Evangelisches
Zentralinstitut für
Familienberatung
Berlin
Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung

 

    Trennungs- und Scheidungsberatung
   
 
„Schnell, … aber fair?“
Mediative Techniken in der gerichtsnahen Trennungs- und Scheidungsberatung:
Entschleunigung statt Beschleunigung
  Das neue Familienrecht wird ab September 2009 vollständig realisiert.
Das neue „Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)“ stellt erhöhte Anforderungen an die Familiengerichte, Jugendämter und Beratungsstelle und alle anderen Verfahrensbeteiligten.

Die Hauptaufgabe wird sein, Elternkonflikte ressourcen- und lösungsorientiert zu moderieren!
Das FamFG ermöglicht verstärkt die Überweisung der Streitparteien in die psychosoziale Beratung und Mediation.

Mit dem zentralen Anliegen des Gesetzes, bei Kindschaftssachen auf ein Einvernehmen der Eltern hinzuwirken, ist die Erwartung an alle Prozessbeteiligten verbunden, als kompetente Moderatoren von Konflikten zu agieren sowie die breite Angebotspalette psychosozialer Beratungsangebote zu kennen und dementsprechende Empfehlungen zur Beratung und Streitschlichtung auszusprechen oder sogar anzuordnen.

Dies alles erfordert Grundlagenwissen von Juristen auf Gebieten, die bislang den psychosozialen Berufen vorbehalten waren. 

SozialpädagogInnen und FamilienberaterInnen benötigen im Kontakt mit ihren Klienten Modelle und Methoden gerichtsnaher Arbeit mit „geschickten Klienten“.
Das Seminar stellt mediative Techniken und Interventionsansätze vor, die in flexibler Form eingesetzt werden können und vermittelt Kompetenzen für eine gelingende Kommunikation. 

Gleichzeitig werden Modelle interdisziplinärer Zusammenarbeit der beteiligten Professionen und Institutionen (am Beispiel des Münchener Modells) vorgestellt und diskutiert.

Seminarinhalte
Indikation für beraterische/therapeutische und mediative Interventionen
Grenzen von Beratung/Mediation
Einbezug der Kinder in das Trennungs- und Scheidungsgeschehen ihrer Eltern
Design einer Kooperationsform, Entwicklung von neuem Miteinander der professionellen 
   Verfahrensbeteiligten
Grundlagen des lösungsorientierten Verhandelns
Merkmale hochstrittiger Elternsysteme und Konfliktdiagnostik
Die anwaltliche Tätigkeit in Fällen mit hoher Beziehungsverstrickung
Die richterliche Moderation von Parteien mit hoher Beziehungsverstrickung

Didaktik
Der verschiedenen Arbeitsformen wie Theorieinput, Rollenspielen und praktischen Demonstrationen im Plenum sowie Kleingruppenarbeit dient einem intensiven und lebendigen Lernen. 

Referenten
Beide Referenten haben gemeinsam langjährige Erfahrungen als Sozialpädagogin und Anwalt in der Arbeit mit Trennungsfamilien und wirken im Rahmen des Münchner Modells aktiv mit.
Beide sind seit Mitte der 90er Jahre als Ausbilder, Trainer und Supervisor von MediatorInnen tätig.

Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
  Zielgruppe Erziehungs- Ehe- und FamilienberaterInnen, RechtsanwältInnen, RichterInnen, Verfahrens- und UmgangspflegerInnen, MitarbeiterInnen des Jugendamtes bzw. der Sozialbürgerhäuser.
  Leitung Katrin Normann, Stefan Wiesinger
  Teilnehmerzahl 18
     
  Basiskurs  
  Datum  17.03.2010 - 11.00 h bis 
19.03.2010 - 17.30 h
  Kursgebühr € 440,--
  Anmeldung  
     
  Aufbaukurs  
  Datum  22.07.2010 - 11.00 h bis 
24.07.2010 - 17.30 h
  Kursgebühr € 440,--