Psychotraumatologie

Psychotraumatologie, Traumatherapie, Traumaberatung/-pädagogik
mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
10-teilige curriculare Fortbildung (2018-2020)

Ziele des Curriculums
Große sowie kleine einmalige oder anhaltende schockierende Lebensereignisse hinterlassen häufig posttraumatische
Störungsbilder. Auch von Fachkräften werden Symptome als Folge sehr unterschiedlicher Traumatisierungen nicht
immer als solche erkannt. Sie führen un- oder falsch behandelt oft zu deutlichen Beeinträchtigungen der geistigen,
körperlichen und psychosozialen Entwicklung und unterschiedlichen Symptomen. Ziel der Fortbildung ist die
Vermittlung allgemeiner Grundlagen der Psychotraumatologie und moderner Konzepte der Traumatherapie und
-pädagogik in Theorie und Praxis. In den einzelnen Modulen werden Erkenntnisse der Neurobiologie und der
Bindungs- /Traumaforschung mit dem traumazentrierten und ressourcenorientierten Therapieansatz nach dem
KReST-Modell (Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie) verbunden. Dazu gehören auch entwicklungspsychologische und systemische Aspekte. In Form von anschaulichen Präsentationen, Übungen
(Training und Selbsterfahrung), Rollenspielen, Video- und Live-Demonstrationen werden die Inhalte praxisnah
von Modul zu Modul aufeinander aufbauend vermittelt.

Einführung in TRE
Im Curriculum erhalten die Teilnehmer eine Einführung in TRE (Trauma Releasing Exercise).

Zielgruppe
Das Curriculum richtet sich an approbierte und nicht-approbierte Psychotherapeuten sowie »Kinder- und Jugendpsychotherapeuten«, an Dipl.-Pädagogen mit einer abgeschlossenen therapeutischen Fortbildung, an Sozialpädagogen, Erzieher und Lehrer sowie andere helfende Berufsgruppen, die im Spannungsfeld von Trauma und Gewalt tätig sind.

Zertifizierungen
Teilnahmebescheinigungen: für jedes Modul und Gesamtcurriculum

zptn-Zertifikate:  

A.    Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie

        (für approbierte Psychotherapeuten)  

 

B.    Psychotraumatologie und Traumatherapie

        (für Nicht-Approbierte bei Nachweis einer mehrjährigen Fortbildung in einem anerkannten

        Therapieverfahren)  

 

C.    Psychotraumatologie / Traumapädagogik / Traumaberatung

        (Sozialpädagogen, Erzieher, Lehrer und andere Berufsgruppen ohne

        therapeutische Zusatzausbildung)

  

   Für Zertifikate gilt als Voraussetzung neben dem beruflichen Status:  

  • Teilnahme an 28 (C) bzw. 35 (A+B) Std. Gruppensupervision
  • Eigene Fallpräsentationen an den Supervisionstagen

  • 3 (C) bzw. 4 (A+B) abschließende Fallberichte (3 bis 5 Seiten)

  • Video über die Anwendung einer Ressourcentechnik (C)

  • Video über Traumakonfrontation mit Screentechnik (A + B)

  • 5 Sitzungen/Doppelstd. Selbsterfahrung >Traumakonfrontation<

Module
Die Fortbildung findet in Modulen statt, die thematisch aufeinander aufbauen. Im Ausnahmefall können einige
Module auch einzeln gebucht werden, sofern andere Traumafortbildungsnachweise vorliegen. Um jedoch die
erforderlichen Kompetenzen und Zertifizierungen des zptn zu erwerben, ist die Teilnahme am gesamten Curriculum verbindlich.

Arbeiten in »Peer-Groups«
Zwischen den Seminarmodulen arbeiten die Teilnehmer obligat in regionalen »Peer Groups« (drei bis sechs
Personen) an mindestens zwei Terminen je drei bis vier Stunden zusammen.

Supervision
Die Teilnahme an den Supervisionstagen ist verbindlich sowie Voraussetzung für Abschlussbescheinigung und
spätere Zertifizierung.

Leitung
Lutz-Ulrich Besser
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiater und FA für Psychotherapeutische
Medizin. Tiefenpsychologisch-analytische und KIP-Ausbildung; Familientherapie- und Supervisorenausbildung
bei Dr. C. Gammer, Körpertherapieausbildung (George Downing) und Traumatherapieausbildung; Traumatherapeut
„Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT)“, EMDR-Facilitator und Supervisor am EMDR-Institut Deutschland;
EMDREA-Trainer für EMDR mit Kindern und Jugendlichen, TRE-Provider.

Lehrtherapeut in Psychotraumatologie und traumazentrierter Psychotherapie und Traumapädagogik sowie EMDR
mit Kindern in Europa. Lehrtherapeut in Projektländern der Stiftung „Wings of Hope“ (WoH), Bosnien, Palästina, Irak/Kurdistan, Brasilien.

Teilnehmerzahl 25