Spezielle Themen

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Fr | 11.03.2016 | 15:00 Uhr - So | 13.03.2016 | 12:30 Uhr | 280,00 Euro

Durchatmen können

Atem und Körper achtsam wahrnehmen – nicht nur in der Beratung

Die Art und Weise, wie ein Mensch atmet, spiegelt seine momentane Befindlichkeit wider und zeigt die Person in ihrer Ganzheit und ihrem Dasein. In unserer atem- und körperorientierten Arbeit (Atem-Körpertherapie nach Prof. Ilse Middendorf) geht es im Wesentlichen darum, dem eigenen Atem zu lauschen, ihn bewusst zu erfahren und zuzulassen. Es geht nicht um das Erlernen einer bestimmten Atemtechnik, sondern der Übende wird in einem Prozess der‚ „leiblichen“ Selbsterfahrung an seinen eigenen Atemrhythmus herangeführt. In der bewussten Wahrnehmung des Körpers und des Atems in Ruhe und Bewegung, kann sich der individuelle Atem zu einer Kraftquelle und Anzeiger der psycho-physischen Befindlichkeit entwickeln. Körperbereiche, die sich der Wahrnehmung entziehen, werden wiedererlebt und erfahren, Blockaden und Verspannungen können sich lösen. Die Seele bekommt Raum.
Der Körper wird dann zu einem wesentlichen „Resonanzkörper“ und Basis für die beraterische Arbeit und die eigene Psychohygiene.

Leibliche Übertragung und Gegenübertragung in der Beratungssituation
Gerade durch die atem- und leibzentrierte Eigenerfahrung kann sich der/die BeraterIn/TherapeutIn in einer verbal orientierten Beratungssituation für die leiblichen Ausdrucksphänomene bei KlientInnen sensibilisieren: hält er/sie den Atem an, spannt er/sie die Schultern an, verändert er/sie seine Körperhaltung? etc.
Aber auch die eigenen leiblichen Gegenübertragungsphänomene können für die BeraterInnen eine wichtige Erkenntnisquelle für den Fortgang des Beratungsprozesses sein: wie reagiert mein Atem in einer schwierigen Dialogsituation, verkrampft mein Rücken, haben die Füße keinen Kontakt mehr zum Boden? etc.
Dissonanzen zwischen den verbalen und körperlichen Mitteilungen bei Ratsuchenden wie BeraterInnen können so aufgespürt und erkannt werden.

Arbeitsweise
Die übungszentrierte Arbeit in der Gruppe geschieht vorrangig im Sitzen, im Stehen und in der Bewegung (darum möglichst bequeme Bekleidung). Den Teilnehmern/Innen werden Übungen angeboten, mit denen Wahrnehmungs-, Körperempfindungsfähigkeit und Atemerfahrung entwickelt werden. Es wird mit den atemtherapeutischen Prinzipien von Druck und Dehnung, eingesetzten Bewegungsabläufen, Erfahrung von Atembewegungsräumen im Körper und der Arbeit am stimmlichen Ausdruck gearbeitet. Die Teilnehmer/Innen arbeiten dabei für sich, es werden aber auch Übungen zu zweit und in Dreiergruppen angeboten.
Nach den Übungen und Nachspürphasen ist immer wieder Gelegenheit, über die gemachten psycho-physischen Erfahrungen zu sprechen, das Erlebte zu reflektieren.

Zielgruppe
Beraterinnen und Berater aus der Ehe-, Lebens-, Erziehungs-, Familien-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, SeelsorgerInnen, PsychotherapeutInnen.



Dozent(en):Christian Großheim

Mo | 25.04.2016 | 11:00 Uhr - Mi | 27.04.2016 | 15:00 Uhr | 280,00 Euro

„Verstehst Du, was ich meine?“

Körpersprache und Stimme im Beratungsprozess bewusst einsetzen

Es ist Dienstagnachmittag, 13:50 Uhr. In Ihrem Terminkalender steht für 14:00 Uhr ein Erstgespräch mit einer Frau F.
Es klopft, eine Frau blickt vorsichtig durch die leicht geöffnete Tür. Mit einer ängstlich, unnatürlich hoch klingenden Stimme sagt sie ihren Namen und fragt, ob sie hier richtig sei. Sie bejahen und bitten F. herein und Platz zu nehmen.
Jetzt geht F. durch die noch immer leicht geöffnete Tür und schließt diese akribisch. Danach wendet sich F. um. Sie ist Ihnen nun zugewandt. Ihre Augen mustern das Beratungszimmer. Schnell, beinahe aufgeregt versucht F. alles um sie herum aufzunehmen, bis sie mit ihrem Blick bei Ihnen landet. F. ordnet ihre Haare, sie wirkt ein wenig fahrig. Sie bieten F. nochmals einen Platz an. F. folgt der Aufforderung hastig. Sie schwitzt…

Dieses Beispiel ließe sich beliebig fortführen und konkretisieren. Es soll verdeutlichen, welche Fülle an Informationen uns von der ersten Sekunde der Begegnung mit einem anderen Menschen zur Verfügung steht. Sind wir in der Lage, all diese Informationen zu erkennen? Sind wir in der Lage, diese zu interpretieren? Wir selbst senden ebenfalls permanent solche Signale durch Mimik, Gestik und Stimmeinsatz aus, die unserem Gegenüber eine Vielzahl von Informationen liefern können.
Können wir unsere eigene Körpersprache und den Einsatz unserer Stimme so beeinflussen, dass wir sie bewusst im Umgang mit anderen Menschen, speziell in einer Beratungssituation, einsetzen können?

Die Fortbildung bietet den Teilnehmenden mit Hilfe von praktischen Aufgaben bis hin zu szenischen Übungen die Möglichkeit, eine Aufmerksamkeit für den Ausdruck des eigenen Körpers zu entwickeln.
Es werden darüber hinaus Übungen vermittelt, die dabei helfen, die eigene Stimme zu kontrollieren und bewusster einzusetzen. Außerdem wird die Beobachtungsgabe der Teilnehmenden geschult, u. a. dadurch, dass viele Übungen gegenseitig betrachtet und unter vorher festgelegten Vorgaben ausgewertet werden.

Inhalte

  • Sammeln von Beispielen aus der Beratungspraxis
  • Diskussion über die Gewichtung verbaler und nonverbaler Kommunikation im Beratungsgespräch
  • Praktische Übungen und Spielaufgaben (eigene Körpersprache bewusst entdecken)
  • Praktische Übungen und Spielaufgaben (Stimme und Artikulation bewusst einsetzen)
  • Beobachtungsaufgaben (verbal Gesehenes erklären und beschreiben, nachspielen)
  • Übertragungsmöglichkeiten des Erarbeiteten in die Praxis aufzeigen

Zielgruppe
Supervisorinnen und Supervisoren, Beratende aus Ehe-, Familien,- Erziehungs- und Lebensberatungs-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen sowie niedergelassene psychologische und ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Seelsorgerinnen und Seelsorger. 



Dozent(en):Daniel Graf

Mo | 23.05.2016 | 14:30 Uhr - Mi | 25.05.2016 | 12:30 Uhr | 280,00 Euro

Kommunikation und Führung mit Methoden aus dem Improvisationstheater und Tango Argentino

Die Weiterentwicklung der eigenen Kommunikations- und Führungskompetenz ist eine wichtige Voraussetzung für die Gestaltung erfolgreicher Beratungs-, Supervisions- und Coachingprozesse. Mit Übungen aus dem Improvisationstheater werden Kreativität, Improvisationsfähigkeit und das Vergnügen, sich auf neues Terrain zu begeben, mit Spaß an der Sache trainiert. Für die Stärkung des kreativen Potenzials als Veränderungskompetenz geht es zunächst um das Verlassen eingefahrener Denk- und Handlungsmuster. Die Perspektive des Clowns ermöglicht, „Fehler“ bei Veränderungsprozessen als Chance zu betrachten und die dabei frei werdende Energie in neue Denk- und Handlungsmuster zu transformieren. Humor ermöglicht mehr Gelassenheit, Souveränität und Freiheit. Selbstvertrauen, Motivation und Zusammenarbeit werden gefördert.
Bei Improvisation geht es um Wahrnehmung, Präsenz und im Moment sein, Beziehung, Empathie und Flexibilität. Das gilt genauso für das Improvisationstheater wie für den Tango.

Im Tango werden keine Schrittsequenzen aus dem Kopf getanzt, sondern alles wird improvisiert. Deshalb ist die Kommunikation und Beziehung im Paar besonders wichtig.
In diesem „Tanzkurs“ der besonderen Art machen Sie die Erfahrung zu führen und geführt zu werden, was sowohl Verantwortung als auch Vertrauen und Hingabe erfordert.
Dabei funktioniert das gemeinsame Improvisieren immer besser, wenn man dem anderen Sicherheit gibt, Vertrauen entgegenbringt und ihn inspiriert.
Wenn die beiden Tanzpartner sich aufeinander einlassen (und die Musik „als Dritten“ mit dazu nehmen), dann kann etwas Wunderschönes und Einzigartiges entstehen. Dieser kreative Akt bringt nicht nur etwas Neues hervor, was alleine nicht möglich wäre und beide verändert.Je besser das Zusammenspiel funktioniert, um so höher ist für beide der Gewinn.
Führen und Folgen im Tango bedeutet nicht, dass der einedominiert und der andere gehorcht. Die führende Rolle bedeutet, die Verantwortung zu tragen, die Frau hingegen darf loslassen. Sie ist sehr aktiv in ihrer Rolle als Folgende. Es ist eine Begegnung zweier gleichwertiger Persönlichkeiten mit getrennten aber sich ergänzenden Qualitäten zu verstehen. Über den Tanz lässt sich eine andere Haltung einüben. Eine solche Grundhaltung ist in Beratung und Coaching hilfreich. Immer wieder Neues zu lernen unterstützt, alte Strukturen aufzubrechen, denn nur was in Bewegung ist, kann sich verändern. Weniger Kopf, mehr Körper. Weniger denken, mehr bewegen.

Ziele des Workshops sind u.a.:

  • Perspektivenerweiterung und Erweiterung des Handlungsrepertoirs
  • Improvisationsfähigkeit, Flexibilität und Offenheit
  • Humor als Coping-Strategie
  • ein kreativer Umgang mit dem inneren Kritiker
  • Toleranz, Fehlerfreundlichkeit
  • nonverbale Kommunikation
  • Nähe und Distanz
  • Empathie und Sensibilität
  • Klarheit und Präsenz
  • Verbesserung von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
  • Ausdruck und Wirkung auf andere
  • kooperative Zusammenarbeit

Der Workshop dient sowohl der Selbsterfahrung im Sinne von etwas Neues , Anderes lernen, anhand praktischem Erfahren, Ausprobieren und Experimentieren. Gemeinsam wird erarbeitet, wie das Gelernte in die Beratungsarbeit integriert werden kann.
Es geht aber auch um den kreativen Umgang mit eigenen Belastungen und das Erhöhen des Wohlbefindens.

Zielgruppe
BeraterInnen, SupervisorInnen, SeelsorgerInnen, Führungs- und Leitungskräfte.



Dozent(en):Frauke Nees

Mo | 20.06.2016 | 15:00 Uhr - Fr | 24.06.2016 | 12:30 Uhr | 560,00 Euro

Einführung in den Sexocorporel am Beispiel des sexuellen Begehrens

Das sexuelle Begehren (sB) ist die komplexeste Konstruktion innerhalb der menschlichen Sexualität und unterscheidet sich von vielen andern Motiven Sexualität zu leben.
Inhalt des Seminars sind Lernschritte bei Männern und Frauen, die ein sB (als wichtige Ressource gerade in langdauernden Partnerschaften), ermöglichen.
Theoretische Grundlage ist der Sexocorporel, ein Modell sexueller Gesundheit, das alle physiologischen, emotionalen, kognitiven und Beziehungskomponenten, die das sexuelle Erleben beeinflussen, beinhaltet.

Ziele sind

  • Lustvolles Erlernen von Theorie und Praxis und (hoffentlich) Bereicherung eigener erotischer Fähigkeiten.
  • Verstehen der Grundlagen des Sexocorporel
  • Kennen lernen der Verschiedenen Formen des sB
  • Diagnostik von Problemen mit dem sB anhand klinischer Beispiele.
  • Erarbeiten der Logik des Systems und einzelner Etappen des therapeutischen Vorgehens.
  • Eigenes Erleben der Körperübungen (Einzel- bzw. Partnerübungen)
  • Anleiten der Übungen in den einzelnen Sitzungen und Eingehen auf die "Hausaufgaben" der KlientInnen

Dieser Workshop thematisiert

  • Sexualisierungsprozess (Sexualentwicklung)
  • Unterschiede von Liebes- und sexuellem Begehren
  • Die Komponenten des sB
    Beziehung zum eigenen Körper
    Fähigkeiten sexuelle Erregung zu geniessen (Erregungsmodi)
    Sexuelle Selbstsicherheit
    Erotisieren von Intrusivität und Rezeptivität
    Erotisieren von Distanz / Differenz, Intimität
    Entwickeln von sexuellen Anziehungskodes
    Erotisieren eines Partners/Partnerin (Aspekte des Körpers und der Person)
    Fähigkeiten erotischer Verführung
  • Einfluss der Bindungsfähigkeit auf die Entwicklung eines sB
  • Einflüsse von Alter, Gesundheit und
    Beziehungskonflikten

Didaktische Gestaltung des Workshops

  • Theorievermittlung (PowerPoint-Präsentationen, Videoaufnahmen)
  • Selbsterfahrung (Körperübungen)
  • Beispiele von Frauen und Männern mit Grenzen bezüglich Ihrem sexuellem Begehren
  • Rollenspiele

Literaturangabe
Mit der Anmeldung erhalten die TeilnehmerInnen Unterlagen zum Sexocorporel. Weitere Information über das Konzept des Sexocorporel und die Seminarleitung finden Sie auf www.ziss.ch

Zielgruppe
Paar- und SexualtherapeutInnen, Paar-und SexualberaterInnen, Fachpersonen aus psychotherapeutischen, medizinischen und sozialpädagogischen Bereichen (Angehörige anderer Berufsgruppen nach Rücksprache mit der Seminarleitung)



Dozent(en):Dr. Peter Gehrig, Annelene Meyer (Mitarbeit)

Mo | 04.07.2016 | 15:00 Uhr - Fr | 08.07.2016 | 12:30 Uhr | 320,00 Euro

Scham und Schuld/Schuldgefühl in Seelsorge und Beratung

Erfahrungen von Scham und Schuld/Schuldgefühl werden häufig zum Thema in Seelsorge und Beratung oder spielen unausgesprochen im Hintergrund eine Rolle. Beide Affekte sind in ihrer unterschiedlichen Entstehung und Dynamik zu unterscheiden, gehören aber auf besondere Weise doch auch wieder zusammen. Sie tragen dazu bei, dass Menschen sich in ihrer Lebendigkeit, in ihrem Selbstwertgefühl gehemmt fühlen, ängstlich erscheinen und u.U. selbstdestruktive Tendenzen entwickeln. Wie kann man in Seelsorge und Beratung angemessen mit Erfahrungen von Scham und Schuld umgehen? Welche Rolle kann ein Prozess von Vergebung spielen? Gibt es hilfreiche Rituale?

Ziel des Seminars ist es, grundlegende Informationen über die Genese von Scham und Schuld/Schuldgefühl, ihre Dynamik und ihre Auswirkungen zu vermitteln und dann an Hand von Fallbespielen bzw. Rollenspielen aus Seelsorge und Beratung einen angemessenen Umgang mit diesen Affekten zu reflektieren und einzuüben.

Die Teilnehmenden werden gebeten, aus ihrer Praxis in Seelsorge und/oder Beratung Fallbeispiele zum Thema mitzubringen.

Zielgruppe
Beratende aus der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, sowie Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, SeelsorgerInnen, niedergelassene PsychotherapeutInnen.




Mo | 22.08.2016 | 15:00 Uhr - Fr | 26.08.2016 | 12:00 Uhr | 370,00 Euro

Fortbildung für Sekretärinnen, Verwaltungsangestellte in Beratungsstellen für Ehe-, Lebens- und Erziehungsberatung und Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung

Dieser Kurs ist ein Angebot für Sekretärinnen und Verwaltungsangestellte. Es geht darum, seinen Platz im Team zu definieren. Sich des eigenen Platzes sicher zu sein, ist der beste Schutz vor „Ausbrennen“.

Auf der einen Seite bestimmen strukturelle Gegebenheiten, (Arbeitsplatzbeschreibungen) die Inhalte der Arbeit, auf der anderen Seite sind Menschen verschieden und erfüllen solche Vorgaben auf ihre jeweils eigene Weise. Deshalb ist es wichtig, seine Fähigkeiten im Hinblick auf die geforderte Berufsrolle zu kennen und ggf. zu erweitern.

Alle Teilnehmenden sollen Gelegenheit bekommen, ihre Situation am Arbeitsplatz darzustellen. Wir werden uns mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Arbeit beschäftigen und uns darüber austauschen. Möglicherweise entwickeln sich Ideen zur Verbesserung der eigenen Situation. Wir werden Ziele entwickeln und sie gleichzeitig einer „Realitätsprüfung“ unterziehen.

Außerdem widmen wir unsere Aufmerksamkeit dem Erstkontakt mit den KlientInnen. Der erste Eindruck, den die KlientInnen dabei bekommen, ist die „Visitenkarte“ der Beratungsstelle und daher von großer Relevanz für die zukünftige Zusammenarbeit.

Wichtige Fragen werden sein:

  • Wie strukturiere ich ein Gespräch?
  • Woran erkenne ich eine bedrohliche Krise?
  • Wie kann ich mich abgrenzen, ohne unhöflich zu sein?

Das Erleben von Verständnis und Solidarität durch eine Gruppe von Gleichgesinnten wird gut tun.

Arbeitsweise
Es soll im Plenum und in kleinen Gruppen gearbeitet werden. In Übungen und Rollenspielen kann das Erlernte ausprobiert und vertieft werden.

Zielgruppe
Sekretärinnen und Verwaltungsangestellte aus Ehe-, Lebens-, Erziehungs-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen.



Dozent(en):Wibke Paetzold

Mo | 14.11.2016 | 14:30 Uhr - Mi | 16.11.2016 | 12:30 Uhr | 240,00 Euro

"Nun sag, wie hast du‘s mit der Religion?"

Die Frage nach Glaube, Religion und Spiritualität in der Beratung

Die Frage Gretchens und Fausts unbehaglich - ausweichende Antwort: eine Situation, die sich - sicher regional und konfessionell differenziert - immer wieder in Beratungsstellen in kirchlicher Trägerschaft inszeniert, mit wechselnden Rollen und in wechselnden Situationen zwischen Ratsuchenden, BeraterInnen und Trägern. Für Beraterinnen und Berater ist es wichtig, Funktion und Bedeutung der "Gretchenfrage", wo sie ihnen begegnet, situativ, funktional und im jeweiligen (Beziehungs-)Kontext zu verstehen, um adäquat darauf reagieren zu können. Dazu bedarf es aber auch einer eigenen Haltung zum Thema Glaube, Religion und Spiritualität, die auch in ihrer Offenheit benennbar ist und auf dem Hintergrund des eigenen inneren Prozesses angemessenes Antworten ermöglicht.

Der Workshop richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von psychologischen Beratungsstellen in kirchlicher und diakonischer Trägerschaft. Er soll dazu anregen, die eigene Haltung in Worte zu fassen: sich selbst und andern gegenüber, und Kontexte der Frage nach Glaube und Religion im Feld psychologische Beratung zu verstehen und ein wenig Gelassenheit und Sicherheit darin zu entwickeln.

Arbeitsmethoden:
Impulsreferat
Rollenspiel
Arbeit an eigenem Fallmaterial (bitte mitbringen)
kreative Methoden

Literatur:
Konrad Paul Liessmann (Hsg.)
Die Gretchenfrage Zsolnay (Wien) 2008

Redaktion reformiert (Hsg.)
Gretchenfrage: Wie hast du‘s mit der Religion?
Zytglogge (Bern) 2012

Fokus Beratung 18/April 2011

Zielgruppe
Fachkräfte in psychologischen Beratungsstellen insbesondere in kirchlicher bzw. diakonischer Trägerschaft.



16 Plätze