Umsetzung des Aktiven Zuhörens, Bedeutung und Möglichkeiten von Visualisierungstechniken

  • Herausarbeiten und Formulieren von Themen

  • Praktisches Erproben und geleitete Reflexion

 

Modul 3

  • Einführung und vertiefte Bearbeitung der Phase 3 der Mediation als Kernstück

  • Emotionale Beteiligung, Umgang mit eigenen Emotionen und der Beteiligten

  • Erweiterung des „Methodenkoffers“, insbesondere Doppeln und Perspektivwechsel

  • Weiterführung, Vertiefung und Interventionstechniken zum Thema Konfliktkompetenz und Konflikttheorie – u.a. Gewaltfreie Kommunikation

  • Erkennen und Ansprechen von Konfliktdynamiken, konstruktives Einbringen in den Mediationsprozess

 

Modul 4

  • Einführung und vertiefte Bearbeitung der Phase 4

  • Einführung und Umsetzung weiterer Mediationstechniken, insbesondere Brainstorming, Kartenabfrage, Mindmapping, Einzelgespräche, Shuttle-Mediation

  • Bedeutung des Rechts innerhalb der Mediation: Gesellschaftliche Prägung; Besonderheiten im Kontext gerichtlicher Verfahren

  • Entwicklung von Fairness- und Gerechtigkeitskriterien und Bedeutung des Rechts; Entwicklung von Entscheidungskriterien

  • Erkennen und Umgang mit rechtlich relevanten Sachverhalten, Rollenklarheit

  • Einbindung externer (Rechts-) Beratung

  • Einbeziehung Dritter

  • Eingangsvereinbarung als Rahmen für die Mediation

 

Modul 5

  • Einführung, Vertiefung und Umsetzung der Phasen 5 und 6

  • Rechtliche Regelungen zur Mediation (insbesondere Rechtsdienstleistungsgesetz, Vorbefasstheit im Sinne des Mediationsgesetztes, Mediationsvereinbarung, Einbeziehung der Rechtsanwält:innen, Berufsrecht, Vergütung, Abschlussvereinbarung und Vollstreckbarkeit; Haftung

  • Verhandlungstechniken und -kompetenz

  • Vertiefung Kreativitätstechniken und ihre Anwendung

  • Risikoabwägung und Evaluation einer Mediation

 

Modul 6

  • Phase 0 – Auftragsklärung einer Mediation

  • Vor- und Nachbereitung von Mediationen

  • Haltung / Persönliche Kompetenz / Rollenverständnis

  • Grenzen der Mediation

  • Umgang mit eigenen Gefühlen

  • Selbstreflexion, Fallreflexion und Umgang mit Blockaden und schwierigen Situationen

  • Gestaltung von Phasenübergängen

  • Mehr-Personen-Konflikte – Modifikation des Verfahrens

  • Vergleich von Arbeitsfeldern und Anwendungsgebiete

  • Exkurs: Online-Mediation und digitale Kompetenzen

  • Exkurs: Einzelgespräche in der Mediation

 

Modul 7

  • Dokumentation und Protokollführung

  • Vertiefung Anwendungsfelder der Mediation

  • Vertiefung zum Thema Umgang mit Blockaden/schwierigen Situationen, Machtungleichgewichten, Interventionstechniken

  • Reflexion des eigenen Lernprozesses

  • Mediative Haltung und persönliche Grenzen in der Mediation

  • Bilanzphase in einer Prozessgestaltung, Beenden von Prozessen

  • Unterstützung des beruflichen Übergangs, z.B. Gestaltung von Auftritten, Einstiegsmöglichkeiten, Konkretisierung der anstehenden Schritte

 

Angewandte Methoden in den Modulen:
Wissensvermittlung in der großen Gruppe mit einem variantenreichen Angebot an Medien, Rollenspielen und Fallarbeit in Kleingruppen, Selbsterfahrungsanteilen, Kleingruppenarbeit, Intervision, Supervision, Peergruppenarbeit

 

Zusätzlich buchbar

Supervision zum Kennenlernen der professionellen Reflexion der mediatorischen Tätigkeit an drei Abenden

 

Abschlussqualifikation

 

Die Grundausbildung umfasst 120 Zeitstunden und wird gemäß den Standards der Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation und des Bundesverbandes Mediation e.V. durchgeführt. Die Grundausbildung orientiert sich an der sog. Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV), welche am 1. September 2017 in Kraft getreten ist. Inhalt, Umfang und Qualität der Ausbildung entsprechen den Vorgaben des § 5 Abs. 1 Mediationsgesetz.

 

Wir vermitteln Ihnen einen breiten Überblick über Techniken und verschiedene Anwendungsgebiete der Mediation zusätzlich zur Familien-Mediation. Nach Abschluss der Grundausbildung dürfen Sie den Titel zertifizierter Mediator / zertifizierte Mediatorin führen, wenn Sie innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Ausbildung eine eigene Mediation durchgeführt und diese im Rahmen einer Einzelsupervision reflektiert haben.

 

Möglichkeit der Verbandsanerkennung durch den Bundesverband Mediation e.V. (BM) und die Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V. (BAFM): Grundkurs und Aufbauausbildung in Familien-Mediation gemeinsam qualifizieren für die Anerkennung als Mediator:in BAFM, sofern entsprechende Mediationserfahrung durch die Dokumentation von vier Echtfällen sowie eine Verbandsmitgliedschaft nachgewiesen sind. Durch die wechselseitige Anerkennung der Verbände BAFM und BM bietet die Ausbildung auch eine gute Grundlage für eine Lizenzierung beim Bundesverband Mediation e.V.

 

Kurszeiten

  • Modul 1: 10./11./12. November 2023

  • Modul 2: 15./16. Dezember 2023

  • Modul 3: 26./27. Januar 2024

  • Modul 4: 16./17. Februar 2024

  • Modul 5: 05./06. April 2024

  • Modul 6: 03./04. Mai 2024

  • Modul 7: 21./22. Juni 2024

 

Im Anschluss an die Grundausbildung bieten wir Ihnen die 80-stündige Aufbauausbildung und Vertiefung in Familienmediation mit Dr. Sybille Kiesewetter und Christoph C. Paul als Ausbilder:innen an:

 

Modul 1: 02./03.11.2024
Modul 2: 30.11/01.12.2024
Modul 3: 25./26.01.2025
Modul 4: 22./23.02.2025
1. Supervisionstag: 24.01.2025
2. Supervisionstag: 21.02.2025

 

Details werden hier im Herbst 2023 veröffentlicht.

 

Zielgruppe

Die Mediationsausbildung richtet sich an Angehörige aller Berufsgruppen, die in ihrem persönlichen und beruflichen Umfeld mit Konflikten befasst sind.

Das sind z.B. Berufstätige aus den Bereichen:

Rechtswesen (Rechtsanwält:innen, Richter:innen, Umgangspfleger:innen, Gutachter:innen, Verfahrensbeistände, u.a.)

Sozial- und Beratungswesen (Berater:innen, Sozialpädagog:innen, Psycholog:innen, Paar- und Familientherapeut:innen, Theolog:innen u.a.)

Personalwesen (Betriebsrät:innen, Leiter:innen der Personalabteilung u.a.)

Schulwesen (Lehrer:innen, Schulleiter:innen, Elternvertreter:innen u.a.)

Gesundheitswesen (Ärzt:innen, Krankenhausleitung, Psychotherapeut:innen, Klinikpersonal u.a.)
Fr., 10.11.2023 | ab 10:00 Uhr
Sa., 22.06.2024 | bis 19:00 Uhr
max. 20 Teilnehmende
2850 Euro

Dozent:in(nen)

  • Professorin Dr. Angelika Peschke
  • Dipl.-Psych. Alexandra Bielecke
  • Professor Dr. Anusheh Rafi
  • M. A. Doris Wietfeld
Organisatorische Fragen
Andreas Bodemann+493028395275bodemann@ezi-berlin.de