Evangelisches
Zentralinstitut für
Familienberatung
Berlin
Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung

 

    Psychotraumatologie

 

 

Psychotraumatologie, Traumatherapie, Traumaberatung und -pädagogik
mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
7-teilige curriculare Fortbildung incl. Bindungsmodul (PD Dr. Karl-Heinz Brisch) 


Ziele des Curriculums
Große und auch kleine einmalige oder anhaltende traumatische Lebensereignisse hinterlassen sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen häufig vielfältige posttraumatische Störungsbilder. Auch von Fachkräften werden Symptome als Folge von sehr unterschiedlichen Traumatisierungen nicht immer als solche erkannt. Sie führen unbehandelt vor allem bei Kindern und Jugendlichen oft zu gravierenden Beeinträchtigungen der geistigen, körperlichen und psychosozialen Entwicklung. Damit blockieren sie die volle Entfaltung kognitiver, emotionaler und körperlicher Kompetenzen der Betroffenen, die für die Lebensgestaltung jedes Menschen wichtig sind.

Ziel der curricularen Fortbildung ist die Vermittlung allgemeiner Grundlagen der Psychotraumatologie, Neurobiologie und moderner Konzepte der Trauma-Therapie in Theorie und Praxis. In den einzelnen Modulen werden Erkenntnisse der Neurobiologie und der Bindungs- und Traumaforschung mit dem traumazentrierten und ressourcenorientierten Therapieansatz nach dem KReST™-Modell (Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie) verbunden und vermittelt. Dazu gehören auch entwicklungspsychologische und systemische Aspekte. Die Inhalte der einzelnen Module werden theoretisch und praxisnah in Form von Rollenspielen, Übungen (Training und Selbsterfahrung), Video- und Live-Demonstrationen vermittelt. 

Module
Das Gesamtcurriculum findet in aufeinander aufbauenden Modulen statt. Um die erforderlichen Kompetenzen und Zertifizierungen zur Behandlung traumatisierter Erwachsener, Kinder und Jugendlicher zu erwerben, ist die Teilnahme am gesamten Curriculum erforderlich.

Arbeit in »Peer Groups«
Zwischen den Seminaren arbeiten die TeilnehmerInnen obligat in regionalen »Peer Groups« (drei bis sechs Personen) an mindestens zwei Terminen je drei bis vier Stunden zwischen den Seminarmodulen zusammen.

Supervision
Es werden begleitende Supervisionstage angeboten. Für eine abschließende Zertifizierung sind 
u. a. je nach Berufsgruppe 30 (4 Tage) bzw. 20 (3 Tage) Stunden Fall-Supervision in der Gruppe erforderlich.

Teilnahmebescheinigung für jedes Modul (zur Modulübersicht)

zptn-Zertifikate:
  1. »Psychotraumatologie und traumazentrierte Psychotherapie«
    (für approbierte Psychotherapeuten)
  2. »Psychotraumatologie und Traumatherapie«
    (für Nicht-Approbierte bei Nachweis einer mehrjährigen qualifizierten Fortbildung in einem anerkannten Therapieverfahren incl. Selbsterfahrung, z.B. systemische Familientherapie, Gestalttherapie, Weiterbildung in Ehe-, Familien- und Lebensberatung oder IFB-Weiterbildung)
  3. »Psychotraumatologie / Traumafachberatung / Traumapädagogik«
    (Abschlusszertifikat nach Modulen 1-7)
 
Für eine Zertifizierung gilt als Voraussetzung neben dem beruflichen Status:
  • Intervision / Peergruppenteilnahme:
    Mindestens 7 Termine
  • Gruppensupervision bei ausgebildetem Traumasupervisor:
    Gruppe A. und B.: 30 Stunden, Gruppe C.: 20 Stunden
  • Eigene Fallpräsentationen
  • Abschließende Fallberichte (3 bis 5 Seiten):
    Gruppe A. und B.: 3 Fallberichte, Gruppe C.: 2 Fallberichte
  • Video über Traumakonfrontation mit Screentechnik (nur Gruppen A., B.)

  • Zertifizierung
    Die Zertifizierung wird bei Bedarf durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin beantragt.

     
      Zielgruppe  BeraterInnen aus Ehe-, Familien- und Lebensberatung, 
    Ärztliche und Psychologische PsychotherapeutInnen, Kinder- und JugendlichentherapeutInnen, SeelsorgerInnen und alle Berufsgruppen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten.
      Leitung  Lutz-Ulrich Besser
    Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
    Facharzt für Psychosomatische Medizin,
    Kinder- und Jugendpsychiater
    EMDR-Trainer für Kinder- und Jugendlichentherapie
    Leiter des zptn
      Teilnehmerzahl  30
      Kursgebühr  € 360,-- pro Kurs (insgesamt: € 2.520,--)
      Modul 1  19.07.2010 - 10.00 h bis 21.07.2010 - 17.00 h
      Modul 2  19.11.2010 - 10.00 h bis 21.11.2010 - 17.00 h
      Modul 3 03.02.2011 - 10.00 h bis 05.02.2011 - 17.00 h
      Modul 4 13.05.2011 - 10.00 h bis 15.05.2011 - 17.00 h
      Modul 5 31.10.2011 - 10.00 h bis 02.11.2011 - 17.00 h
      Modul 6 21.01.2012 - 22.01.2012
    Arbeitszeit und genauer Inhalt werden noch bekannt gegeben.
      Modul 7 09.02.2012 - 10.00 h bis 11.02.2012 - 17.00 h 
        

    Traumaberatung Kurs 5

    Traumabearbeitung und Konfrontation mit Screentechnik (KReST)
      Traumatogramme und Therapieplanung (Phase 3)
      Innere Bühne: Bergen verletzter jüngerer „ICH-Anteile"
      Screen-/Bildschirm-Technik: Traumabearbeitung nach dem KReST®-Protokoll,
        Traumasynthese und -integration von Bild, Kognition, Affekt, Körpererinnerung und -reaktion
        bei verschiedenen Formen von Traumata (Video- und Live-Demonstrationen).
      Praktikum mit Rollenspiel und Fall-Vignetten

    Hinweis
    Voraussetzung ist die Teilnahme an den Seminaren 1 bis 4.

    Zertifizierung
    Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
     

      Zielgruppe  Mitarbeitende in Beratungsstellen, PsychotherapeutInnen, SeelsorgerInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, die mit traumatisiertem Klientel zu tun haben.
      Leitung  Lutz-Ulrich Besser
      Teilnehmerzahl  18
      Datum 01.02.2010 - 10.00 h bis 
    03.02.2010 - 18.00 h
      Kursgebühr  € 360,--
      Anmeldung  
      

    Traumaberatung Kurs 6

    Screentechnik (KReST) - Fortsetzung - incl. Praktikumstag
      Fortsetzung Traumabearbeitung und -synthese mit Screentechnik bei einfachen und
        komplexen Traumata
      Akuttrauma und ihre Begleitung und Behandlung
      Live- und Videodemonstrationen (Integration v. Körperstates)
      Praktikum: Screentechnik mit eigenen „t-Traumata"
        (Selbsterfahrung in Therapeut-/Klient-/Beobachterrolle)
      Trauma und Verlust - „traumatische Trauer"
      Gegenübertragung, „stellvertretende Traumatisierung"
      Psychohygiene

    Hinweis
    Voraussetzung ist die Teilnahme an den Seminaren 1 bis 5.

    Zertifizierung
    Die Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin wird beantragt.
     
      Zielgruppe  Mitarbeitende in Beratungsstellen, PsychotherapeutInnen, SeelsorgerInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, die mit traumatisiertem Klientel zu tun haben.
      Leitung  Lutz-Ulrich Besser
      Teilnehmerzahl  18
      Datum 18.05.2010 - 10.00 h bis 
    20.05.2010 - 18.00 h
      Kursgebühr  € 360,--
      Anmeldung