Veranstaltungen

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Mo | 24.07.2017 | 14:30 Uhr - Mi | 26.07.2017 | 12:30 Uhr | 360,00 Euro

„Wenn die Seele ruhig wird...“

Verzeihen und Versöhnen in (Paar-)Beziehungen

 

Es ist so gut wie unvermeidlich, dass in Liebesbeziehungen, die auf Dauer angelegt sind, die Partner einander verletzen und so ihre Beziehung belasten. Damit geraten beide Partner unweigerlich in gegenseitige Vorwürfe und oft auch in nicht enden wollende Streits.

 

Dies schadet im Laufe der Zeit ihrer Liebe und mündet nicht selten in Trennungen. Ausbleibende Versöhnung erschwert zudem eine kooperative Elternschaft oft über Jahre hinweg und gefährdet das Kindeswohl. Die Fähigkeit zur Aussöhnung ist somit eine zentrale Kompetenz damit Beziehungen auf Dauer attraktiv und beständig bleiben.

 

Sie erfahren, wie Sie professionell und sicher einen Rahmen installieren, welcher dem Paar ermöglicht, erlittene Verletzungen wie sie zum Beispiel durch Außenbeziehungen entstehen als Entwicklungschance zu nutzen.

Sie erhalten ein aufeinander aufbauendes praktisches Vorgehen, mit welchem Sie Schritte zur Versöhnung erfolgreich initiieren und begleiten können.

 

Hierzu werden Ihnen geeignete Interventionsstrategien praxisnah und anschaulich vermittelt, nützliche theoretische „Landkarten“ vorgestellt sowie konkretes therapeutisches Vorgehen demonstriert und eingeübt.

 

Hierzu gehören:

  • Methoden zur Aufarbeitung der Paargeschichte
  • Anleitung geeigneter, unterstützender Versöhnungsrituale
  • Möglichkeiten der Wiedergutmachung
  • Wiederaufbau von Vertrauen
  • Steuerung schwieriger Paardynamik im Versöhnungsprozess
  • Grenzen der Versöhnung

Didaktisches Vorgehen:

Theorieinputs, Demonstrationen, Übungen, Video, wechseln sich lebendig ab.

 

Zielgruppe

Erfahrene Beraterinnen und Berater der Ehe-, Partnerschafts- und Lebensberatung sowie Paartherapeutinnen und Paartherapeuten in Freier Praxis.




Mo | 12.03.2018 | 13:00 Uhr - Mi | 14.03.2018 | 17:00 Uhr | 390,00 Euro

Liebesaffären in der Paarberatung

Zum Umgang mit Sehnsüchten und Konflikten in leidenschaftlichen Dreiecks-Beziehungen

 

Viele moderne Partnerschaften leben in einem chronischen Dilemma zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Alltagsstress, Beziehungskonflikte und sexuelle Frustrationen lassen immer wieder tiefe Sehnsüchte nach romantischer Verliebtheit und leidenschaftlicher Sexualität entstehen. Diese Liebessehnsüchte erscheinen als traumhafte Lösungen für einen frustrierenden Beziehungsalltag. Warum soll man chronische Konflikte in lieblosen Partnerschaften aushalten, wenn Partnerschaftsbörsen im Internet mehr als 300 bessere Alternativen im näheren Umkreis versprechen?

 

Liebesaffären bieten die Aussicht auf Leidenschaft anstelle routinierter Sexualität, setzen eine neue Liebe an die Stelle der alten und erleichtern damit komplizierte und schmerzliche Beziehungsübergänge. Sie können als Folgen des Schicksals (und nicht betrügerischer Absichten) erklärt werden und mindern so Schuldgefühle, weil man eben Opfer der Liebe ist. Liebesaffären erscheinen damit als bevorzugte Lösung für überforderte und konfliktreiche Partnerschaften. Damit sind Liebesaffären und unbefriedigte Liebessehnsüchte häufige Anlässe für Paarberatungen und erfordern besondere Sorgfalt und Kreativität in der beraterisch-therapeutischen Bearbeitung.

 

In diesem Vertiefungsseminar werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Die Paardynamik vor der Liebesaffäre

  • Die Beratung während der akuten Krise

  • Wege zur Entscheidung: Versöhnung oder Trennung

Die Themen werden vom Referenten anhand von Beispielen aus der Weltliteratur, der eigenen paartherapeutischen Praxis und der modernen Paarpsychologie zu einer Psychologie leidenschaftlicher Beziehungen verdichtet.

 

Fallvignetten der Teilnehmenden zur Intervision in Kleingruppen sind erwünscht.

 

Literaturhinweise:

Liebesaffären – Zur Psychologie leidenschaftlicher Beziehungen (Psychosozial-Verlag, 2005) von Wolfgang Hantel-Quitmann

oder

Kapitel 6. Liebesaffären – Zwischen Sicherheit und Sehnsucht, S. 145-175
In: Basiswissen Familienpsychologie, Familien verstehen und helfen (Klett-Cotta 2013) von Wolfgang Hantel-Quitmann

Hantel-Quitmann, Wolfgang, Sehnsucht. Das unstillbare Gefühl. Klett-Cotta. Stuttgart 2011

 

Zielgruppe

Erfahrene Paarberater*innen und Paartherapeuten*innen sowie alle Fachkräfte der psychosozialen Beratung, die sich aus beruflichen oder persönlichen Gründen für das Thema interessieren.



15 Plätze


Do | 03.05.2018 | 17:30 Uhr - Sa | 05.05.2018 | 17:00 Uhr | 380,00 Euro

Wie sind wir als Paar?

Die Anmeldung erfolgt nur paarweise.

Die Kursgebühr beträgt pro Paar 380,00 EUR.

 

In der Regel verfügen Paar- und FamilientherapeutInnen und BeraterInnen über Selbsterfahrung als Individuen, sei es in der Gruppe, sei es in Einzeltherapie oder in beidem. Seltener haben sie eine solche Erfahrung gemeinsam mit ihren LebenspartnerInnen gemacht. Das Seminar richtet sich daher an gegen- oder gleichgeschlechtliche Paare, von denen eine/r oder beide in diesem Kontext beraterisch tätig sind und eine solche Paar-Selbsterfahrung in der Gruppe nachholen wollen.

 

Der Schwerpunkt des Seminars wird bei der Erforschung der jeweils eigenen Paardynamik im Gruppenprozess liegen. Was ist das besondere Band unserer Beziehung, wo liegen unsere konstruktiven Anteile, wo gibt es Unsicherheiten, nach welchem Muster agieren wir für-, mit- und gegeneinander, was delegieren wir an die/den andere/n, welche frühkindlichen und familiären Einflüsse prägen uns, was ist das lebendige Potential unserer Partnerschaft, worauf können wir bauen? Solche und ähnliche Fragen werden die TeilnehmerInnen gemeinsam bearbeiten.

 

Neben der Selbsterfahrung bietet das Gruppengeschehen zusätzlich einen unmittelbar erlebbaren Einblick in unterschiedliche Paar-Realitäten, was unerwartete Öffnungen bewirken kann. Darüber hinaus dürfte eine Sensibilisierung für die eigene Beziehungsdynamik vor allem mögliche Gegenübertragungsprobleme in der eigenen Beratungsarbeit transparenter machen und somit die Einfühlung in Klientenpaare und das Verständnis für ihre Konflikte erhöhen sowie eine größere Sicherheit im Umgang mit ihnen vermitteln.

 

Die Arbeit der TeilnehmerInnen in der Gruppe wird dabei in Abhängigkeit von den sich entwickelnden Themen ggf. unterstützt durch Rollenspiele, Phantasiereisen, Fragebogen u. a. Methoden.

Gegen Ende des Seminars erfolgt eine Reflexion der gemeinsamen Erfahrungen sowie der Methode der Paargruppenarbeit.

 

Zielgruppe

Paar- und Familienberater*innen, Therapeut*innen, Seelsorger*innen, die über ihre Paarbeziehung gemeinsam mit ihrer/m Partnerin nachdenken möchten.



Dozent(en):Marina Gambaroff

8 Plätze


Di | 22.05.2018 | 15:00 Uhr - Sa | 26.05.2018 | 12:30 Uhr | 620,00 Euro

Sexualberatung auf der Grundlage des Sexocorporel am Beispiel des sexuellen Begehrens - Vertiefungskurs

Das sexuelle Begehren (sB) ist die komplexeste Konstruktion innerhalb der menschlichen Sexualität und unterscheidet sich von vielen anderen Motiven Sexualität zu leben.

Inhalt des Seminars sind Lernschritte bei Männern und Frauen, die ein sB (als wichtige Ressource gerade in langdauernden Partnerschaften) ermöglichen.

Theoretische Grundlage ist der Sexocorporel, ein Modell sexueller Gesundheit, das alle physiologischen, emotionalen, kognitiven und Beziehungskomponenten, die das sexuelle Erleben beeinflussen, beinhaltet.

 

Ziele sind

- Lustvolles Erlernen von Theorie und Praxis und (hoffentlich) Bereicherung eigener erotischer Fähigkeiten

- Verstehen der Grundlagen des Sexocorporel

- Kennenlernen der verschiedenen Formen des sB

- Diagnostik von Problemen mit dem sB anhand klinischer Beispiele

- Erarbeiten der Logik des Systems und einzelner Etappen des therapeutischen Vorgehens

- Eigenes Erleben der Körperübungen (Einzel- und Partnerübungen)

- Anleiten der Übungen in den einzelnen Sitzungen und Eingehen auf die ‚Hausaufgaben’ der KlientInnen

 

Dieser Workshop thematisiert

Grundlagen:

- Sexualisierungsprozess (Sexualentwicklung)

- Unterschiede von Liebes- und sexuellem Begehren

- Die Komponenten des sB

Beziehung zum eigenen Körper

Fähigkeiten sexuelle Erregung zu geniessen (Erregungsmodi)

Sexuelle Selbstsicherheit

Erotisieren von Intrusivität und Rezeptivität

Erotisieren von Distanz / Differenz, Intimität

Entwickeln von sexuellen Anziehungskodes

Erotisieren eines Partners/Partnerin (Aspekte des Körpers und der Person)

Fähigkeiten erotischer Verführung

 

Spezielle Themen (Anliegen der Teilnehmenden werden berücksichtigt):  

- Sexuelle Rehabilitation nach Prostataoperation

- Sexuelle Probleme im Kontext gynäkologischer Eingriffe

- Dranghafte Sexualität

- Pädosexualität

 

Didaktische Gestaltung des Workshops

- Theorievermittlung (PowerPoint-Präsentationen, Videoaufnahmen)

- Selbsterfahrung (Körperübungen)

- Beispiele von Frauen und Männern mit Grenzen bezüglich ihres sexuellen Begehrens

- Rollenspiele

 

Literaturangabe

Die Teilnehmenden erhalten Unterlagen zum Sexocorporel.

Wichtige Informationen über das Konzept des Sexocorporel finden Sie auf www.ziss.ch

 

Zielgruppe

Paar-und Sexualtherapeut*innen, Paar-und Sexualberater*innen, Fachpersonen aus psychotherapeutischen, medizinischen und sozialpädagogischen Bereichen (Angehörige anderer Berufsgruppen nach Rücksprache mit der Seminarleitung). Das Seminar ist offen für Teilnehmende, die nicht am Einführungskurs zum Sexocorporel teilgenommen haben.



18 Plätze


Do | 21.06.2018 | 14:30 Uhr - Sa | 23.06.2018 | 12:30 Uhr | 340,00 Euro

Mentalisierungsbasierte Paarberatung

Die mentalisierungsbasierte Therapie wurde von einer Gruppe um den britischen Psychoanalytiker P. Fonagy entwickelt und wird erfolgreich eingesetzt, um schwere Persönlichkeitsstörungen, insbesondere die Borderline-Störung, besser als bisher behandeln zu können. Inzwischen wurde das Konzept auf andere psychische Störungen ausgeweitet (z.B. Depression, Angst, Psychose) und auch für bestimmte Zielgruppen bzw. Settings weiterentwickelt, wie Kinder und Jugendliche, Gruppen oder Familien und Paare.

 

Mentalisieren meint, Verhalten und Äußerungen von den ihnen zugrundeliegenden inneren (mentalen) Zuständen bei sich und anderen unterscheiden und sich diese inneren Zustände angemessen vorstellen zu können. Neu ist nicht die Thematik selbst, sondern das Vorgehen, die Art des (Nicht-)Mentalisierens der Klienten ins Zentrum der beraterischen bzw. therapeutischen Aufmerksamkeit zu stellen. Das erfordert unter anderem, dass die beraterische Haltung und die Interventionen unter der Perspektive betrachtet werden, ob und wie sie das Mentalisieren des Paares bzw. der einzelnen Partner anregen oder fördern.

 

Entsprechend ist es ein wesentliches Ziel der Paarberatung, die Mentalisierungsqualität des Paares zu verbessern. Wer (besser) mentalisiert, versteht sich und den Partner genauer und erweitert eigene und paarbezogene Problemlösungsfähigkeiten.

 

Didaktik: Im Seminar werden das Mentalisierungskonzept und seine paartherapeutische Anpassung vorgestellt. Eingeübt werden eine mentalisierungsfördernde Haltung, die Beibehaltung des spezifischen Aufmerksamkeitsfokus sowie konkrete Interventionen.

Methodisch gibt es einen Mix aus Theorieinputs, Demonstrationen des Verfahrens, Rollenspielen, Videoanalysen, Fallbesprechungen und – wenn gewünscht – Selbsterfahrungselementen.

 

Literaturhinweise:

  • Allen J.G., Fonagy, P. & Bateman, A.W. (2011 [2008]). Mentalisieren in der psychotherapeutischen Praxis. Stuttgart: Klett-Cotta.

  • Thompson, J.M. & Tuch, R. (2014). The Stories We Tell Ourselves. Mentalizing Tales of Dating and Marriage. New York: Routledge.

  • Rottländer, P. (2015). Mentalisieren in der Paartherapie. Psychoanalytische Familientherapie, 16(2), 5-37.

 

Zielgruppe

Paarberater*innen (EFL) und Paartherapeut*innen; interessierte Erziehungs- und Familienberater*innen (Elternarbeit).



18 Plätze


Do | 05.07.2018 | 14:30 Uhr - Sa | 07.07.2018 | 17:00 Uhr | 390,00 Euro

„Modul 2: „Bleib mir nah …!“

Vertiefungsseminar zur emotionsfokussierten Paarberatung (EFT)

 

Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) ist ein in Kanada entwickelter neuartiger Ansatz, mit Paaren zu arbeiten, die sich in schwerwiegenderen Problemen und Krisen befinden. EFT gehört zu den zwei am besten evaluierten Paartherapieansätzen weltweit und ist in Amerika sehr erfolgreich etabliert, in Deutschland aber noch wenig bekannt. Der Ansatz basiert auf der Bindungstheorie und der Sichtweise der Erwachsenen Paarbeziehung als einer Bindungsbeziehung. Daraus ergeben sich ganz spezifische Vorgehensweisen in der Paartherapie.

 

EFT versucht, in einer direkten Arbeit an den Emotionen der Partner die Bindungsbeziehung zwischen den Partnern wieder herzustellen. Der Ansatz integriert dabei Vorgehensweisen und Haltungen aus der humanistischen Psychologie (Rogers, Gestalt) und dem systemischen Ansatz mit einem grundlegenden psychodynamisch-bindungsorientierten Verständnis. Die Emotionen und Verhaltensweisen, die Partner im Konflikt zeigen, werden dabei als Oberflächenphänomene betrachtet, hinter denen eigentlich tiefe Bindungs-Bedürfnisse, Verletzungen und Ängste vor Zurückweisung stehen. EFT versucht, diese primären Emotionen und Bedürfnisse zwischen den Partnern wieder zum Ausdruck zu bringen. Dies gelingt dem Ansatz selbst bei Paaren mit schwersten Paarkonflikten, die sich in anderen Verfahren als therapieresistent erweisen. Die Wirkung der Methode ist äußerst nachhaltig und erleichtert Paarberatern die Arbeit selbst mit schwierigen Streitpaaren.

 

Im Seminar sollen die Interventionsmethoden der EFT vertieft und ausführlich an Fallbeispielen geübt werden, mit Schwerpunkt auf der Choreographie von enactments in Phase 2. Die im Seminar eingesetzten Methoden werden sein: Selbsterfahrungsübungen, Demonstrations-Sitzungen und Videos, Rollenspielübungen und anderes mehr.

 

Das Seminar ist insbesondere für Berater*innen geeignet, die schon Kurse zu EFT besucht und Erfahrungen gesammelt haben.

 

Roesler, C. (2017): Paarprobleme und Paartherapie. Theorien, Methoden und Forschung. Ein integratives Lehrbuch. Stuttgart: Kohlhammer.

 

Roesler, C. (2016): Paarbeziehung als Bindung und Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT). Psychotherapeut, 1/2016

 

Roesler, C. (2015): Die begrenzte Wirksamkeit bisheriger Paartherapien verlangt neue Methoden. Paarinteraktions- und Wirkungsforschung und die Konsequenzen für die Praxis. Familiendynamik 3/15.

 

Johnson, Susan (2010): Emotionsfokussierte Paartherapie. Paderborn: Junfermann.

 

Zielgruppe

Erfahrene Paarberater*innen (EFL) und Paartherapeut*innen, die diese neue Methode kennenlernen wollen, aber auch Erziehungs- und Familienberater*innen (EFB), die ihre Kompetenzen in der Arbeit mit Elternkonflikten verbessern wollen.



18 Plätze


Mi | 11.07.2018 | 14:30 Uhr - Fr | 13.07.2018 | 17:00 Uhr | 370,00 Euro

MSL – „Miteinander Sprechen Lernen“:

Entwicklung von Streit- und Konfliktkultur in Paarbeziehungen

 

Auch in bestehenden Partnerschaften treffen wir auf strittige Konfliktsituationen.

Konfliktmanagement und Streitkultur und Stressbewältigung in der Partnerschaft findet als „Prävention“ von Scheidung und Trennung deutlich weniger Aufmerksamkeit in der institutionellen Beratung. In dem zweitägigen Seminar sollen hierzu Haltungen, Hintergründe und Konzepte für eine solche Beratungsarbeit in Partnerschaften und Ehen im Fokus stehen.

 

Dabei geht es zunächst um eigene Haltungen als Berater und Beraterin zu Meinungsverschiedenheit und Konflikten und dabei nicht zuletzt auch um den Umgang mit dem bei „Streitpaaren“ entstehenden Stress für die Klienten..

In einem zweiten Teil sollen psychologische Aspekte von Konflikten - in Partnerschaften - besprochen werden, sowohl was deren Funktion betrifft, aber auch was deren Auswirkungen auf Partner sind.

Im dritten Teil sollen spezifische Interventionen vermittelt und eingeübt werden, die im Sinne von Sofortmaßnahmen helfen können.

 

In dem Seminar wird u.a. ein mediationsanaloges Präventions- und Kommunikationskonzept vorgestellt (MSL: miteinander sprechen lernen), das die Paare im Alltag wirksam unterstützt, Schritt für Schritt Konflikte eigenständig zu lösen.

 

Methoden

Theorie Input, Selbsterfahrungsübungen und Raum zum praktischen Üben

 

Zielgruppe

Ehe-, Familien- und Lebensberater*innen, Paartherapeut*innen, Erziehungs- und Familienberater*innen, Multiplikatoren präventiver Partnerschaftsberatung.



18 Plätze


Mo | 17.09.2018 | 15:00 Uhr - Fr | 21.09.2018 | 13:00 Uhr | 520,00 Euro

Die Aufträge des Paares verstehen

Schwierige Paare in Anfangs- und Mittelphase

 

Paare in der Krise erteilen der Paarberaterin oder dem Paarberater oftmals widersprüchliche Aufträge, ausgesprochen oder unausgesprochen. Die Partner verstehen nicht, warum der andere sie nicht (mehr) versteht, warum er sich nicht (mehr) so verhält, wie sie es wünschen oder brauchen. Die Verwirrung, in der sie sich befinden, übertragen sie auf die Berater. Nehmen die Berater die Anliegen der Partner ungeprüft an, so ist die Gefahr groß, dass die Berater Unwillen ansammeln oder resignieren. Häufig strengen sie sich auch noch unnötig an und helfen dem Paar trotzdem nicht weiter.

 

Schwerpunkt dieser Fortbildung sind die widersprüchlichen Aufträge, die Paare zu Beginn und in der Mittelphase der Paarberatung an die Beratungsperson richten:

  • Verständnis der Atmosphäre und Dynamik, die die Partner beim anderen Partner und im Berater auslösen
  • Verständnis dafür, warum sie sich so und nicht anders verhalten

  • Verständnis dafür, dass die Konfliktlösung, die jeder unternimmt, die Missverständnisse in der Paarbeziehung nicht selten verschärft

  • Verstehen, wovon jeder Partner sich verabschieden sollte, um eine neue Phase der Paarbeziehung antreten zu können.

Beraterische Methodik sollte Mittel und Wege zur Verfügung stellen, die es erlauben, wirksam und unangestrengt zu arbeiten. Deshalb werden wir u.a.

  •  Ziele, Kontrakt und Kontrakthaltung im jeweiligen Einzelfall überprüfen,
  • lösbare von unlösbaren Aufgaben unterscheiden

und Techniken erarbeiten, die in der konkreten Situation

  • beim Aushalten von Unterschiede helfen
  • überzeugende Konfrontationen erlauben

  • das Einüben von erwachsener Kommunikation, von Bedürfnis-, Ärger- und Streitmanagement ermöglichen

  • bei gegensätzlichen Lösungsverstellungen der Partner das Lösungspotential jedes einzelnen aktivieren.

Die Fortbildung bietet Gelegenheit, Fälle aus der Praxis der Teilnehmer vorzustellen, praktisch zu üben und neues Beraterverhalten auszuprobieren, damit die Arbeit mit Paaren wieder Spaß macht.

 

Zielgruppe

Berater*innen in der Paar- und Lebensberatung, Psychotherapeut*innen in eigener Praxis, die mit Paaren arbeiten.

 



Dozent(en):Martin Koschorke

18 Plätze


Mo | 19.11.2018 | 13:00 Uhr - Mi | 21.11.2018 | 17:00 Uhr | 390,00 Euro

Liebe, Gewalt und Wahnsinn – Gewalt in familiären Beziehungen

Wie können Liebesbeziehungen zu Orten der brutalsten Gewalt werden? Wie kann man das Verhältnis von Liebe und Aggression und die Entstehung von Gewalt in intimen Beziehungen verstehen? Und wie kann man den Menschen aus den wiederkehrenden Spiralen der Gewalt heraushelfen?

Themen des Seminars sind u.a.: Liebe will besitzen – Über den Besitzanspruch der exklusiven Liebe. Liebe kann tödlich sein – über den Zusammenhang von Liebe und Gewalt. Die Formen der Gewalt in Partnerschaften und Familien: Partnergewalt, Kinder als Zeugen partnerschaftlicher Gewalt; Gewalt zwischen Eltern und Kindern; Gewalt von Kindern und Jugendlichen an Eltern; Gewalt zwischen Geschwistern; Gewalt gegen ältere Menschen oder die alten Eltern. Gründe für Gewalt in der Familie. Die vielfältigen Verschiebungen der Aggressionen. Schmerz und die neurobiologische Sicht der Gewaltentstehung. Beschämung, Demütigung und Ausgrenzung. Gewalt in Migrationsfamilien. Die Überwindung der Sprachlosigkeit. Vertiefende Fragen zum Thema.

 

In diesem Seminar werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Die verschiedenen Formen der Gewalt in Partnerschaft und Familie und ihre Besonderheiten

  • Zum multiperspektivischen Verständnis der Entstehung von Gewalt

  • Beratung und Therapie bei partnerschaftlicher und familiärer Gewalt

Die Themen werden behandelt anhand von Beispielen aus der Weltliteratur, eigenen Fallbeispielen aus familiengerichtlichen Verfahren, der eigenen paar- und familientherapeutischen Praxis, den Theorien der modernen klinischen Familienpsychologie und nicht zuletzt den Fallvignetten der Teilnehmer/innen.

 

Fallvignetten der Teilnehmenden zur Intervision in Kleingruppen sind erwünscht.

 

Literaturhinweise:

Borst, Ulrike, Lanfranchi, Andrea (Hg. 2011), Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen. Therapeutischer Umgang mit einem Dilemma

Hantel-Quitmann, Wolfgang, Liebe, Gewalt und Wahnsinn – Gewalt in intimen Beziehungen, in: Hantel-Quitmann, W., Klinische Familienpsychologie. Familien verstehen und helfen. Klett-Cotta, Stuttgart 2015, Kap. 1, S. 16-40.

 

Zielgruppe

Erfahrene Paarberater*innen und Paartherapeuten*innen sowie alle Fachkräfte der psychosozialen Beratung, die sich aus beruflichen oder persönlichen Gründen für das Thema interessieren.



15 Plätze