Veranstaltungen

Druckversion

Gehe zu Veranstaltungen im: Februar | Mai | September | Oktober
Mo | 04.09.2017 | 14:30 Uhr - Mi | 06.09.2017 | 12:30 Uhr | 295,00 Euro

Ein Bild sagt - manchmal - mehr als tausend Worte:

Aufstellungsarbeit in Supervision und Coaching

 

Verschiedene Formen der Aufstellungsarbeit haben im Verlauf der letzten 20 Jahre die Interventionsmöglichkeiten in den Feldern der beraterisch-therapeutischen Arbeit ergänzt und erweitert.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie über die konkrete Darstellung eines Anliegens im Raum zum einen Strukturierungshilfe bieten, zum anderen Zugang zu un- bzw. vor-bewussten Prozessen schaffen können. Beide Aspekte sind für die Supervision nutzbar zu machen: sei es als Mittel zur Komplexitätsreduzierung, als Unterstützung der Positionierung des/der Supervisanden/In im Klienten- bzw. Helfer-System oder auch zur Verdeutlichung „tieferliegender“ Dynamiken in der Teamsupervision. So kann durch Aufstellungen jenseits der verbal-kognitiven Ebene ein Verständigungsraum geschaffen werden, der es den Beteiligten ermöglicht, die ihrem Handeln zugrundeliegenden Beziehungsstrukturen neu zu sehen. Erste Lösungsschritte in Richtung einer gewünschten Entwicklung können sichtbar wie auch körperlich erfahrbar werden.

 

Ziel des Seminars ist zunächst eine kurze Klärung im Dschungel der Begrifflichkeiten: Skulptur-Arbeit, Psychodrama, Time-Line, Soziogramm, System- oder Struktur-Aufstellung – was ist hier eigentlich was? Und für welche Anliegen und Settings sind (welche) Aufstellungsformen überhaupt geeignet?

Zudem werden konkrete Aufstellungsformate vorgestellt, die im Rahmen von Supervision und Coaching gut nutzbar sind.

Den Teilnehmenden soll das Seminar einen ersten Zugang zum Arbeiten mit Aufstellungen ermöglichen sowie konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der eigenen Praxis, z. B. für Team- oder Fallsupervision aufzeigen.

 

Arbeitsweise

Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der praktischen Erfahrung als falleinbringende oder stellvertretende Person sowie als Leitung von Aufstellungen. Plenar- und Arbeitsgruppe(n) wechseln sich ab. Die Praxis wird ergänzt von theoretischem Input.

 

Zielgruppe

Kolleginnen und Kollegen im Feld Supervision und Coaching. Erfahrung mit Aufstellungen ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.




Do | 22.02.2018 | 14:30 Uhr - Sa | 24.02.2018 | 13:00 Uhr | 340,00 Euro

Gestalterisch visualisierende Prozesse in Supervision und Coaching

Im Wissen um den großen Bereich von unbewussten und nicht verbal kommunizierten Anteilen in Supervisionsprozessen, ist die Einbeziehung gestalterischer und visualisierender Elemente eine Erweiterung von Möglichkeiten und „Spielräumen“.

In der Regel beschreiben wir unser Verhalten mit Worten, was geschieht aber, wenn daraus beispielsweise ein sichtbares Bild entsteht?

Gefühle, Wahrnehmungen und Absichten bekommen so eine greifbare Gestalt, die eine Brücke des Verstehens schafft.

 

Kunsttherapeutische Methoden eröffnen dabei einen reichen Schatz an Konzepten und Inspirationen.

Der Workshop bietet auch künstlerisch „unbegabten“ Supervisor*innen in einem selbstreflexiven Prozess die Chance, Ideen zu sammeln. Diese werden vor dem Hintergrund der vorgestellten Theorien und auf der Grundlage eigener Erfahrungen auf Praxistauglichkeit geprüft.

Beim Ausprobieren und in konkreter Fallarbeit werden außerdem eigene Haltungen, Rollenbilder und auch das Thema Selbstsorge Raum bekommen.

 

Ziele sind

  • kennenlernen gestalterischer Möglichkeiten und Tools

  • praktische Übungen und Materialerforschung

  • Nutzung künstlerisch-kreativer Methoden in der eigenen Praxis

Zielgruppe

Kolleg*innen aus den Arbeitsfeldern Supervision, Coaching, Beratung und Dozententätigkeit.



Dozent(en):Beate Wuigk-Adam

18 Plätze


Mo | 14.05.2018 | 14:30 Uhr - Mi | 16.05.2018 | 12:30 Uhr | 295,00 Euro

Kommunikation und Führung mit Methoden aus dem Improvisationstheater und Tango Argentino

Die Weiterentwicklung der eigenen Kommunikations- und Führungskompetenz ist eine wichtige Voraussetzung für die Gestaltung erfolgreicher Beratungs-, Supervisions- und Coachingprozesse.

Mit Übungen aus dem Improvisationstheater werden Kreativität, Improvisationsfähigkeit und das Vergnügen, sich auf neues Terrain zu begeben, mit Spaß an der Sache trainiert. Für die Stärkung des kreativen Potenzials als Veränderungskompetenz geht es zunächst um das Verlassen eingefahrener Denk- und Handlungsmuster. Fehler werden als Chance betrachtet und die dabei frei werdende Energie in neue Denk- und Handlungsmuster transformiert, um unbekannte Situationen flexibel und entschlossen zu meistern. Humor ermöglicht mehr Gelassenheit, Souveränität und Freiheit. Selbstvertrauen, Motivation und Zusammenarbeit werden gefördert.

Bei Improvisation geht es um Wahrnehmung, Präsenz und im Moment sein, Beziehung, Empathie und Flexibilität. Das gilt genauso für das Improvisationstheater wie für den Tango.

 

Im Tango werden keine Schrittsequenzen aus dem Kopf getanzt, sondern alles wird improvisiert. Deshalb ist die Kommunikation und Beziehung im Paar besonders wichtig.

Sie machen die Erfahrung zu führen und geführt zu werden, was sowohl Verantwortung als auch Vertrauen und Hingabe erfordert. Dabei funktioniert das gemeinsame Improvisieren immer besser, wenn man dem anderen Sicherheit gibt, Vertrauen entgegenbringt und ihn inspiriert.

Wenn die beiden Tanzpartner sich aufeinander einlassen (und die Musik „als Dritten“ mit dazu nehmen), dann kann etwas wunderschönes und einzigartiges entstehen. Es ist ein kreativer Akt, der nicht nur etwas neues hervorbringt, etwas, was alleine nicht möglich wäre. Es ist ein kreativer Akt, der beide verändert.

Je besser das Zusammenspiel funktioniert, um so höher ist für beide der Gewinn.

Führen und Folgen im Tango bedeutet nicht, dass der eine dominiert und der andere gehorcht.

Über den Tanz lässt sich eine andere Haltung einüben. Eine solche Grundhaltung ist in Beratung und Coaching hilfreich. Immer wieder Neues zu lernen unterstützt, alte Strukturen aufzubrechen, denn nur was in Bewegung ist, kann sich verändern. Weniger Kopf, mehr Körper. Weniger denken, mehr bewegen.

 

Ziele des Workshops sind u.a.:

- starke, verlässliche und wertschätzende Beziehung zwischen Führenden und Geführten

- Perspektivenerweiterung und Erweiterung des Handlungsrepertoirs

- Improvisationsfähigkeit, Flexibilität und Offenheit

- Humor als Coping-Strategie

- ein kreativer Umgang mit dem inneren Kritiker

- Toleranz, Fehlerfreundlichkeit

- nonverbale Kommunikation

- Nähe und Distanz

- Empathie und Sensibilität

- Klarheit und Präsenz

- Verbesserung von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

- Ausdruck und Wirkung auf andere

- kooperative Zusammenarbeit

Der Workshop dient sowohl der Selbsterfahrung im Sinne von etwas Neues, Anderes lernen, anhand praktischem Erfahren, Ausprobieren und Experimentieren. Gemeinsam wird erarbeitet, wie das Gelernte in die Beratungsarbeit integriert werden kann.

Es geht aber auch um den kreativen Umgang mit eigenen Belastungen und das Erhöhen des Wohlbefindens.

 

Zielgruppe

Berater*innen, Supervisor*innen, Seelsorger*innen, Führungs- und Leitungskräfte.

 

 

Video: https://www.youtube.com/watch?v=exogq_zDCyE

 

Frau Nees hat diesen Workshop mehrmals sowohl an Weiterbildungsinstituten und Kongressen in Deutschland (EZI, DGSF, adz-netzwerk, GwG, Psychotherapiewoche Langeoog), sowie an der Business School Vlerick in Brüssel als Führungskräftetraining angeboten.



Dozent(en):Frauke Nees

18 Plätze


Do | 27.09.2018 | 14:30 Uhr - Sa | 29.09.2018 | 13:00 Uhr | 340,00 Euro

Wenn nichts bleibt wie es war

Supervision mit Mitarbeiter*innen in Kirche und Diakonie zwischen Veränderungsfrust und Veränderungslust

 

Zuerst in den Landeskirchen in den sog. neuen Bundesländern, seit etlichen Jahren auch in den Landeskirchen und diakonischen Werken der sog. alten Bundesländer sind Veränderungsprozesse von einem seither kaum gekannten Ausmaß in Gang. Sie sind zurückgehenden Mitgliederzahlen und zurückgehenden Finanzmitteln ebenso geschuldet wie der Tatsache, dass immer weniger junge Leute evangelische Theologie studieren.

 

Diese Veränderungsprozesse werden mehr oder weniger massiv von den leitenden Gremien initiiert, durchgeführt und eingefordert, für sie wird geworben oder sie werden verordnet, sie werden mit Rahmenbedingungen versehen den betroffenen Organisationen zur Gestaltung überlassen oder als Verwaltungsakte betrachtet.

 

Und vielfach werden sie bzw. die von ihnen betroffenen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen begleitet: durch Gemeindeberatung und/oder Supervision und Organisationsentwicklung. Manchenorts werden erhebliche Mittel dafür bereit gestellt, anderswo gibt es kaum eine zeitliche Freistellung dafür.

 

Supervisor*innen sind hier nicht nur mit hoher spezifischer Feldkompetenz und kleinteiligem Organisationswissen gefragt. Sie sind gefordert, ihre eigenen Bilder und Erfahrungen mit Kirche zu reflektieren und zu überprüfen. Sie können, je nach Auftraggeber, in ethische Dilemmata geraten, in sehr spezielle Ohnmachtssituationen, können sich in Wertedebatten wiederfinden u.a.m.

 

Das Seminar dient der Reflexion von mit diesen Veränderungsprozessen verbundenen Aufgaben und Anforderungen und der eigenen kritischen supervisorischen Haltung darin.

 

Arbeitsmethoden:

Impulsreferate

Rollenspiel

Arbeit an eigenem Fallmaterial (bitte mitbringen)

 

Literatur:

wird zeitnah mitgeteilt

 

Zielgruppe

Supervisor*innen in kirchlichen und diakonischen Arbeitsfeldern.



18 Plätze


Do | 04.10.2018 | 14:30 Uhr - Sa | 06.10.2018 | 13:00 Uhr | 290,00 Euro

Große Klappe, weiche Birne!

...die Arbeit mit Klappmaulpuppen in Supervision, Coaching und Mediation

 

Klappmaulpuppen - also die Bauart, die den meisten aus der „Sesamstraße“ und der „Muppetshow“ bekannt sein dürfte, bestehen eigentlich nur aus etwas Stoff und Formschaum. In der Hand eines

Puppenspielers jedoch leben sie. Die Methode „Puppenspiel“ beinhaltet eine starke Faszination und

lässt sich vielseitig einsetzen. Warum nicht auch in Beratungsverfahren?

 

In diesem Seminar werden die Grundlagen des Puppenspiels vermittelt. Praktische Übungen mit

Videoauswertung und Feedback unterstützen bei den ersten Schritten. Im weiteren Verlauf werden

anhand von Fallvignetten aus der Beratungspraxis Settings erprobt, in denen Klappmaulpuppen zum

Zuge kommen können.

 

Wichtiger Hinweis: Handpuppen - also die klassische „Kasperlepuppe“, die auf der Hand hinter einer

Spielleiste/Bühne gespielt wird, werden in diesem Seminar nicht thematisiert.

 

Eigene Klappmaulpuppen/Requisiten können gerne mitgebracht werden.

 

Arbeitsmethoden:

Einführung in die Grundlagen des Puppenspiels

Praktische Übungen zur Führung von Klappmaulpuppen

Rollenspiel

Videoauswertung

Arbeit an Fallbeispielen und ggf. eigenem (bitte mitbringen) Fallmaterial

 

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Supervisor*innen, Mediator*innen, Coaches, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsstellen.



Dozent(en):Stephen Minowitz

12 Plätze