Veranstaltungen

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Gehe zu Veranstaltungen im: November | Februar | März | April | November
Fr | 24.11.2017 | 13:30 Uhr - Sa | 25.11.2017 | 18:00 Uhr | 290,00 Euro

Alles anders oder doch gleich - Regenbogenfamilien als neue Herausforderung in der Beratung?

Der Regenbogen steht für Vielfalt, Respekt und Toleranz und ist weltweit Symbol der Homosexuellenbewegung. Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell oder transident bezeichnet, werden Regenbogenfamilien genannt. Erst 1994 wurde in der Bundesrepublik Deutschland der §175 abgeschafft, der homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte. Mit der Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft 2001, der Stiefkindadoption 2005 und den Bundesverfassungsgerichtsurteilen der letzten Jahre hinsichtlich der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren, wollen homosexuelle und transidente Paare oder Einzelpersonen ihren Kinderwunsch erfüllen und offiziell in einer Familie leben. Der Weg zum Kind, die rechtlichen Voraussetzungen und das gesellschaftliche Klima sind für diese Familien eine große Herausforderung. Sie planen in ihren Beziehungen Kinder, geben ihnen ein liebevolles Zuhause und übernehmen Verantwortung. Mit den Rollen und Rollenerwartungen in den Familien und natürlich der Gesellschaft setzen gerade sie sich besonders auseinander und wollen ihren Kindern ein sicheres und unbeschwertes Aufwachsen ermöglichen. Wie kann Erziehungs- und Familienberatung sie dabei unterstützen? Der Kurs bietet Raum, über den eigenen Umgang mit Familienvielfalt zu reflektieren. Das werden und sein von Regenbogenfamilien insbesondere hinsichtlich ihrer Wege zum Kind, ihrer rechtlichen Situation und die alltäglichen Herausforderungen stehen dabei im Fokus. Es wird anhand von Studien und Dokumentationen Gelegenheit zur Diskussion über Familienvielfalt in unserer Gesellschaft geben und die Erfahrungen aus der eigenen Beratungstätigkeit werden reflektiert.

 

Inhalte:

  • Informationen über die gesellschaftliche und rechtliche Situation von Regenbogenfamilien
  • Familiengründung bei Regenbogenfamilien und die Herausforderungen
  • Beratungsschwerpunkte bei Regenbogenfamilien und deren Besonderheiten
  • Sensibilisierung für Familienvielfalt insbesondere hinsichtlich der Lebenslagen von Regenbogenfamilien

 

Zielgruppe

Familienbezogenes Fachpersonal, Beratende der Lebens-, Paar-, Familien- und Erziehungsberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie seelsorglich Tätige.



Dozent(en):Constanze Körner

18 Plätze


Mi | 14.02.2018 | 14:30 Uhr - Fr | 16.02.2018 | 12:30 Uhr | 320,00 Euro

„Hörst Du das kleine Nashorn weinen?“

- ein psychodramatischer Interventionsansatz mit Tierfiguren bei Kindern im

Trennungs-/Scheidungskonflikt

 

Konzept

Trennung und Scheidung gehören für Kinder und Jugendliche zu den kritischsten Lebensereignissen, die sie so sehr belasten, dass sie alle zur Verfügung stehenden Ressourcen benötigen. Meist sind Eltern in dieser Situation selbst so belastet, dass sie nicht angemessen auf ihre Kinder reagieren können. Daher stellt eine Trennung der Eltern ein hohes Entwicklungsrisiko für Kinder dar. Wie wichtig hier professionelle Hilfe ist, zeigt die Tatsache, dass ein Kind nach Trennung oder Scheidung ein 30fach höheres Risiko hat, später in einem Heim untergebracht zu werden. Auch in den Erziehungsberatungsstellen haben über 40% der vorgestellten Kinder eine Trennung ihrer Eltern erlebt.

 

Eltern kommen in die Beratung, weil ihr Kind nach der Scheidung Probleme macht, und wollen, dass es möglichst schnell symptomfrei wird. Oder sie klagen, dass das Kind nach dem Besuch beim anderen Elternteil völlig durcheinander sei, und wünschen, die Besuche einzustellen. Oder sie kommen, weil das Kind den Besuch verweigert oder Probleme mit dem neuen Partner hat. Andere fordern den Umgang ein und klagen, dass der andere Elternteil die Kontakte boykottiert.

 

Da Kinder im Trennungs- und Scheidungskonflikt das schwächste Glied sind und den höchsten Preis zahlen, muss eine Beratung der Kinderperspektive und dem Kindeswohl verpflichtet sein.

 

Inhalt

In diesem Seminar wird die Methode des Kinderpsychodramas an Beispielen von Trennungs-/
Scheidungskonflikten vorgestellt.

Auf spielerische Weise werden die Bedürfnisse und Reaktionen mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern thematisiert und visualisiert.

Über Tierfiguren können die heftigen Gefühle, die die Trennung der Eltern auslösen, wie Trauer und Angst, Wut und Rache, Verlust und Kränkung, Sehnsucht und Verzweiflung externalisiert und gemeinsame Lösungen erarbeitet werden.

 

Über diese emotionale Ebene lassen sich Eltern eher von den berechtigten Anliegen ihrer Kinder berühren, verstehen ihre heftigen Gefühle und können sie leichter akzeptieren. Auch sie sind eher bereit, an einer besseren Umgangslösung zu arbeiten.

 

In diesem Workshop beschäftigen wir uns darüber hinaus

  • mit den Konflikten, die bei den Besuchen beim getrennten Elternteil entstehen können,

  • mit den Problemen mit neuen Partnern und zusammengesetzten Familien,

  • mit den Konflikten, die durch ein psychisch krankes, suchtkrankes, gewalttätiges oder missbrauchendes Elternteil hervorgerufen werden.

 

Arbeitsweise

Die Arbeitsweise ist praxisbezogen und orientiert sich an den Beratungserfahrungen der Teilnehmenden. Der psychodramatische Ansatz wird zunächst an einem Fallbeispiel demonstriert und anschließend in verschiedenen Übungsbeispielen praktiziert. An Fallbeispielen aus der Beratungspraxis der Teilnehmenden wird gezeigt, wie verschiedene Probleme und Schwierigkeiten in der Trennungs-/Scheidungssituation mit den Tierfiguren thematisiert und behandelt werden können. Diese Interventionen können im Rollenspiel ausprobiert werden. Abschließend sollen Fragen der Einsatzmöglichkeiten und auch der Grenzen erörtert werden.

 

Literaturhinweis

Aichinger, A.: Die Sehnsucht des kleinen Bären, Informationen für Erziehungsberatungsstellen, 1/2006, S.16-25

Aichinger, A.: Einzel- und Familientherapie mit Kindern, Kinderpsychodrama Band 3. Wiesbaden 2012 (Springer VS Verlag)

 

Vertiefungskurs zum Erwerb des IFB-Zertifikats

Das Fortbildungsangebot ist besonders geeignet zur Aneignung vertiefter Kompetenzen und Kenntnisse in der Beratungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Das Seminar wird im Rahmen des IFB-Zertifikats als Vertiefungskurs anerkannt.

 

Zielgruppe

Fachkräfte der Ehe-, Familien-, Lebens-, Erziehungs- und Jugendberatung sowie Absolventen des IFB-Curriculums.



Dozent(en):Alfons Aichinger

18 Plätze


Mi | 07.03.2018 | 11:00 Uhr - Do | 08.03.2018 | 17:00 Uhr | 340,00 Euro

Hochkonflikt-Familien - Vertiefungs- und Supervisionsseminar zur praktischen Fallbearbeitung

Strukturierte Angebote für Hochkonflikt-Familien

Das FamFG und die Herausforderungen für die Beratungspraxis.

 

Zur Umsetzung eines zentralen Anliegens des aktuellen Familienrechts, nämlich bei Kindschaftssachen auf zukünftiges Einvernehmen der Eltern hinzuwirken, wird den Gerichten eine breite Palette von Interventionsmöglichkeiten im familiengerichtlichen Verfahren eröffnet.

 

Um den Anforderungen einer zunehmend bedeutsamen Beratung von Eltern und Kindern – sei es obligatorisch oder freiwillig – und den erhöhten Kooperationsanforderungen von Gerichten und Jugendämtern an die Beratungsstellen gerecht werden zu können, werden wir in dieser Fortbildung Konzepte und erprobte Instrumente vorstellen und ausführlich zur Diskussion stellen. Grundlage dafür ist die langjährige Beratungspraxis im Familiennotruf München.

 

Themenschwerpunkte

 

  • Diagnostik des elterlichen Konfliktes

  • Indikationen für beraterisch-therapeutische oder mediative Beratungsprozesse

  • Basis-Techniken verschiedener Interventionsformen bei „geschickten Familien“

  • Adäquate Settings für die Arbeit mit Hochkonfliktfamilien

  • Möglichkeiten und Vorbehalte bzgl. des Einbezugs der Kinder

  • Hilfreiche Kooperationsformen mit dem Familiengericht und dem Jugendamt

  • Umgang mit eigenen Grenzen

  • Reflexion über die eigene Haltung in dieser meist schwierigen Arbeit

  • Vorstellung und Superrevision an Hand eigener Fälle

 

Bitte teilen Sie dem Institut bei Anmeldung mit, ob Sie einen eigenen Fall vorstellen werden.

 

Methoden

Theorie-Inputs; angeleitete Rollenspiele und praktische Übungen im Plenum und in Kleingruppen; themenzentrierte Selbsterfahrung

 

Zielgruppe

Berater*innen der institutionellen Beratung und Jugendhilfe.



Dozent(en):Katrin Normann

18 Plätze


Fr | 13.04.2018 | 11:00 Uhr | 17:00 Uhr | 110,00 Euro

Wenn Eltern psychisch krank sind -

Fach- und Supervisionstag zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern

 

Das Seminar geht von den Praxiserfahrungen der Teilnehmenden aus. Es zielt auf das nachträgliche Entschlüsseln der häufig rätselhaften Botschaften der Eltern an ihre Kinder und das psychodynamische Verstehen der Verwicklungen in Beziehungen zwischen Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. Die Analyse der Gegenübertragungsreaktionen, wie sie bei affektiv geleiteten oder gar emotionslosen Inszenierungen des Kindes oder Jugendlichen im Berater und Therapeuten auftauchen, dient dabei als Basis für die Wiederherstellung von Verbindungen, die in solchen Fällen häufig von Zerstörung bedroht sind. 

 

Der Tag gibt Einblick in individuellen Zugang und die Komplexität der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren psychisch kranken Eltern.

 

Arbeitsweise:

Die Teilnehmenden werden gebeten, eigene Fallskizzen und Stundenprotokolle ihrer Arbeit mitzubringen, um erlebnisnah am Material entlang gemeinsam Interventionen zu erarbeiten.  

 

Zielgruppe

Beratende der Ehe-, Familien-, Lebens-, Erziehungs- und Jugendberatung sowie Absolvent*innen des IFB-Curriculums; niedergelassene Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen.



Dozent(en):Renate Höhfeld

12 Plätze


Fr | 16.11.2018 | 13:30 Uhr - Sa | 17.11.2018 | 18:00 Uhr | 290,00 Euro

Alles anders oder doch gleich –

Regenbogenfamilien: eine Herausforderung in der Beratung?

 

Der Regenbogen steht für Vielfalt, Respekt und Toleranz und ist weltweit Symbol der Homosexuellenbewegung. Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell oder transident bezeichnet, werden Regenbogenfamilien genannt. Erst 1994 wurde in der Bundesrepublik Deutschland der §175 abgeschafft, der homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte. Mit der Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft 2001, der Stiefkindadoption 2005 und den Bundesverfassungsgerichtsurteilen der letzten Jahre hinsichtlich der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren, wollen homosexuelle und transidente Paare oder Einzelpersonen ihren Kinderwunsch erfüllen und offiziell in einer Familie leben. Mit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare 2017 ändert sich wieder einiges. Der Weg zum Kind, die rechtlichen Voraussetzungen und das gesellschaftliche Klima sind für diese Familien eine große Herausforderung. Sie planen in ihren Beziehungen Kinder, geben ihnen ein liebevolles Zuhause und übernehmen Verantwortung. Mit den Rollen und Rollenerwartungen in den Familien und natürlich der Gesellschaft setzen gerade sie sich besonders auseinander und wollen ihren Kindern ein sicheres und unbeschwertes Aufwachsen ermöglichen. Wie kann Erziehungs- und Familienberatung sie dabei unterstützen? Der Kurs bietet Raum, über den eigenen Umgang mit Familienvielfalt zu reflektieren. Das werden und sein von Regenbogenfamilien insbesondere hinsichtlich ihrer Wege zum Kind, ihrer rechtlichen Situation und die alltäglichen Herausforderungen stehen dabei im Fokus. Es wird anhand von Studien und Dokumentationen Gelegenheit zur Diskussion über Familienvielfalt in unserer Gesellschaft geben und die Erfahrungen aus der eigenen Beratungstätigkeit werden reflektiert.

 

Inhalte:

  • Informationen über die gesellschaftliche und rechtliche Situation von Regenbogenfamilien
  • Familiengründung bei Regenbogenfamilien und die Herausforderungen
  • Beratungsschwerpunkte bei Regenbogenfamilien und deren Besonderheiten
  • Sensibilisierung für Familienvielfalt insbesondere hinsichtlich der Lebenslagen von Regenbogenfamilien

Zielgruppe

Familienbezogenes Fachpersonal, Beratende der Lebens-, Paar-, Familien- und Erziehungsberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie seelsorglich Tätige.



Dozent(en):Constanze Körner

18 Plätze