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Mo | 06.02.2017 | 11:30 Uhr - Di | 07.02.2017 | 17:30 Uhr | 310,00 Euro

Neid & Co im Beratungs- und Supervisionsprozess

Die tradierte Vorstellung, Organisationen würden rational verfahren und Emotionen in Organisationen seien in erster Linie Störfaktoren, die es auszuschalten gelte, ist schon immer falsch gewesen. Inzwischen haben sich die Verhältnisse aber nahezu verkehrt: Emotionen gelten vor allem im Dienstleistungsbereich als Ressource, die über den Erfolg und Misserfolg einer Dienstleistung entscheiden.

 

Von DienstleisterInnen wird erwartet, dass sie Emotionsarbeit betreiben, will heißen: die eigenen Emotionen zweckdienlich zu regulieren, was die Regulation der Emotionen der KlientInnen einschließt. Von einem solchen instrumentellen Gebrauch von Emotionen abgesehen, treten sie in ihrer ganzen Vielfalt nach wie vor spontan auf und tauchen die Arbeitsbeziehungen in ein bestimmtes emotionales Klima, in dem der jeweilige Stand der Beziehungen – oft unbewusst – zum Ausdruck kommt.

 

Auf diesem Hintergrund müssen SupervisorInnen eine komplexe Situation handhaben: Indem sie die Emotionen beobachten, die in der Arbeit ihrer SupervisandInnen mit deren KlientInnen entstehen, werden sie unvermeidlich selbst emotional berührt, wobei sich in dem emotionalen Klima der Supervision das emotionale Klima des supervidierten Falles spiegelt.

 

Um Emotionen als Hinweise nutzen zu können, latente Falldynamiken besser zu verstehen, ist es für SupervisorInnen wie BeraterInnen hilfreich, die häufigsten emotionalen Beziehungsmuster am Arbeitsplatz wie in der Beratung zu kennen und sich für deren Wahrnehmung, auch bei sich selbst, zu sensibilisieren.

                                                                                                                                    

Der Workshop ist als Fallseminar angelegt, in dem die TeilnehmerInnen aktuelle Fälle einbringen, bei denen sie eine bestimmte emotionale Sozio- und Psychodynamik vermuten.

Theoretisch wird die Fallarbeit je nach Bedarf mit Wissensbausteinen zu Neid, Ärger, Traurigkeit, Scham, Schuld …. untermauert.

 

Zielgruppe

SupervisorInnen, BeraterInnen, Führungs- und Leitungskräfte.

 



Dozent(en):Ullrich Beumer

Do | 02.03.2017 | 15:00 Uhr - Sa | 04.03.2017 | 12:30 Uhr | 350,00 Euro

Angst – Umgehen mit/von Angst und Schrecken

Auch wenn wir es nicht wollen: Angst ist unser lebenslanger Begleiter - beruflich wie privat, bewusst und unbewusst. Sie kann sich auf bestimmte Objekte bzw. Situationen richten oder aber diffus und unbestimmt im Hintergrund anwesend sein. Sie kann sich lärmend und laut äußern oder auch leise und verhalten, sie kann sich lange verstecken, sich langsam einschleichen oder uns plötzlich überfallen und erschrecken. So unerwartet, verstörend und verwirrend dies oftmals auch ist, wir können doch versuchen, ein Sensorium für die unterschiedlichen Angstsituationen zu entwickeln.

 

Denn Angst entsteht in der Beziehung und lässt sich daher auch in der Beziehung bewältigen. Darin liegen Gefahren und Chancen. Denn obwohl Angst unser Verhältnis zu anderen bedroht, schützt sie es doch auch. Insbesondere für Menschen, die Führungs- und Leitungsfunktionen innehaben oder in Beratung, Supervision und Mentorat tätig sind, stellt diese Spannung zwischen konstruktiver und destruktiver Funktion von Angst eine stetige Herausforderung dar. Immerhin wird von ihnen oft erwartet, mit der Angst anderer fertig zu werden und selbst keine bzw. nur wenig Angst zu haben oder zu zeigen. Und doch ist es gerade in dieser Arbeit oft entscheidend, sich der Angst zu stellen, wenn man denn mit sich und anderen in einer echten und hilfreichen Beziehung bleiben will. Umso wichtiger erscheint es, eigene Ängste wie auch die Ängste anderer zu kennen und mit ihnen besser umgehen zu lernen. Dabei soll dieses Seminar helfen.

 

Ziele sind:

  • die Erkenntnis von Ursachen und Folgen von Angst (wie zum Beispiel Trennung, Trauma und Schrecken)

  • die Befähigung zur Analyse unterschiedlicher Angstsituationen

  • die Qualifizierung zum Umgang mit Angst

  • das Kennenlernen wichtiger Bewältigungsmöglichkeiten von Angstsituationen

Didaktisch wird der Workshop neben

  • einer interaktiven Vorlesung mit PowerPoint-Präsentation zur konzeptionellen Einführung,

  • Gruppenarbeit mit assoziativen Gedankenketten (Metaplan),

  • eigenen Fallstudien,

  • und der gemeinsamen Arbeit mit Bildern und Fantasien

  • auch Rollenspiele enthalten.

  • Fallbeispiele der Teilnehmer sind ebenfalls erwünscht!

Literaturangabe

Ebrecht-Laermann, Angelika: Angst. Reihe Analyse der Psyche und Psychotherapie. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2014.

 

Zielgruppe

SupervisorInnen, BeraterInnen, Führungs- und Leitungskräfte.




Do | 09.03.2017 | 14:30 Uhr - Sa | 11.03.2017 | 17:00 Uhr | 250,00 Euro

Supervision nach Balint

Die Methode der Balintgruppenarbeit (entwickelt vom Psychoanalytiker Michael Balint) kann in all jenen Berufsfeldern zur Anwendung kommen, in denen die zwischenmenschliche Beziehung eine zentrale Rolle einnimmt. Sie dient der „Beziehungsdiagnostik“. Im Fokus steht die Berater-Klient-Beziehung mit ihren wechselseitigen Übertragungen. Kern der Balint-Methode ist der freie Fallbericht eines Gruppenmitglieds, auf den die anderen Gruppenmitglieder mit Einfällen, Phantasien, Gefühlen reagieren. Der so entstandene Resonanzraum, in dem sich die vorgetragene Interaktion wie in einer Spiegelung reinszeniert, erlaubt es, psychodynamische Prozesse in dieser Beziehung zu analysieren sowie transparenter und verständlicher zu machen. Dadurch können neue (Erkenntnis-)Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, um die beraterische Arbeit wirksamer zu gestalten.

 

Zielgruppe

BeraterInnen; TherapeutInnen; SupervisorInnen; SozialarbeiterInnen; SozialpädagogInnen; TheologInnen.



Dozent(en):Marina Gambaroff

Mo | 12.06.2017 | 14:30 Uhr - Mi | 14.06.2017 | 13:00 Uhr | 360,00 Euro

Coaching bei Konflikten - Konfliktcoaching

Den häufigsten Anlass Coaching in Anspruch zu nehmen, stellen Konflikte dar, insbesondere beim Stellenwechsel. Dann beanspruchen Führungskräfte Unterstützung, wie sie soziale Konfliktsituationen in ihrem (neuen) beruflichen Umfeld bearbeiten können. Dabei kann es sich um die Verhütung von Konflikten, um ihre Eindämmung, aber auch um ihre „Stimulation“ handeln. Für das Coaching von Konflikten benötigt der Coach spezifische innere Landkarten, die in diesem Workshop vermittelt werden.

 

Ziele sind

  • die Befähigung zur Analyse unterschiedlicher sozialer Konfliktsituationen.

  • die Qualifizierung zum effektiven Konfliktmanagement.

  • das Kennenlernen der wichtigsten Interventionsstrategien bei Konflikten.

 

Dieser Workshop thematisiert

  • die relevantesten Konflikttypen interaktiver und systemischer Art mit ihren jeweiligen Verläufen bzw. Eskalationsformen.

  • die Präsentation möglicher Interventionsstrategien im Zusammenhang mit Konflikten, Präventions- und Bewältigungsstrategien, aber auch Formen der Konfliktstimulation durch Führungskräfte.

 Didaktisch wird der Workshop neben

  • einigen PowerPoint-Präsentationen zur konzeptionellen Einführung,

  • Fallstudien,

  • Fallbeispiele der Teilnehmer und

  • ein Rollenspiel

enthalten.

 

Literaturangabe

Schreyögg. Astrid (2011): Konfliktcoaching (2. Aufl.), Frankfurt/M., New York: Campus.

 

Zielgruppe

SupervisorInnen, BeraterInnen, Führungs- und Leitungskräfte.




Mo | 04.09.2017 | 14:30 Uhr - Mi | 06.09.2017 | 12:30 Uhr | 295,00 Euro

Ein Bild sagt - manchmal - mehr als tausend Worte:

Aufstellungsarbeit in Supervision und Coaching

 

Verschiedene Formen der Aufstellungsarbeit haben im Verlauf der letzten 20 Jahre die Interventionsmöglichkeiten in den Feldern der beraterisch-therapeutischen Arbeit ergänzt und erweitert.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie über die konkrete Darstellung eines Anliegens im Raum zum einen Strukturierungshilfe bieten, zum anderen Zugang zu un- bzw. vor-bewussten Prozessen schaffen können. Beide Aspekte sind für die Supervision nutzbar zu machen: sei es als Mittel zur Komplexitätsreduzierung, als Unterstützung der Positionierung des/der Supervisanden/In im Klienten- bzw. Helfer-System oder auch zur Verdeutlichung „tieferliegender“ Dynamiken in der Teamsupervision. So kann durch Aufstellungen jenseits der verbal-kognitiven Ebene ein Verständigungsraum geschaffen werden, der es den Beteiligten ermöglicht, die ihrem Handeln zugrundeliegenden Beziehungsstrukturen neu zu sehen. Erste Lösungsschritte in Richtung einer gewünschten Entwicklung können sichtbar wie auch körperlich erfahrbar werden.

 

Ziel des Seminars ist zunächst eine kurze Klärung im Dschungel der Begrifflichkeiten: Skulptur-Arbeit, Psychodrama, Time-Line, Soziogramm, System- oder Struktur-Aufstellung – was ist hier eigentlich was? Und für welche Anliegen und Settings sind (welche) Aufstellungsformen überhaupt geeignet?

Zudem werden konkrete Aufstellungsformate vorgestellt, die im Rahmen von Supervision und Coaching gut nutzbar sind.

Den Teilnehmenden soll das Seminar einen ersten Zugang zum Arbeiten mit Aufstellungen ermöglichen sowie konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der eigenen Praxis, z. B. für Team- oder Fallsupervision aufzeigen.

 

Arbeitsweise

Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der praktischen Erfahrung als falleinbringende oder stellvertretende Person sowie als Leitung von Aufstellungen. Plenar- und Arbeitsgruppe(n) wechseln sich ab. Die Praxis wird ergänzt von theoretischem Input.

 

Zielgruppe

Kolleginnen und Kollegen im Feld Supervision und Coaching. Erfahrung mit Aufstellungen ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.



18 Plätze