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- Fort- u. Weiterbildung
- Seminare
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Kinder
und Jugendliche |
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„Wahnsinnskinder und Kinder frühgestörter Eltern“ |
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Psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie, Depressionen, bipolare Störungen, Sucht oder schwerwiegende Persönlichkeitsstörungen eines oder beider Elternteile stellen erhebliche Risikofaktoren für die psychische Entwicklung eines Kindes dar:
Verwirrung durch projektives Einbezogensein in die psychotische Welt eines Elternteils
Schuldgefühle des Kindes wegen vermeintlicher eigener Verursachung der Krankheit
dadurch Übernahme von elterlichen Versorgungsaufgaben
(Parentifizierung),
mit daraus resultierender eigener Vernachlässigung
Entwicklung einer Partner-Ersatzrolle, besonders bei allein erziehenden Eltern
durch Grenzüberschreitungen: Misshandlung und Missbrauch
durch hochambivalente Beziehungsangebote von Seiten von Eltern mit
Borderline-Persönlichkeitsstörungen
durch Empathiestörungen bei Eltern mit narzisstischen Persönlichkeitsstörungen
durch Beschämung ausgelöster Rückzug und soziale Isolation
Diese fremden, bedrohlichen Erfahrungen der Kinder haben erheblichen Einfluss auf die weitere Persönlichkeits- und Beziehungsentwicklung im Jugendlichen- und Erwachsenenalter.
Die Probleme der Kinder werden wegen der oft dramatischen Ereignisse um den kranken Elternteil (Ehekrisen, Trennung der Eltern, Krankenhaus-Noteinweisungen etc.) leicht übersehen. Selten kommt es zu einer familienübergreifende Zusammenarbeit zwischen Psychiatrie, Jugendamt und Erziehungsberatungsstellen, um familiäre und evtl. zusätzliche Ressourcen von außen zu mobilisieren.
Arbeitsweise
Einleitendes Referat. Anhand eines Dokumentarfilmes („Die Wahnsinnskinder“) zur Situation der Kinder psychisch kranker Eltern sollen in Kleingruppenarbeit familienübergreifende kooperative Handlungsoptionen erarbeitet werden. „Fall“beispiele - auch „erwachsener“ Kinder psychisch kranker Eltern - der Teilnehmenden sind willkommen.
Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Diploms
Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Seminar wird im Rahmen des IFB-Diploms als Vertiefungskurs anerkannt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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BeraterInnen in integrierten familienorientierten,
Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Kinder- und
JugendlichenpsychotherapeutInnen. |
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Leitung |
Dr. Terje Neraal |
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Teilnehmerzahl |
22 |
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Datum |
19.02.2010 - 14.30 h bis
20.02.2010 - 16.00 h |
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Kursgebühr |
€
210,-- |
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Anmeldung |
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Rolle und Verantwortung einer „Erfahrenen Fachkraft nach § 8a“ im neuen Bundeskinderschutzgesetz |
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Schwerwiegende Fälle von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, die durch sich häufende Presseveröffentlichungen in die öffentliche Diskussion gelangt sind, haben heftige Debatten über die Verantwortung des Jugendamtes wie die von professionellen BeraterInnen und HelferInnen ausgelöst.
Gleichzeitig wird mit der geplanten Novellierung des § 8a SGB VIII die Verpflichtung der Jugendhilfe zum vorrangigen Schutz von Kindern konkretisiert und verschärft.
Liegen sogenannte „Hinweise“ oder gar „gewichtige Anhaltspunkte“ für eine Kindeswohlgefährdung vor, sind die zuständigen Fachkräfte zu einer konkreten Einschätzung des Gefährdungsrisikos und zum Handeln verpflichtet.
Von den Fachkräften der Erziehungs- und Familienberatungsstellen erfordert dies, sich verstärkt mit der eigenen Wahrnehmung und Bewertung von Anhaltspunkten der Kinderwohlgefährdung als auch mit der Gestaltung von Elterngesprächen und angemessen Formen der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erziehungsberechtigten in diesen Konflikten auseinander zu setzen:
Was sind sogenannte „gewichtige Anhaltspunkte“, die die fallführende Fachkraft
zum Handeln zwingen?
Welche Kriterien erlauben ein reales Gefährdungsrisiko angemessen einzuschätzen?
Wann und wie und von wem muss das Jugendamt eingeschaltet werden?
Wann und wofür können Beraterinnen und Berater persönlich haftbar gemacht werden?
Wie können rechtliche Rahmenbedingungen und Regelungen (Verträge, Vereinbarungen)
zwischen den freien Trägern von Beratungseinrichtungen und Jugendämtern optimal
gestaltet werden, damit Beraterinnen und Berater als „insoweit erfahrene Fachkräfte“
einen wirksamen Beitrag zum Kinderschutz leisten können, ohne die Qualität ihres
angestammten Versorgungsauftrags zu gefährden?
Thematische Schwerpunkte sind:
Anlass und Zielsetzung des § 8a SGB VIII, Rechtsgrundlagen des Kinderschutzes
Straf- und haftungsrechtliche Konsequenzen - Datenschutz und Schweigepflicht
verschiedene Formen der Kindesmisshandlung (Vernachlässigung, körperliche,
psychische, sexuelle Gewalt, Auswirkungen häuslicher Gewalt etc.)
Grundlagen und Formen der Risikodiagnostik unter Berücksichtigung
entwicklungspsychologischer, familiendynamischer und lebensweltbezogener
Risikofaktoren
Ressourcenorientierte Hilfsangebote für Kinder und Eltern
Adäquate Formen der Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erziehungsberechtigten
Arbeitsweise
Einführende Kurzvorträge mit Arbeitsmaterialien, Wechsel von Gesamtgruppen- und Kleingruppenarbeit mit Rollenspielen, Bearbeitung von Fallbeispielen.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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Beratende aus integrierten familienorientierten Beratungsstellen, Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Psychologischen Beratungsstellen, Schwangeren- und Schwangerschafts- konfliktberatungsstellen sowie Fachkräfte aus anderen Einrichtungen der Jugendhilfe, die als „insoweit erfahrene Fachkräfte“ des Kinderschutzes tätig werden wollen oder müssen. |
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Leitung |
Achim Haid-Loh,
Sigrid Richter-Unger |
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Teilnehmerzahl |
18 |
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Datum |
09.02.2010 - 13.00 h bis
11.02.2010 - 18.00 h |
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Kursgebühr |
€
320,-- |
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Anmeldung |
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Datum |
25.05.2010 - 13.00 h bis
27.05.2010 - 12.00 h |
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Kursgebühr |
€
320,-- |
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Anmeldung |
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Vertiefungskurs für erfahrene Fachkräfte im Kinderschutz -
Chancen und Risiken der externen Aufgabenwahrnehmung nach § 8a |
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Seit der Einführung des § 8a im SGB VIII im Oktober 2005 sind in vielen Städten und Kreisen Konzepte zum Umgang mit Kinderschutzfällen entwickelt worden. Träger der freigemeinnützigen Jugendhilfe haben eigene Verfahrensweisen entwickelt und Kinderschutzbeauftragte oder „insofern Erfahrene Fachkräfte“ (isFK) benannt.
Was aber hat sich in der täglichen Praxis verändert? Hat die größere Aufmerksamkeit dazu geführt, dass Fachkräfte tatsächlich mehr Fälle von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung wahrnehmen oder geht es ihnen eher um die Intensivierung der Supervisionsmöglichkeiten in „schwierigen Fällen“?
Wie gelingt es den Fachkräften, einerseits wirksam zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten und andererseits die Persönlichkeitsrechte der Hilfesuchenden zu wahren?
Helfen Manuale und Checklisten die Qualität der Prozesse in Kinderschutzfällen wirklich wirksam zu erhöhen oder geht es vornehmlich um eine bessere rechtliche Absicherung durch Verfahrensvorschriften?
Anhand von Fallbeispielen („best practice-Modelle“) wollen wir überprüfen, was sich verändert hat und welche Kooperationsmodelle sich wirklich bewährt haben.
Thematische Schwerpunkte
Unterschiedliche Modelle zum Kinderschutz
Einbeziehung der Kinder, Jugendlichen und Eltern in die „Verdachtsabklärung“
Kooperation von Schule, Jugendhilfe und Gesundheitswesen
Fallführung und Fallverantwortung - Rollen und Rollenkonflikte
Konfliktmanagement bei Dissens: Was bewirken unterschiedliche Einschätzungen
von fallführender Kraft, isFK und Leitungsverantwortlichen?
Wer hat über wen die
Fach- und Dienstaufsicht?
Qualitätszirkel und Supervision für die „insofern Erfahrene Fachkraft“
Arbeitsweise
Einführende Kurzvorträge, Demonstrationen und Rollenspiele, Intervention von Erfahrungen als „Erfahrene Fachkraft“, Möglichkeit zur Supervision von eigenen Fällen der TeilnehmerInnen in der Gruppe.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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Fachkräfte der Jugendhilfe und der institutionellen Beratung,
insbesondere in der Rolle der sogenannten „Erfahrenen
Fachkraft“ nach § 8a. |
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Leitung |
Achim Haid-Loh,
Sigrid Richter-Unger |
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Teilnehmerzahl |
18 |
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Datum |
19.01.2010 - 14.30 h bis
21.01.2010 - 18.00 h
-findet nicht statt- |
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Kursgebühr |
€
320,-- |
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Therapeutisches Spiel und Beratung mit Kindern und Jugendlichen |
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Die psychotherapeutische Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen erfordert einen eigenständigen diagnostischen und methodischen Zugang. Um das kindliche Spiel und die Inszenierungen des Jugendlichen im Beratungsprozess so zu beantworten, dass Konfliktbewältigung und Persönlichkeitsreifung möglich werden, muss der Berater verschiedene, oft sehr komplexe Aufgaben übernehmen: so muss er in der Lage sein, sich empathisch auf die Spielwelt des Kindes oder die Inszenierungen des Jugendlichen einzulassen und zugleich seine eigenen Gefühle unter Kontrolle zu halten. Dies setzt ein profundes Verständnis für Übertragungsprozesse einerseits und eine stabile Selbstregulation des Beraters andererseits voraus.
Themenschwerpunkte
1. Tiefenpsychologische Diagnostik
Anhand von Spielszenen, Inszenierungen und mit Hilfe unterschiedlicher projektiver Tests (SET, Familie in Tieren, Baumzeichentest) werden diagnostische Überlegungen zum Stand der Ich-Entwicklung und zur zentralen innerpsychischen Konfliktdynamik des Kindes/Jugendlichen angestellt.
2. Kinder- und Jugendlichenberatung im Prozess
In Spielen und Inszenierungen können Kinder und Jugendliche beispielsweise Erinnerungen bearbeiten und integrieren, sie können Zukunft entwerfen und ausprobieren. Diese Mentalisierungsprozesse können nicht ohne weiteres verstanden werden, da sie psychischen Überarbeitungen unterliegen, die entschlüsselt und verstanden werden müssen. Vor dem Hintergrund der Beziehungsdynamik zwischen BeraterIn und Kind wird ein Verständnis für den symbolischen Ausdrucksgehalt verschiedener Spielformen (Rollenspiel, Regelspiel, symbolisches Spiel) und spontaner Produkte (Zeichnungen, Knetarbeiten, Basteleien) erarbeitet.
Methodik der Anfangsphase
Wie können spontane Symbolisierungen und Spieläußerungen des Kindes verstanden und beantwortet werden?
Welche Formen sprachlicher Interventionen stehen uns zur Verfügung?
Methodik der Mittelphase
Wie äußern sich Abwehr- und Widerstandsphänomene, wie lassen sie sich verstehen und welche Interventionen sind angemessen?
Welche therapeutische Haltung erlaubt einen angemessenen Umgang mit aggressiven, grenzüberschreitenden, ängstlichen und depressiven Kindern und Jugendlichen?
3. Elternarbeit im getrennten Eltern-Kind Setting
Wie kann unter Beachtung der Schweigepflicht die Arbeit mit Eltern und Kindern/Jugendlichen produktiv gestaltet werden?
Ziel der Fortbildung
Erlernen diagnostischer und methodischer Elemente in der Einzelarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Anwendung des szenischen Verstehens als zentrales diagnostisches Arbeitsmittel.
Arbeitsweise
Theorievermittlung
Demonstration methodischer Schritte
Üben und Erproben der Methoden des therapeutischen Spiels im Rollenspiel
Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Diploms
Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Seminar wird im Rahmen des IFB-Diploms als Vertiefungskurs anerkannt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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Fachkräfte der Ehe-, Familien-, Lebens-, Erziehungs- und Jugendberatung sowie Absolventen des IFB-Curriculums.
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Leitung |
Gabriele
Lennarz,
Dr. Ingeborg
Volger |
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Teilnehmerzahl |
18 |
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Datum |
22.03.2010 - 15.00 h bis
27.03.2010 - 12.30 h
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Kursgebühr |
€ 550,-- |
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Anmeldung |
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Zur Psychodynamik von Lern- und Leistungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen - Leserechtschreib- und Rechenschwächen in der Beratung |
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Inhalt:
Im Bereich von Lern- und Leistungsstörungen oder allgemeinen Schulschwierigkeiten wollen wir uns mit einem psychodynamischen Verständnis speziell von Leserechtschreib- und Rechenschwächen beschäftigen. Das zielt auf ein Verstehen der einzelnen Symptome (z. B. verschreiben, verlesen, verrechnen) als Hinweise auf ungelöste seelische Probleme der Betroffenen. Es wird erläutert und anschaulich dargestellt, wie ein solches Verständnis nachhaltige Konsequenzen für den praktischen Umgang mit diesen Störungen hat.
Dabei werden wir die innerseelische Dynamik von Störungen ansehen, die üblicherweise z.B. durch einschlägige Tests als „Schreib-, Lese- oder Rechenfehler“ bezeichnet werden. Es geht um das psychodynamische Verstehen von Fehlleistungen und daraus abgeleitet um den beraterischen Umgang mit dieser Symptomatik.
Es handelt sich um eine theoriebegleitete praxisorientierte Fortbildung in der Gesamtgruppe: Theorieinput wird an praktischen Beispielen exemplifiziert. Fallbeispiele werden daraufhin angeschaut, ob die darin angewandte Theorie (wieder) auffindbar ist.
Wünschenswert wäre, wenn alle Teilnehmenden Beispiele aus ihrem Arbeitsbereich einbringen und sich auf eine persönliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Beispielen einlassen könnten.
Literatur zur Vorbereitung:
Bauriedl, T. (1994): Auch ohne Couch: Psychoanalyse als Beziehungstheorie und ihre
Anwendungen, Stuttgart
Bettelheim, B. (1977): Kinder brauchen Märchen, Stuttgart
Grüttner, T. (1999): Helfen bei Legasthenie. Verstehen und üben, text-o-phon Verlag
GmbH, Wiesbaden
Grüttner, T. (2002): Das Symptom Legasthenie als Ausdruck von Beziehungsstörung - eine
Angelegenheit für die ganze Familie, in: Psychoanalytische Familientherapie, Nr. 4, 2.Jg.
2002, Heft 1, S. 83-106
Grüttner, T. (2004), Erziehungsschwierigkeiten und LRS, in: Lese-Schreibschwäche:
Vorbeugen, Erkennen, Helfen, hg. A. Möckel, E. Breitenbach, W. Drave, H. Ebert, edition
bentheim Würzburg
Mertens, E. (2002): Psychoanalyse der Lese- und Rechtschreibschwäche: Behandlung und
Theorie der Legasthenie
Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Diploms
Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Seminar wird im Rahmen des IFB-Diploms als Vertiefungskurs anerkannt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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Beratende aus der Erziehungs- und Familienberatung sowie Jugendhilfe, Kinder- und
JugendlichenpsychotherapeutInnen.
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Leitung |
Dr. Tilo Grüttner |
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Teilnehmerzahl |
20 |
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Datum |
26.03.2010 - 14.30 h bis
28.03.2010 - 12.30 h
- findet nicht statt -
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Kursgebühr |
€ 280,-- |
Eltern-Kind-Beratung bei frühen Interaktionsstörungen |
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Konzept
Wie in der Musik durch Rhythmus, Klang, Dynamik und Form, Vorstellungen und Empfindungen transportiert werden, so ist auch die frühe Kommunikation zwischen Eltern und Kind von "musikalischen" Elementen geprägt. Über die Klangfarbe der Stimme, den Rhythmus der Bewegungen, die Dynamik und Form der Handlungen vermitteln Eltern ihrem Kind präverbale Botschaften, die das kleine Kind aufnimmt und darauf reagiert. Ein gelungenes Beziehungsgeschehen zwischen Eltern und Kind ist dadurch gekennzeichnet, dass die "Musik", die sie miteinander spielen, aufeinander abgestimmt ist. Kleine Kinder nehmen, entsprechend ihrem Entwicklungsalter, Ereignisse auf sensorischer Ebene wahr, passen sich in ihrem Verhalten dem affektiven Niveau ihrer Eltern an und teilen sich nichtsprachlich mit. Viele Eltern erleben sich oft als hilflos und überfordert, sie sind häufig selbst sehr bedürftig und psychisch belastet und "verstehen" ihre Kinder nicht. Es kommt zu sich wiederholenden Missverständnissen. Gemeinsame spielerische Abstimmungsprozesse sind immer seltener oder sind vollständig unterbrochen. Ist der emotionale Austausch zwischen Eltern und Kind gestört, können z. B. unstillbares Schreien, übermäßige Aggressivität oder Sprachentwicklungsstörungen eine Folge sein.
Um Dysregulationen des frühen Gefühlsaustausches möglichst rechtzeitig zu unterbrechen, hat sich in den letzten Jahren ein eigenständiges therapeutisch-beraterisches Konzept entwickelt, in dem Eltern im gemeinsamen Spiel mit ihrem Kind sensibilisiert werden für die kommunikativen Wünsche und Bedürfnisse ihres Kindes.
Inhalt
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit folgenden thematischen Schwerpunkten:
Psychischen
Verarbeitung früher Erfahrungen
Frühe
Eltern-Kind-Beziehung
Merkmale
gelungener affektiver Kommunikation
Besonderheiten
der Eltern-Kind-Beratung
Therapeutische
Interventionen bei frühen Interaktionsstörungen
Sensibilisierung
der Eltern für Signale der Kinder
Integration
der Eltern in einem spielerischen Prozess mit dem Kind
Die
Rolle des Beraters und spezifische Übertragungs-
Gegenübertragungs-
konstellationen im Eltern-Kind-Setting
Arbeitsweise
Die Arbeitsweise ist praxisorientiert und verbindet Informationsvermittlung und gemeinsame Reflektion mit Rollenspielen und Videodemonstrationen. Es wird ausreichend Zeit sein, an Beispielen und Erfahrungen der Teilnehmenden zu arbeiten.
Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Diploms
Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Seminar wird im Rahmen des IFB-Diploms als Vertiefungskurs anerkannt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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Fachkräfte der Ehe-, Familien-, Lebens-, Erziehungs- und
Jugendberatung sowie Absolventen des IFB-Curriculums
niedergelassene PsychotherapeutInnen und Kinder- und
JugendlichenpsychotherapeutInnen. |
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Leitung |
Katrin Stumptner |
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Teilnehmerzahl |
18 |
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Datum |
22.04.2010 - 15.00 h bis
24.04.2010 - 12.30 h |
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Kursgebühr |
€
280,-- |
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Anmeldung |
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„Hörst Du das kleine Nashorn weinen?“
- ein psychodramatischer Interventionsansatz mit Tierfiguren bei Kindern im
Trennungs-/Scheidungskonflikt |
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Konzept
Trennung und Scheidung gehören für Kinder und Jugendliche zu den kritischsten Lebensereignissen, die sie so sehr belasten, dass sie alle zur Verfügung stehenden Ressourcen benötigen. Meist sind Eltern in dieser Situation selbst so belastet, dass sie nicht angemessen auf ihre Kinder reagieren können. Daher stellt eine Trennung der Eltern ein hohes Entwicklungsrisiko für Kinder dar. Wie wichtig hier professionelle Hilfe ist, zeigt die Tatsache, dass ein Kind nach Trennung oder Scheidung ein 30fach höheres Risiko hat, später in einem Heim untergebracht zu werden. Auch in den Erziehungsberatungsstellen haben über 40% der vorgestellten Kinder eine Trennung ihrer Eltern erlebt.
Eltern kommen in die Beratung, weil ihr Kind nach der Scheidung Probleme macht, und wollen, dass es möglichst schnell symptomfrei wird. Oder sie klagen, dass das Kind nach dem Besuch beim anderen Elternteil völlig durcheinander sei, und wünschen, die Besuche einzustellen. Oder sie kommen, weil das Kind den Besuch verweigert oder Probleme mit dem neuen Partner hat. Andere fordern den Umgang ein und klagen, dass der andere Elternteil die Kontakte boykottiert.
Da Kinder im Trennungs- und Scheidungskonflikt das schwächste Glied sind und den höchsten Preis zahlen, muss eine Beratung der Kinderperspektive und dem Kindeswohl verpflichtet sein.
Inhalt
In diesem Seminar wird die Methode des Kinderpsychodramas an Beispielen von Trennungs-/
Scheidungskonflikten vorgestellt. Auf spielerische Weise werden die Bedürfnisse und Reaktionen mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern thematisiert und visualisiert. Über Tierfiguren können die heftigen Gefühle, die die Trennung der Eltern auslösen, wie Trauer und Angst, Wut und Rache, Verlust und Kränkung, Sehnsucht und Verzweiflung externalisiert und gemeinsame Lösungen erarbeitet werden.
Über diese emotionale Ebene lassen sich Eltern eher von den berechtigten Anliegen ihrer Kinder berühren, verstehen ihre heftigen Gefühle und können sie leichter akzeptieren. Auch sie sind eher bereit, an einer besseren Umgangslösung zu arbeiten.
In diesem Workshop beschäftigen wir uns darüber hinaus
mit den Konflikten, die bei den Besuchen beim getrennten Elternteil entstehen können,
mit den Problemen mit neuen Partnern und zusammengesetzten Familien,
mit den Konflikten, die durch ein psychisch krankes, suchtkrankes, gewalttätiges oder
missbrauchendes Elternteil hervorgerufen werden.
Arbeitsweise
Die Arbeitsweise ist praxisbezogen und orientiert sich an den Beratungserfahrungen der Teilnehmenden. Der psychodramatische Ansatz wird zunächst an einem Fallbeispiel demonstriert und anschließend in verschiedenen Übungsbeispielen praktiziert. An Fallbeispielen aus der Beratungspraxis der Teilnehmenden wird gezeigt, wie verschiedene Probleme und Schwierigkeiten in der Trennungs-/Scheidungssituation mit den Tierfiguren thematisiert und behandelt werden können. Diese Interventionen können im Rollenspiel ausprobiert werden. Abschließend sollen Fragen der Einsatzmöglichkeiten und auch der Grenzen erörtert werden.
Literaturhinweis
Aichinger, A.: Die Sehnsucht des kleinen Bären, Informationen für
Erziehungsberatungsstellen, 1/2006, S.16-25
Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Diploms
Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Seminar wird im Rahmen des IFB-Diploms als Vertiefungskurs anerkannt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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Fachkräfte der Ehe-, Familien-, Lebens-, Erziehungs- und Jugendberatung sowie Absolventen des IFB-Curriculums. |
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Leitung |
Alfons Aichinger |
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Teilnehmerzahl |
20 |
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Datum |
14.05.2010 - 14.30 h bis
16.05.2010 - 12.30 h |
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Kursgebühr |
€ 280,-- |
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Anmeldung |
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„Mit einem Netz ohne Löcher fängt man dicke Fische …“
Netzwerkmanagement für Frühe Hilfen und effizienten Kinderschutz |
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Die aktuelle Diskussion über Kindeswohlgefährdungen macht eindrücklich die Notwendigkeit deutlich, gefährdete Kinder und Familien möglichst frühzeitig zu erreichen und nachhaltige Hilfen zu vermitteln.
Hierzu ist der Aufbau eines effektiven professionellen Netzwerks erforderlich, in dem nicht nur Einrichtungen und Dienste aus dem sozialen, pädagogischen und therapeutischen Bereich, sondern auch Ärzte und medizinische Einrichtungen sowie Schulen vertreten sind. Zentral ist der Brückenschlag zwischen der Jugend- und Familienhilfe und dem Gesundheitsbereich.
Dabei geht es nicht nur darum, gefährdete Kinder und Familien frühzeitig zu erfassen und bei erkennbarer oder vorliegender Kindeswohlgefährdung ein abgestimmtes Vorgehen auf dem Hintergrund des § 8a SGB VIII zu gewährleisten, sondern wirklich auch eine Förderung des Kindes zu erreichen, Ressourcen auszuschöpfen und die Elternkompetenz niederschwellig zu stärken.
Die Ergebnisse der Resilienzforschung, die sich ja gerade aus Lebensläufen von Hochrisikofamilien ergeben haben, lassen sich hierbei systematisch nutzen, ebenso der gemeinsame Blick aufs Kind, auf seine Kompetenzen und Bedürfnisse. So haben sich positive Effekte schon dadurch ergeben, dass zwischen Mutter und Erzieherin regelmäßig kindzentrierte Gespräche stattgefunden haben oder in Fallsupervisionen frühzeitig eine ressourcenorientierte Zielvereinbarung erfolgt ist.
Die Schwerpunkte der Fortbildung liegen zum einen im Aufbau einer effektiven Netzwerkstruktur für Risikogruppen im Kleinkind- und Vorschulalter, zum anderen in einer
ganzheitlichen Fallsteuerung (Monitoring), die Lücken und Abbrüche vermeidet und in der Erweiterung von Möglichkeiten
Früher Hilfen, die wirklich entwicklungsfördernd und kindzentriert sind.
Schließlich geht es auch um einen persönlichen Erfahrungsaustausch:
Wie gehe ich selbst mit Kindeswohlgefährdungen um?
Wie schätze ich Risiken ein?
An wen wende ich mich?
Welche Interventionsmöglichkeiten habe ich und wie sieht mein eigenes Netzwerk aus?
Erfahrungen im Aufbau einer Netzwerkstruktur in Freiburg und aus anderen Projekten werden eingebracht.
Vorgehensweise
Informationen über Wirksamkeitskriterien im Netzwerkaufbau
Analyse von Potentialen und Lücken in der eigenen Netzwerkstruktur
Möglichkeiten einer ressourcenorientierten Fallsteuerung
Phasenmodell der Intervention bei Kindeswohlgefährdung
Erfahrungsaustausch und erweiterte Möglichkeiten Früher Hilfen
Arbeitsweise
Informationsvermittlung
Beispielhafte Projekte
Fallarbeit/Supervision
Erfahrungsaustausch
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Zielgruppe
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Fachkräfte aus der Erziehungs- und Familienberatung, den Sozialen Diensten, der Frühförderung und -pädagogik sowie ÄrztInnen und
PsychotherapeutInnen. |
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Leitung |
Wolfgang Jaede |
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Teilnehmerzahl |
18 |
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Datum |
23.08.2010 - 11.00 h bis
24.08.2010 - 18.00 h |
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Kursgebühr |
€ 240,-- |
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Anmeldung |
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„Was wollen Sie eigentlich von mir?“
- Schwierige Beratungsprozesse mit Jugendlichen -
Normale Entwicklungskrise oder schwere Persönlichkeitsstörung? |
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Jugendliche kommen häufig unwillig und auf Geheiß der Eltern in die Beratung. Sie sind primär misstrauisch, dass eine psychotherapeutische Beratung vor allem dazu diene, sie im Interesse der Eltern zu manipulieren. Eine zweite Schwierigkeit besteht darin, dass Beratung oft aus dramatischen Situationen heraus aufgesucht wird und schwer zu entscheiden ist, ob die lärmende Symptomatik Ausdruck einer zugespitzten familiären Konfliktsituation, einer adoleszenten Ablösungs- und Autoritätskrise oder vielmehr Anzeichen für eine tiefer gehende, die Entwicklung schwerwiegend gefährdende psychische Störung ist. Die Beratung und Behandlung wird je nach Fallkonstellation sehr unterschiedliche Formen annehmen müssen.
Komplizierend kommt hinzu, dass bei Adoleszenten auf der einen Seite oft Flexibilität hinsichtlich des Settings erforderlich ist, andererseits die Jugendlichen aber auch dringend verbindliche Strukturen benötigen. Wie ist die Beziehung zum Berater auszutarieren zwischen Autonomiebedürfnis, Autoritätskonflikten und der Suche nach Orientierung? Wo endet das gesunde Misstrauen gegenüber Erwachsenen und wo beginnt eine pathologische Verfestigung innerer Konflikte, die zu einer Ablehnung von Behandlung und Beratung führen? Was ist von Gewaltfantasien oder von gewalttätigem Verhalten zu halten, wie kann man mit Drogenmissbrauch umgehen?
Diese und ähnliche Fragen sollen einerseits in Vortrag und Diskussion diskutiert werden, andererseits anhand von Fallbeispielen im Seminar reflektiert werden.
Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, eigene Fälle aus der Beratung mit Jugendlichen vorzustellen. Anhand konkreter Falldarstellungen und deren Supervision sollen typische Problemkonstellationen und angemessene Vorgehensweisen erörtert werden.
Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Diploms
Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Er wird im Rahmen des IFB-Diploms als Vertiefungskurs anerkannt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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Berater, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Kinder- und Jugendpsychiater, Erwachsenenpsychotherapeuten und -psychiater, die öfters mit Jugendlichen zu tun haben. |
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Leitung |
Prof. Dr. Michael Günter,
Achim Haid-Loh |
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Teilnehmerzahl |
18 |
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Datum |
23.09.2010 - 11.00 h bis
24.09.2010 - 18.30 h
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Kursgebühr |
€ 290,-- |
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Anmeldung |
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Die „unerhörten“ Botschaften der Kinder mit ADHS
- Symptome verstehen, Beziehungen verändern - |
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Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität stellen bei Kindern ein unspezifisches „Syndrom“ dar, hinter dem sich die unterschiedlichsten biologischen, psycho-, familien- und soziodynamischen Ursachen verbergen.
Von Anfang der Entwicklung an versuchen Kinder durch Ausdrucksmotorik (im Unterschied zur Leistungsmotorik) der Umgebung innere Befindlichkeit mitzuteilen. Bei einer ungestörten Empathie und Bindungsdynamik in der Eltern-Kind-Beziehung gelingt es den Erwachsenen, die motorisch gezeigten Spannungen des Kindes zu entschlüsseln. Daraufhin können adäquate Maßnahmen zur Entspannung bereitgestellt werden. Wenn aber aufgrund eigener Unsicherheiten oder fehlender Ressourcen der Eltern die Einfühlung in den Säugling unzureichend gelingt, entstehen frühe Symptome (Schlaf- und Gedeihstörungen, „Schreikinder“), die eine große Hilflosigkeit und Ohnmacht bei den Eltern hervorrufen. Daraus können Situationen resultieren, in denen das Kind traumatische Erfahrungen von Vernachlässigung, Misshandlungen und Missbrauch ausgeliefert wird.
Bei zu engen frühen Beziehungen zwischen dem Kind und einem Elternteil, in denen die frühe Triangulierung nicht zustande kommt, können beziehungsdynamische „Verklebungen“ auch zu motorischer Unruhe und mangelnder Aufmerksamkeit beim Kind führen. Auch spätere Krisen in der Familie können Spannungen beim Kind auslösen, die sich in Unaufmerksamkeit und motorischer Unruhe ausdrücken.
Die unterschiedlichen Hintergründe der ADHS-Störung erfordern eine sorgfältige Anamnese-Erhebung (z. B. Berücksichtigung von szenischer Darstellung, Übertragungs-/Gegenübertragungs-dynamik, Situationsdiagnostik, Bewältigungsstrategien etc).
Entsprechend den unterschiedlichen Ursachen der Unruhe und Unaufmerksamkeit werden Beratung bzw. Therapie individuell und bedürfnisangepasst konzipiert. Bei einem beziehungsdynamischen Ansatz können Störungen sowohl innerhalb der Familienbeziehungen wie im weiteren sozialen Umfeld (Kindergarten, Schule, Freunde) als auch in der Beziehung zum Beratenden/Therapeuten reflektiert und bearbeitet werden (Arbeit in unterschiedlichen Settings wie z. B. Einzelberatung mit Kind, Eltern-, Familienberatung, kreative Gruppenarbeit für das Kind, Netzwerkarbeit mit Schule und Kinderarzt).
Das Ziel besteht in der Entwicklung einer besseren Selbst-Wahrnehmung und -Kontrolle aller Beteiligten wie der Ausbildung der Fähigkeit, Wünsche und Ängste verbal auszudrücken.
Arbeitsweise
Theorievermittlung und Arbeit anhand exemplarischer Fallvorstellungen durch den Leiter und die Teilnehmenden.
Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Diploms
Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Seminar wird im Rahmen des IFB-Diploms als Vertiefungskurs anerkannt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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BeraterInnen in integrierten familienorientierten,
Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Kinder- und
JugendlichenpsychotherapeutInnen. |
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Leitung |
Dr. Terje Neraal |
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Teilnehmerzahl |
22 |
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Datum |
25.11.2010 - 18.00 h bis
27.11.2010 - 12.30 h |
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Kursgebühr |
€
280,-- |
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Anmeldung |
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„Wie lange muss ich noch hierher kommen?“
Supervision von Beratungsprozessen mit Kindern und Jugendlichen |
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Themenschwerpunkte sind:
Die zentralen Themen dieses Workshops befassen sich
1. mit den spezifischen Schwierigkeiten der Mittel- und Schlussphase der Beratung mit
Kindern und Jugendlichen und
2. mit den Besonderheiten des getrennten Eltern-Kind
Settings.
Die Mittelphase ist auch bei der Beratung mit Kindern und Jugendlichen ein oft schwieriger Prozess, da Widerstände, Stagnation oder offene Ablehnung des Beratungsangebotes einen Fortschritt im Beratungsprozess behindern können.
Anhand eigener Fälle haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Spiel- und Interaktionssequenzen unter folgenden Aspekten zu reflektieren:
Was ereignet sich gerade in dieser Sequenz?
Wie ist dies hinsichtlich des Fokalkonfliktes zu verstehen?
Welche Ängste blockieren gegebenenfalls ein Fortschreiten der Entwicklung in der Beratung?
Welche Entwicklungsschritte stehen als Nächstes an und welche Interventionen können dabei hilfreich sein?
Die Widerstände in der Arbeit mit dem Kind/Jugendlichen haben auch auf die begleitende Elternarbeit vielfältige Auswirkungen: Einerseits wünschen sich Eltern eine Verbesserung ihres Verhältnisses zum Kind, bzw. dessen Verhaltens, andererseits ist bei Erfolg der Beratung des Kindes/Jugendlichen die Konfrontation mit dem eigenen „vermeintlichen Versagen“ unausweichlich. Dies führt zu verschiedensten Ausweichmanövern: Eltern könnten z. B. den Widerstand ihres Kindes als willkommene Entlastung von eigenen Schuld- und Insuffizienzgefühlen erleben und auf diese Weise zu einer Verfestigung der Stagnation beitragen oder auch Beratungsabbrüche inszenieren.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Gestaltung besonderer Themen und Konflikte des Beendigungs- und Trennungsprozesses mit Kindern und Jugendlichen, sowie deren Eltern am Ende der Beratung.
Diese spezifischen Schwierigkeiten sollen eingehend anhand der Fälle der Teilnehmenden erörtert und Interventionstechniken entwickelt und erprobt werden. Zentraler diagnostischer Zugang wird neben der Betrachtung der jeweiligen Entwicklungsaspekte die Analyse von Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen sein.
Ziel der Fortbildung
Erlernen methodischer Elemente im Beratungsprozess mit Kindern und Jugendlichen.
Vertiefung des Umgangs mit der eigenen Gegenübertragung jenseits von „Spiegeln“.
Entwicklung geeigneter Interventionsformen zur Thematisierung von Gegenübertragung im Beratungsprozess.
Vertiefung des Verständnisses für kindliche Symbolisierungen im Spiel und in kreativen Produktionen.
Vertiefung des Verständnisses für Inszenierungen der Jugendlichen im Beratungsgeschehen.
Entwicklung von Interventionsstrategien zur Arbeit an Widerständen.
Die Bedeutung von Beendigung und Trennung.
Arbeitsweise
Eine abwechslungsreiche Didaktik mit Impulsreferaten, Demonstrationen aus der Praxis analytischer Kindertherapie und Übungen in Kleingruppen mit Rollenspielen werden das Lernen anregend gestalten.
Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Diploms
Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Seminar wird im Rahmen des IFB-Diploms als Vertiefungskurs anerkannt.
Zertifizierung
Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
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Zielgruppe
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Fachkräfte der Ehe-, Familien-, Lebens-, Erziehungs- und
Jugendberatung sowie Absolventen des IFB-Curriculums. |
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Leitung |
Gabriele
Lennarz
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Teilnehmerzahl |
16 |
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Datum |
03.12.2010 - 15.00 h bis
05.12.2010 - 12.30 h |
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Kursgebühr |
€ 280,-- |
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Anmeldung |
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