Die Aufträge des Paares verstehen - Veränderung ermöglichen
Schwierige Paare in der Beratung
Paare in der Krise wollen oftmals unterschiedliche und widersprüchliche Dinge in der Paarberatung. Die Partner:innen verstehen nicht, warum die:der andere sie nicht (mehr) versteht, warum sie:er sich nicht (mehr) so verhält, wie sie es wünschen oder brauchen. Die Verwirrung, in der sie sich befinden, übertragen sie auf die Beratenden. Nehmen die Berater:innen die Anliegen der Partner:innen ungeprüft an, so ist die Gefahr groß, dass sie Unwillen ansammeln oder resignieren. Häufig strengen sie sich auch noch unnötig an und helfen dem Paar trotzdem nicht weiter.
Konzept
Schwerpunkt dieser Fortbildung sind das Erkennen von lösbaren und unlösbaren Aufträgen, vom Umgang mit Passivität, Reaktivität und Problemaktualisierung in den Sitzungen, sowie der Aufbau einer wachstumsfördernden therapeutischen Haltung. Was motiviert Klient:innen zur Veränderung? Wie können schwierige Situationen produktiv genutzt werden? Wann ist Konfrontation notwendig und wie wird sie aufgebaut, um wirksam zu sein?
Ausgehend von theoretischen Inputs werden im Seminar anhand konkreter Beispiele in Kleingruppenrollenspielen wohlwollende Konfrontationen geübt. Mittels Übungen zur Selbstregulation wird an der Haltung und der Rolle der Berater:in gearbeitet. Schwierige Momente im Beratungsprozess werden analysiert und genutzt, um entwicklungsfördernde Interventionen zu entwickeln.
Dabei zeigt die Referentin konkrete Schritte im Beratungsprozess, die sich in ihrer Arbeit bewährt haben. Diese werden in kleine Elemente heruntergebrochen, die trainiert werden können.
Die Fortbildung bietet Gelegenheit, Fälle aus der Praxis der Teilnehmenden vorzustellen, praktisch zu üben und neues Beratungsverhalten auszuprobieren, damit die Arbeit mit Paaren wieder Spaß macht.
Zielgruppe
Berater:innen in der Paar-, Lebensberatung- und Familienberatungen, Psychotherapeut:innen in eigener Praxis, die mit Paaren arbeitenDo., 29.06.2023 | bis 12:30 Uhr