Evangelisches
Zentralinstitut für
Familienberatung
Berlin
Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung

 

    Paare

 

  
 
Untreue als Thema in der Paarberatung - zwischen Schock, Scheitern und Neubeginn
  Eine Affäre stellt eine der häufigsten Krisen in einer Partnerschaft dar.

Viele Paartherapien und -beratungen beginnen damit, dass ein Paar nach einem aushäusigen Verhältnis an einen Punkt kommt, an dem es Hilfe braucht. In der Regel sucht es Unterstützung beim Neuaufbau der Beziehung, aber auch bei der Beantwortung der Frage, ob dieser Neubeginn überhaupt möglich ist oder ein anderer Neubeginn, die Trennung, eine angemessenere Lösung darstellt.

Ein vielfältiges Wissen um die Hintergründe und Dynamiken von Affären und deren Folgen als auch eine Vorstellung davon, wie der Wiederaufbau einer Beziehung „funktioniert“, ist notwendig, um Paaren in dieser Situation weiterzuhelfen.

In der Fortbildung geht es um den Erwerb dieser Kenntnisse, um in Beratung und Therapie die Affäre besser verstehen und gemeinsam mit dem Paar bearbeiten zu können.

Inhaltliche Schwerpunkte der Fortbildung
  Der Schock der Eröffnung und ihre Folgen: 
    Bewältigung der massiven Gefühle auf beiden Seiten
  Risiken verschiedener Arten von Affären
  Gründe und Hintergründe des „Fremdgangs“
  Untreue als Lösungsversuch der Paarprobleme
  Unbewusstes Engagement des „Unbeteiligten“ am Geschehen
  Untreue als „heilsamer Schock“ und Bahnbrecher einer Veränderung 
  Lernen aus der Affäre: Mehr verstehen und gemeinsam Leben lernen
  Bedingungen eines erfolgreichen Wiederaufbaus der Beziehung: 
    Hoffnung, Raum und Sicherheit

Arbeitsweise
Inputreferate zu einzelnen Themen, Videodemonstrationen, Besprechung von eigenen Fällen der TeilnehmerInnen, evtl. Rollenspiele, themenzentrierte Selbstreflexion im Sinne emotionalen Lernens.

Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
 
  Zielgruppe  BeraterInnen in Erziehungs- und Familienberatungsstellen, niedergelassene ärztliche und psychologische PsychotherapeutInnen, die mit Paaren arbeiten oder arbeiten wollen, die wegen ihrer Untreueprobleme zu ihnen kommen.
  Leitung  Dr. Bernd Böttger
  Teilnehmerzahl 22
  Datum  19.02.2010 - 15.00 h bis
21.02.2010 - 12.30 h
                neuer  Termin!
18.06.2010 - 15.00 h bis
20.06.2010 - 12.30 h
  Kursgebühr € 300,--
  Anmeldung  
  
 
Paartherapie mit allen Sinnen -
Erlebnisintensivierende Übungen und Methoden
  Mittlerweile kann es als hinreichend belegt angesehen werden, dass die Wirkung therapeutischer Interventionen höher ist, wenn diese mehrere Erlebnisebenen umfassen. Diese Erkenntnis kann auch für die Paarberatung und Paartherapie genutzt werden. In Anlehnung an V. Satir, M. Erickson und neuere psychotherapeutische Ansätze werden erlebnisintensivierende Übungen und Methoden vorgestellt, die den Partnern etwas über sich selbst und ihre Beziehung deutlich machen und im geschützten Rahmen der Therapie zu neuen Erfahrungen führen können. 

Dem Therapeuten dienen sie zur Diagnostik der Qualität der Beziehung und eröffnen ihm zusätzliche nonverbale Interventionsmöglichkeiten. Klient und Therapeut werden darüber hinaus zum Beobachter der Situation, die gemeinsam ein Geschehen betrachten. Erlebnisintensivierende Übungen und Methoden zielen insbesondere auf eine stärkere prozessuale Aktivierung, Ressourcenorientierung und unbewusste Lernvorgänge. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Nutzung von Raum, Zeit und Bewegung gelegt.

Zielgruppe
Die Fortbildung wendet sich an Paar- und EheberaterInnen sowie an niedergelassene PaartherapeutInnen, die gerne ihre therapeutische Wirksamkeit durch erlebnisintensive Übungen und Methoden verbessern möchten.

Ziele
Vermittlung von neuen Kompetenzen zur Diagnostik der Beziehungsqualität und
   Eröffnung zusätzlicher Interventionsmöglichkeiten.
Anregung impliziter und unbewusster Lernprozesse durch erlebnisaktivierende
   Übungen und Methoden, die wiederum eine stärkere prozessuale Aktivierung und
   Ressourcenorientierung hervorrufen.
Aktivierung innerer Bilder und kinästhetischer Prozesse, die den Partner etwas
   über sich selbst und ihre Beziehung deutlich machen und im geschützten Rahmen
   der Therapie und Beratung zu neuen Erfahrungen führen.

Inhalt
Die Bandbreite der Übungen und Methoden reicht von einfachen nonverbalen Übungen bis zu komplexeren Vorgehensweisen wie die Arbeit mit inneren Teilen. Der Ablauf des Seminars besteht aus dem Wechsel von kurzen Theorieeinheiten, Vorstellung der Übungen und Methoden und Rollenspielen.

Literaturhinweis
R. Weber. Paare in der Therapie, Erlebnisintensive Methoden und Übungen, Klett-Cotta
R. Weber. Wenn die Liebe Hilfe braucht, Das Partnerschaftsbuch mit Tests und Übungen, Klett-Cotta

Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
 
  Zielgruppe Ehe-, Paar- und FamilienberaterInnen sowie niedergelassene
PaartherapeutInnen.
  Leitung Dr. Roland Weber
  Teilnehmerzahl 18 
  Datum  24.06.2010 - 10.00 h bis
26.06.2010 - 16.00 h
  Kursgebühr € 370,--
  Anmeldung  
  
 
Schwierige Paare in der Paarberatung
  Einzelfortbildung in Paarberatung für erfahrene Beraterinnen und Berater

Thema dieser Fortbildung sind Paare, die in der Beratung als schwierig erlebt werden, wie z. B. Paare mit
chronischem Kampf und Streit
aktiver und passiver Gewalt
Sucht
Depression
extrem unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnissen

oder anderen von den Teilnehmern benannten Problemen.

Diagnostische Schwerpunkte der Fortbildung sind:

Verständnis der Atmosphäre und Dynamik, die das Paar im Beratungsraum auslöst
Verständnis der Dynamik des jeweiligen Paares und seiner Kommunikation
Verständnis der Entwicklung des Paares und des Sinnes der Krise, die sich das Paar 
   geschaffen hat
Verständnis des positiven Lösungsverhaltens jedes Partners, das ungewollt zur 
   gegenseitigen Blockade führt.

Methodische Schwerpunkte des Kurses sind wirksame Schritte in der fortgeschrittenen Mittelphase der Paarberatung, unter anderem

offene Probleme und ungelöste Konflikte abschließen
aus den gegensätzlichen Lösungsvorstellungen der Partner Lösungskompromisse 
   erarbeiten
Einüben in erwachsene Kommunikation und erwachsenes Bedürfnismanagement
Arbeit mit dem Einzelnen im Rahmen von Paarberatung
Haltung und Techniken anstrengungsfreien Beraterverhaltens.

Es soll in dieser Fortbildung viel Gelegenheit zum praktischen Üben und Ausprobieren sein, um neu Spaß an Paarberatung zu gewinnen.

Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
 
  Zielgruppe BeraterInnen in der Paar- und Lebensberatung,
PsychotherapeutInnen in eigener Praxis, die mit Paaren arbeiten.
  Leitung Martin Koschorke
  Teilnehmerzahl 20
  Datum  05.07.2010 - 15.00 h bis
09.07.2010 - 13.00 h
  Kursgebühr € 490,--
  Anmeldung  
   
 
Paarcoaching - Konfliktmanagement für turbulente Paare
  Schwierigkeiten in der Kommunikation werden von den meisten Klienten in der Paar- und Familienberatung als wesentlicher Faktor für ihre nicht zu bewältigenden Beziehungskonflikte bzw. das drohende Scheitern ihrer Partnerschaft verantwortlich gemacht. Katastrophenängste und Erlösungshoffnungen machen es Paartherapeuten wie den betroffenen Familienmitgliedern jedoch häufig schwer, konstruktive Konfliktlösungen und faire Kompromisse in ihrem persönlichen Trennungsdrama zu finden.

Im Rahmen der Ehe- und Paarberatung, in Familientherapie und Prävention hat sich hier der Einsatz einer aus der Familienmediation abgeleiteten strukturierten Methodik bewährt, die sich insbesondere bei rigiden Kommunikationsmustern und chronischen Positionskämpfen der Partner sowie verdeckten Interessenkonflikten in Familien als hochwirksames Handwerkszeug erwiesen hat. 

Die Partner lernen anhand eines aus der Mediation abgeleiteten Verfahrens zunächst, sich selbst besser zu verstehen und auszudrücken. Das Erkennen „eigener Bedürfnisse und Interessen“ hinter den im Streit verhärteten „Positionen“ hilft, in der Folge auch den anderen besser zu verstehen.
Das Einüben dieses strukturierten Kommunikationsmodells nach dem „Win-Win-Prinzip“ und das gemeinsame Erarbeiten und Verhandeln von Fairness-Vorstellungen in der jeweiligen Auseinandersetzung vertiefen die Möglichkeiten der Begegnung und eines selbstbestimmten Balancierens gegensätzlicher Interessen innerhalb der Familie.
Ein derart systematisches Vorgehen in der Therapie und Beratung fördert sowohl die Fähigkeiten der Partner zu Kooperieren als auch die Möglichkeiten weiteren individuellen Wachstums eines jeden Einzelnen sowie die gemeinsame Entwicklung als Paar („bezogene Individuation“).

Die strukturierten Kommunikationselemente und Mediationsmodule des „Paar-Coaching“ dienen zugleich der Prävention. Sie können zur Erhöhung der Konflikt- und Stressbewältigungskompetenz vorbeugend Verwendung finden. Über ihre Anwendung im Beratungsprozess hinaus „lehren“ wir Paaren bzw. Eltern durch die Aneignung des erfahrenen Wissens bzw. Prozessmodells eigene Selbsthilfe-Kompetenzen schneller zu mobilisieren, zur besseren Bewältigung zukünftiger Konfliktsituationen im familiären Alltag. 

Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
 
  Zielgruppe PaartherapeutInnen und EheberaterInnen in freier Praxis sowie
Beraterinnen und Berater der Institutionellen Beratung.
  Leitung Achim Haid-Loh, Katrin Normann
  Teilnehmerzahl 18
  Datum  14.07.2010 - 11.00 h bis
16.07.2010 - 17.30 h              - findet nicht statt -
  Kursgebühr € 360,--
   
 
Prozesssteuerung in der Paartherapie 
Supervisionsseminar mit erlebnisaktivierenden Methoden
  Paarprobleme sind meist komplexer Natur und selten durch einfache Lösungen zu verändern. Angesichts der Vielzahl der Themen und Geschichten kann man leicht den Überblick verlieren oder sich vorschnell auf eine Seite schlagen. Von besonderer Bedeutung ist daher die Steuerung des therapeutischen Prozesses, für den in erster Linie der Therapeut verantwortlich ist. Hierfür liegen interessante praxisrelevante Modelle vor. 

Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit hierzu Fälle aus der eigenen Praxis einzubringen und zu bearbeiten. Dabei kommen erlebnisaktivierende Methoden zum Einsatz, die eine Atmosphäre stiften, in der Selbsterkenntnis und Lösungen aus dem Gruppenprozess heraus entstehen. Dadurch kann Fallsupervision zu einer aufregenden, tiefgehenden und nützlichen Sache werden.

Bausteine:
Einführung in das Konzept erlebnisaktivierender Fallsupervision
Die Formulierung von Anliegen
Das Thema des Teilnehmers lebendig werden lassen
Erlebnisaktivierung durch erlebnisaktivierende Experimente und Übungen
Austausch in der Gruppe
Theoretische Einordnung und Generalisierung
Die wichtigsten Steuerungsmodelle im Überblick

Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
 
  Zielgruppe Ehe-, Paar- und FamilienberaterInnen sowie niedergelassene
PaartherapeutInnen.
  Leitung Dr. Roland Weber
  Teilnehmerzahl 18
  Datum  14.10.2010 - 10.00 h bis 
15.10.2010 - 17.00 h
  Kursgebühr € 300,--
  Anmeldung  
  
 
Vergessen - Vergeben - Verletzt zusammen weiterleben?
Zum Umgang mit Verletzungen aus paartherapeutischer Perspektive
  Werde ich es je schaffen, mit dieser Enttäuschung fertig zu werden? Meinem Mann nicht mehr vorzuwerfen, dass er mich damals so hintergangen hat? Meiner Frau diesen Betrug zu verzeihen? In Beratung und Therapie wird man immer wieder mit derartigen Fragen konfrontiert. Gegenüber sitzen dann zumeist jüngere Paare oder Menschen mittleren Alters, die aufgrund aktueller Verletzungen professionelle Hilfe suchen. Es kommen aber auch ältere Paare, denen ehemals verdrängte bzw. aufgeschobene Ereignisse aus der Vergangenheit wieder zu Bewusstsein kommen; dies nicht nur, aber auch als Begleitsymptom einer Depression.

Im Titel dieses Kurses „Vergessen - Vergeben - Verletzt zusammen weiterleben?“ ist die Option der Trennung nur indirekt enthalten. Paare, die zur Therapie kommen, suchen zunächst nach Wegen, Verletzungen und Enttäuschungen so zu verarbeiten, dass sie zusammen weiterleben können. Erst wenn dies nicht gelingt, geht es um Trennung oder Scheidung. Hier zeigt die therapeutische Erfahrung, dass sowohl jüngere Paare als auch ältere Paare in jungen Beziehungen sich leichter trennen als ältere Paare in Langzeitbeziehungen. Diese beenden eher die Paarberatung oder halten am Status quo fest („verletzt zusammen weiterleben“), bevor Sie den endgültigen Bruch ihrer Ehe riskieren. Immer wieder glücken aber auch Verzeihen und Versöhnen, wodurch eine Art Neuanfang in der Paarbeziehung möglich wird.

Themenschwerpunkte
Therapeutische Konzepte zur Unterstützung der Be- und Verarbeitung von Verletzungen. 
Verzeihen und Vergeben - Elemente der Handlungslogik der Liebe.
Der zwiespältige Bedeutungskontext des „Vergebens“: Wäre die Schwelle, sich auf einen 
   Vergebungsprozess einzulassen, für Klienten und Therapeuten etwas niedriger, wenn der 
   Anspruch, den der Begriff nahelegt, etwas bescheidener wäre? 
Unterschiedliche Therapieverläufe veranschaulichen das breite Spektrum im Umgang mit 
   Verletzungen.

Ziele
Nach diesem Kurs werden Konzepte für Beratung und Therapie zur Verfügung stehen, mit deren Hilfe die Verarbeitung von Verletzungen unterstützt werden kann. Es geht nicht um Traumatherapie, sondern um die Prozesse von Verzeihen/Vergeben im Kontext einer Liebesbeziehung.

Methodik
Anhand von Kurzreferaten und Gruppendiskussionen, Falldemonstrationen aus der Paartherapie, wenn möglich mit Video und Rollenspiel, gern auch anhand der Erfahrung der Teilnehmenden, wird das Thema praxisnah und klinisch relevant vermittelt.

Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
 
  Zielgruppe Beraterinnen und Berater aus der Paar-, Ehe-, Familien-, 
Lebens- und Erziehungsberatung sowie PsychotherapeutInnen. 
  Leitung Prof. Dr. Astrid Riehl-Emde
  Teilnehmerzahl 20
  Datum  11.11.2010 - 19.00 h bis
13.11.2010 - 12.30 h
  Kursgebühr € 280,--
  Anmeldung