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Mo, 08.06.2020 | 14:30 Uhr – Fr, 12.06.2020 | 12:30 Uhr  Kursgebühr: 640 €

Sexualberatung auf der Grundlage des Sexocorporel am Beispiel des sexuellen Begehrens

Vertiefung und Supervision


Das sexuelle Begehren (sB) ist die komplexeste Konstruktion innerhalb der menschlichen Sexualität und unterscheidet sich von vielen anderen Motiven Sexualität zu leben.

Inhalt des Seminars sind Lernschritte, die ein sB als wichtige Ressource gerade in langdauernden Partnerschaften ermöglichen und von zentraler Bedeutung für die Geschlechtsidentität sind.

Theoretische Grundlage ist der Sexocorporel, ein Modell sexueller Gesundheit, das alle physiologischen, emotionalen, kognitiven und Beziehungskomponenten, die das sexuelle Erleben beeinflussen, beinhaltet.

Ziele sind

  • Lustvolles Erlernen von Theorie und Praxis und (hoffentlich) Bereicherung eigener erotischer Fähigkeiten
  • Verstehen der Grundlagen des Sexocorporel
  • Kennenlernen der verschiedenen Formen des „sexuellen Begehrens“ (sB)
  • Erarbeiten der Logik des Systems und einzelner Etappen des therapeutischen Vorgehens
  • Eigenes Erleben der Körperübungen (Einzel- und Partnerübungen)

 

Dieser Workshop thematisiert

Grundlagen:

  • Sexualisierungsprozess (Sexualentwicklung)
  • Unterschiede von Liebes- und sexuellem Begehren
  • Die Komponenten des sB
    Beziehung zum eigenen Körper / Geschlecht
    Fähigkeiten sexuelle Erregung zu genießen (Erregungsmodi)
    Sexuelle Selbstsicherheit
    Erotisieren von Intrusivität und Rezeptivität
    Erotisieren von Distanz/Differenz, Intimität
    Entwickeln von sexuellen Anziehungskodes
    Erotische Kommunikation und Verführung

 

Spezielle Themen zur Vertiefung (Aktuelle Anliegen der Teilnehmenden werden berücksichtigt):

  • Theorie: traumabedingte sexuelle Probleme
  • Polyvagaltheorie (Stephen Porges) in Verbindung zum Sexocorporel
  • Modifikation der Sexualberatung bei Personen mit Traumaerfahrungen
  • Einführung: Feldenkrais (Bewusstheit durch Bewegung) als Grundlage kreativen Bewegungslernens, sensomotorischer Erfahrungen und Erleben des gegenwärtigen ‚Augenblicks’ (als ‚bottom-up-Regulation’ des autonomen Nervensystems).
  • Sexuelle Probleme im Kontext medizinischer Eingriffe / Behandlungen.

 

Didaktische Gestaltung des Workshops

  • Theorievermittlung (PowerPoint-Präsentationen, Videoaufnahmen)
  • Rollenspiele
  • Selbsterfahrung (Körperübungen)
  • Arbeit an Praxisbeispielen von Klient*Innen mit Grenzen bezüglich ihrer Sexualität
  • Arbeit an Fallbeispielen aus der Praxis der Teilnehmenden

 

Literaturangabe:

Wichtige Informationen über das Konzept des Sexocorporel finden Sie auf www.ziss.ch

Die Teilnehmenden erhalten nach dem Kurs digitale Unterlagen zum Sexocorporel.

Buchempfehlung: Melanie Büttner, Sexualität und Trauma, Schattauer-Verlag 2018

 

Zielgruppe

Paar- und Sexualtherapeut*innen, Paar-und Sexualberater*innen, Fachkräfte der Institutionellen Beratung und Fachpersonen aus psychotherapeutischen, medizinischen und sozialpädagogischen Bereichen (Angehörige anderer Berufsgruppen nach Rücksprache mit der Seminarleitung).

Das Seminar ist offen für Teilnehmende, die nicht am Einführungskurs zum Sexocorporel teilgenommen haben.

 

Dozent*in(nen): Dr. Peter Gehrig, Annelene Meyer

Der Kurs ist ausgebucht. Wenn Sie es wünschen, setzen wir Ihren Namen auf die Warteliste.

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