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Di, 08.11.2022 | 10:00 Uhr – Mi, 09.11.2022 | 17:30 Uhr  Kursgebühr: 335 €

Gewalt in der Familie: Trennen?!

Hilfreiche Handlungsoptionen für die Beratung

Das vorherrschende Paradigma bei häuslicher Gewalt beinhaltet die Rettung der Opfer und die Bestrafung der Täter*innen. Schlägt ein Mann seine Partnerin, soll sie sich von ihm trennen. Wird ein Kind misshandelt, sollte es besser in einer Pflegefamilie leben. Doch nicht immer ist eine Trennung sinnvoll oder die bevorzugte Lösung. Berater*innen begegnen auch Menschen, die Hilfe mit einer anderen Zielsetzung suchen. Da geraten sie in eine Situation, in der sowohl die Frau als auch der bisher gewalttätige Mann eine Fortsetzung der Partnerschaft wünschen. Möglicherweise bieten die so genannten Gewalt-stoppen-Gespräche hierbei eine angemessene Intervention. Auch bei einer gewalttätigen Erziehungspraktik mit Kindern muss nicht unbedingt eine Trennung zwischen Eltern und Kindern zur Sicherheit für das Kind führen. In dieser Situation kann ebenfalls zunächst ein Gewalt-stoppen-Gespräch eine Option darstellen, einerseits die Sicherheit aller Familienmitglieder ins Zentrum der Beratungsgespräche zu rücken, als auch eine Fortführung des Zusammenlebens zu fokussieren. In diesem Seminar wollen wir erarbeiten, auf welche Weise diese Form von Beratung für alle Beteiligten erfolgreich verlaufen kann und welche alternativen Überlegungen gleichzeitig eine Rolle spielen sollten. Das Seminar ist praxisorientiert, eigene Fälle können eingebracht werden.

Zielgruppe

Erziehungs- und Familienberater*innen, Paarberater*innen und Paartherapeut*innen, Familientherapeut*innen.

 

Dozent*in(nen): Alexander Korittko

Anmeldung

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