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Fr, 20.11.2020 | 11:00 Uhr – Sa, 21.11.2020 | 17:30 Uhr  Kursgebühr: 390 €

Weder noch / sowohl als auch – nicht-binäre Identitäten in der Beratung

Feminin oder maskulin, homo oder hetero, Mann oder Frau – die Welt scheint voller Gegensätze und Binaritäten! Aber ist sie das wirklich? In einer repräsentativen Studie der ZEIT verorten sich 3,3% der Befragten nicht als Mann oder Frau. Laut dieser Studie betrifft das 2,7 Millionen Menschen in Deutschland. Auch das Recht kennt mehr als zwei Geschlechter: Seit 2019 gibt es auf Weisung des Bundesverfassungsgerichts den dritten positiven Geschlechtseintrag „divers“.

An zwei Tagen wollen wir der Vielfalt von Geschlecht, dem Weder-noch und dem Sowohl-als auch, nachgehen und fragen, welche Bedeutung diese für die beraterische und therapeutische Tätigkeit hat. Welchen Herausforderungen begegnen nicht-binäre Menschen in verschiedenen Lebensbereichen wie Familie, Beruf, Schule, Sport, Ämtern etc.? Wie kann ich eine Sprache verwenden, die einschließt statt ausschließt? Gemeinsam wollen wir soziale Konstruktionen von Geschlecht hinterfragen und das eigene Denken und Fühlen reflektieren, um eine angemessene Haltung in der Beratung einnehmen zu können.

Weitere Inhalte der Fortbildung sind:

  • Pathologisierung nicht-binärer Lebensweisen – wie kann ich diese identifizieren und in der Beratung benennen?
  • Der dritte Geschlechtseintrag und das neue Gesetz zu Trans* – Möglichkeiten und Grenzen der aktuellen Rechtslage
  • Sprache schafft Wirklichkeit: Reflexion von Sprache über die Sternchen-Debatte hinaus
  • Fallbesprechungen

Zielgruppe

Familienbezogenes Fachpersonal, Beratende der Lebens-, Paar-, Familien- und Erziehungsberatung, psychotherapeutisch Arbeitende sowie seelsorgerisch Tätige.

Dozent*in(nen): Sarah Dionisius, Merit Kummer

Anmeldung

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