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Weiterbildung in IFB - Integrierte
Familienorientierte Beratung®
Psychologische Beratung mit Einzelnen, Paaren und Familien
Diese dreijährige Weiterbildung qualifiziert zum Psychologischen Berater / Beraterin mit Einzelnen, Paaren und Familien in multidisziplinären Teams.
In sechs zweiwöchigen Intensivkursen werden grundlegende Kompetenzen für die beraterisch-therapeutische Arbeit in der Erziehungs- und Familienberatung, Ehe- und Lebensberatung sowie Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung vermittelt.
Es wird eine eigenständige Beratungsmethodik auf tiefenpsychologischer Grundlage gelehrt, die systemische, soziologische und praktisch-theologische Perspektiven integriert.
Gesellschaftliche und kulturelle Kontexte sowie institutionsanalytische, rechtliche und ethische Perspektiven werden berücksichtigt.

IFB-Flyer als Download
Theoretisches Konzept
Das Weiterbildungskonzept des EZI basiert auf tiefenpsychologischen Grundlagen.
Das Beziehungsgeschehen zwischen Beratenden und Ratsuchenden wird als zentrales Mittel diagnostischen und methodischen Handelns betrachtet.
Verstehensperspektiven zur Erfassung und Bearbeitung innerpsychischer Konflikte erschließen sich über die relevanten psychoanalytischen und systemischen Konzepte und deren Beitrag zum Verständnis der Entwicklung des Menschen in sozialen Systemen.
Für den institutionellen und kulturellen Kontext psychologischer Beratungsarbeit relevante soziologische, ethische sowie familien- und sozialrechtliche Themen werden behandelt.
Die Auswahl der Lehrinhalte orientiert sich an den sich wandelnden Bedürfnissen und Problemlagen der Ratsuchenden im familiären Lebenszyklus:
Letztere sind z. B. junge Erwachsene mit Ablösungskonflikten oder unverhofften Schwangerschaften, alleinerziehende Mütter oder Väter, Eltern mit Schreibabys oder verhaltensauffälligen Kindern, junge Familien mit Partnerschafts-, Schul- und Berufsproblemen, Menschen mit seelischen und körperlichen Beschwerden, mit Fragen nach dem Sinn ihres Lebens oder Ratsuchende der sogenannten „Sandwich-Generation“ mit Mehrgenerationenkonflikten in der Enkelbetreuung oder der Familienpflege hochbetagter Eltern.
Die Weiterbildung orientiert sich am Prozess der psychischen Entwicklung des Menschen in der Familie. Im Zentrum stehen die Phasen der psychischen Entwicklung vom Säuglingsalter bis zur Postadoleszenz, von der Partnersuche bis zur Entscheidung über Elternschaft, von der Krise der Lebensmitte bis zur Entwicklungsdynamik des Alterns.
Diese Entwicklungsprozesse werden mit Blick auf die jeweils zentralen Entwicklungsaufgaben und
Krisen dargestellt und in Beziehung gesetzt zu familiären Interaktionsmustern, elterlichem
Erziehungsverhalten und intergenerationellen Konflikten.
Wesentliche Störungsbilder von Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, Paaren und
ganzen Familien werden unter dieser Perspektive als Ausdruck misslungener Interaktions-, Kommunikations- und Bindungsprozesse verständlich und beeinflussbar.
Methodisches Konzept
Die Vermittlung einer den verschiedenen Arbeitsfeldern angemessenen Beratungsmethodik steht im Vordergrund dieser Weiterbildung. Das Verstehen intrapsychischer, dyadischer und triadischer Konflikte ist für den diagnostischen Zugang wesentlich.
Interventionsstrategien werden im Blick auf die methodischen Besonderheiten der Arbeit im Einzel-, Paar- und Familiensetting entwickelt (vgl. Abb. 1).
Zentrale Prozesse einer eigenständigen Beratungsmethodik sind:
Bestimmung eines geeigneten Settings und Zeitrahmens
Bildung eines angemessenen Fokus
Formulierung wirksamer Beratungskontrakte
Erarbeitung spezifischer Interventionstechniken für die jeweilige Phase des
Beratungsprozesses (Eingangs-, Mittel- und Schlussphase)
Abb. 1
IFB - Integrierte Familienorientierte Beratung®
erfordert Kompetenz u. a. für
Arbeitsweise
Die für die genannten Arbeitsfelder erforderlichen beraterisch-therapeutischen Grundqualifikationen werden durch die Verzahnung folgender Elemente erworben:
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theoretische Wissens- und Konzeptvermittlung
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praktisch-methodisches Training beraterischer Fertigkeiten in Rollenspiel-, Video- und
Fallarbeitsgruppen
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Ausbildung einer professionellen beraterischen Haltung
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intensive Persönlichkeitsentwicklung in Selbsterfahrungsgruppen
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intensives Kennenlernen des jeweiligen Praxis- und Arbeitsfeldes in der/den Praktikumsstelle/n.
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Integrierte Familienorientierte Beratung erfordert Können, Wissen, Kenntnisse der Praxisfelder und menschliche Kompetenz. Die Weiterbildung bezieht daher alle vier Bereiche permanent aufeinander (vgl. Abb. 2).
Abb. 2
Zielgruppe
Fachkräfte aus unterschiedlichen Grundberufen (Psychologie, Pädagogik, Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Medizin, Theologie u. a.), die grundlegende Qualifikationen und professionelle Kompetenzen für die Arbeit als Psychologischer Berater / Beraterin (vgl. Abb. 1) erwerben wollen in den Arbeitsfeldern:
Erziehungs- und Familienberatung
Lebensberatung
Ehe- und Paarberatung
Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung
In begründeten Ausnahmefällen können Personen mit anderer Vorbildung zugelassen werden, wenn sie fundierte Erfahrungen im psychologischen oder beraterischen Bereich nachweisen können.
Weiterbildungsvoraussetzungen
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Abgeschlossene wissenschaftliche Ausbildung in einem psychosozialen Grundberuf (z. B. Studium der Psychologie, Pädagogik, Theologie, Medizin, Sozialpädagogik, Sozialarbeit). In begründeten Ausnahmefällen können Personen mit anderer Vorbildung zugelassen werden, wenn sie fundierte Erfahrungen im psychologischen oder beraterischen Bereich nachweisen können. |
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Erfolgreiche Teilnahme an einer Zulassungstagung |
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Beschäftigung an einer Psychologischen Beratungsstelle bzw. Zusage eines
Praktikumsplatzes an einer von der Evangelischen Konferenz für Familien- und
Lebensberatung (EKFuL) anerkannten Beratungsstelle |
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Zusage eines Supervisionsplatzes bei einem/r anerkannten Mentor/Mentorin |
Aufbau
Die Weiterbildung dauert drei Jahre. Sie umfasst
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ein
vierwöchiges Vorpraktikum,
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6 zweiwöchige Intensivkurse am EZI in Berlin, jeweils in einem Abstand von ca. einem halben Jahr im Umfang von mindestens 500 Unterrichtsstunden (darin enthalten sind 120 Stunden
Selbsterfahrung), |
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5 halbjährige Praktika im multidisziplinären Team einer vom Fachverband (Evangelische
Konferenz für Familien- und Lebensberatung - EKFuL) anerkannten Beratungsstelle in der Region.
Praktikumsstellen können sein:
Integrierte Beratungsstellen, Erziehungs- und Familienberatungsstellen,
Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen, Schwangeren- und
Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern. |
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Durch schriftliche Fallberichte dokumentierte Beratungspraxis im Umfang von mind. 180 Stunden in 20 verschiedenen Beratungsfällen (10 Fälle in Einzelberatung, 5 in Paarberatung und 5 in
Erziehungsberatung) |
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10 Stunden Hospitation in der Beratung nach § 219 StGB |
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90 Supervisionssitzungen, davon mindestens
50 Stunden Einzelsupervision und
40 Sitzungen Gruppen- bzw. Teamsupervision |
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Darüber hinaus müssen gesondert Vertiefungskurse zur Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Umfang von insgesamt mind. 80 Unterrichtsstunden (10 Tagen) nachgewiesen werden, davon ein fünftägiger Intensivkurs zum Thema „Therapeutisches Spiel und Beratung mit Kindern und Jugendlichen“ am Evangelischen Zentralinstitut. |
Praktikum
Fachkräfte, die zum Zeitpunkt der Weiterbildung im Bereich der Institutionellen Beratung tätig sind, können ihr Praktikum an ihrer Arbeitsstelle durchführen.
Bei Fachkräften, die zum Zeitpunkt der Weiterbildung noch nicht im Bereich der Institutionellen Beratung tätig sind, wird die notwendige Praxisanbindung durch ein entsprechendes Praktikum in einer vom Fachverband
(EKFuL) anerkannten Beratungsstelle in evangelischer, ökumenischer oder kommunaler Trägerschaft gewährleistet.
Abschluss
Die Weiterbildung gilt als abgeschlossen, wenn alle Ausbildungsbestandteile (6 EZI-Intensivkurse, 4 Prüfungsteile (Hausarbeit, Klausur, Colloquium zur Paarberatung, Colloquium zur Erziehungsberatung) Falldokumentationen, Beratungspraxis, Supervision und Vertiefungskurse zur Beratungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern) erfolgreich absolviert sind und die entsprechenden Nachweise dem Ausbildungsausschuss der
EKFuL vorliegen.
Die Weiterbildung schließt mit einem Diplom ab.
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Das Diplom entspricht den Weiterbildungsrichtlinien und der Rahmenordnung der im Deutschen Arbeitskreis für Jugend-, Ehe- und Familienberatung
(DAKJEF) bundesweit zusammengeschlossenen Fachverbände. |
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Das Diplom übertrifft die gemeinsamen Qualitätsstandards von
bke, EKFuL und EZI für Fachkräfte im Arbeitsfeld „Erziehungsberatung“ gemäß § 28 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz). |
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Das Diplom berechtigt zur Beratung nach § 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz
(SchKG) und
§ 219 StGB i. V. m. §§ 5 ff. SchKG in einer dazu anerkannten Einrichtung. |
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Die Weiterbildung entspricht den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Beratung
(DGfB) für die psychosoziale Beratung. |
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Das Diplom entspricht den Anforderungen der „Training Standards for the European Counsellor“ und ermöglicht die Beantragung einer persönlichen Mitgliedschaft in der European Association for Counselling
(E.A.C.). |
Zertifizierung
Eine Zertifizierung durch die Psychotherapeutenkammer im Land Berlin kann bei Bedarf beantragt werden.
Weiterbildungsteam
Achim Haid-Loh,
Sabine Hufendiek, Dr. Martin
Merbach, Annelene Meyer, Dr. Ingeborg
Volger
Kosten
Die Kursgebühr für die Intensivkurse betragen 670,00 € pro Kurs (insgesamt 4.020,00 €).
Die Gebühr für die Zulassungstagung beträgt 130,00 €.
Informationen
Aktuelle Informationen zu Ihrer Bewerbung, Zulassungsvoraussetzungen und zum
Termin der nächstmöglichen Zulassungstagung erhalten Sie über
Frau Bärthel (Kurssachbearbeiterin) Tel.: 030/28 395-270, e-mail:
Baerthel@ezi-berlin.de
Für nähere Informationen zu Kursinhalten und Themenschwerpunkte der einzelnen Seminare sowie den Praktikumsbedingungen etc. fordern Sie bitte kostenlos unsere Flyer und Broschüren
an zur
Weiterbildung in
IFB - Integrierte Familienorientierte Beratung®
unter:
Tel.: 030/28 395-270
e-mail: Baerthel@ezi-berlin.de
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