Zum Hauptinhalt springen

Mo, 27.09.2021 | 14:30 Uhr – Mi, 29.09.2021 | 13:00 Uhr  Kursgebühr: 360 €

Das neue Liebespaar im Konfliktfeld der Patchworkfamilie

Patchworkfamilien sind Familien, die z.B. mit einer „systemimmanenten Trennung“ leben müssen. Neben den hohen logistischen Herausforderungen des Hin- und Her’s sind es vor allen Dingen die vielfältigen komplexen Beziehungen und die Vielschichtigkeit der Ereignisse, die den Familienalltag zur Zwickmühle werden lässt. Wie kann die ‚neue Liebe‘ wachsen und gedeihen, so dass sie als stabiles Fundament einer Patchworkfamilie funktioniert und gefordert werden kann? Produktive Leitbilder für die neuen Elternteilrollen fehlen, so dass oftmals die (unbewusste) Anlehnung an die Rollen in der klassischen Familie die Regie übernimmt und in die Sackgasse führt. Wie kann also eine neue familiäre Einheit gelingen und was bedeutet Gelingen für die einzelnen Familienmitglieder? Wie kann ein Alltag gestaltet werden, der die unterschiedlichsten Bedürfnisse, Familienkonstellationen und Entwicklungsherausforderungen berücksichtigt?

Das Seminar beleuchtet auf der Grundlage der tiefenpsychologischen Wirkungsanalyse von Patchworkfamilien die besonderen psychologischen Bedingungen und Dynamiken dieser Familienform. Katharina Grünewald hat in ihrem Beratungsansatz systemische und transaktionsanalytische Elemente so miteinander verknüpft, dass ein produktives Arbeiten mit Paaren, Familien und Einzelpersonen transparent und wirkungsvoll zur Weiterentwicklung des Familienalltags führen kann. Je nach Interessenslage werden anhand von Fallbeispielen, durch theoretischen Input, Übungen und Erfahrungsaustausch von den Teilnehmer*innen eingebrachte Themenschwerpunkte bearbeitet. Interessante Fragen könnten z.B. sein:

  • Wie hilft man, die oftmals durch Streit ‚verhakte‘ Bindung zwischen den Expartnern zu entflechten?
     
  • Wie schafft sich das ‚neue Paar‘ Raum und Zeit für seine Liebe?
     
  • Was ist, wenn Entwicklungsaufgaben der Kinder durcheinanderkommen? Z.B. kommt es in der Pubertät anstatt einer altersgemäßen Ablösung von den Eltern zum verstärkten Klammern an diese. Was kann helfen, die Bindungsverhältnisse wieder zu recht zu rücken?
     
  • Viele Stiefelternteile leiden darunter, dass die ‚Erziehungsberechtigung‘ als machtvolles Bindungsinstrument fehlt – wie kann dennoch eine Beziehung gelingen?
     
  • Was gilt es in den unterschiedlichen Phasen der Entwicklung zur Patchworkfamilie bei der Beratung zu beachten? Was sind Besonderheiten einer jeden Phase?  
     

Zielgruppe

Trennungs- und Scheidungsberater*innen, Erziehungs- und Familienberater*innen, niedergelassene Kinder- und Jugendlichentherapeut*innen in Freier Praxis.

Dozent*in(nen): Katharina Grünewald

Anmeldung

Zurück