Veranstaltungen

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Gehe zu Veranstaltungen im: Februar | April | Oktober | November
Fr | 16.11.2018 | 13:30 Uhr - Sa | 17.11.2018 | 18:00 Uhr | 290,00 Euro

Alles anders oder doch gleich –

Regenbogenfamilien: eine Herausforderung in der Beratung?

 

Der Regenbogen steht für Vielfalt, Respekt und Toleranz und ist weltweit Symbol der Homosexuellenbewegung. Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell oder transident bezeichnet, werden Regenbogenfamilien genannt. Erst 1994 wurde in der Bundesrepublik Deutschland der §175 abgeschafft, der homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte. Mit der Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft 2001, der Stiefkindadoption 2005 und den Bundesverfassungsgerichtsurteilen der letzten Jahre hinsichtlich der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren, wollen homosexuelle und transidente Paare oder Einzelpersonen ihren Kinderwunsch erfüllen und offiziell in einer Familie leben. Mit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare 2017 ändert sich wieder einiges. Der Weg zum Kind, die rechtlichen Voraussetzungen und das gesellschaftliche Klima sind für diese Familien eine große Herausforderung. Sie planen in ihren Beziehungen Kinder, geben ihnen ein liebevolles Zuhause und übernehmen Verantwortung. Mit den Rollen und Rollenerwartungen in den Familien und natürlich der Gesellschaft setzen gerade sie sich besonders auseinander und wollen ihren Kindern ein sicheres und unbeschwertes Aufwachsen ermöglichen. Wie kann Erziehungs- und Familienberatung sie dabei unterstützen? Der Kurs bietet Raum, über den eigenen Umgang mit Familienvielfalt zu reflektieren. Das werden und sein von Regenbogenfamilien insbesondere hinsichtlich ihrer Wege zum Kind, ihrer rechtlichen Situation und die alltäglichen Herausforderungen stehen dabei im Fokus. Es wird anhand von Studien und Dokumentationen Gelegenheit zur Diskussion über Familienvielfalt in unserer Gesellschaft geben und die Erfahrungen aus der eigenen Beratungstätigkeit werden reflektiert.

 

Inhalte:

  • Informationen über die gesellschaftliche und rechtliche Situation von Regenbogenfamilien
  • Familiengründung bei Regenbogenfamilien und die Herausforderungen
  • Beratungsschwerpunkte bei Regenbogenfamilien und deren Besonderheiten
  • Sensibilisierung für Familienvielfalt insbesondere hinsichtlich der Lebenslagen von Regenbogenfamilien

Zielgruppe

Familienbezogenes Fachpersonal, Beratende der Lebens-, Paar-, Familien- und Erziehungsberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie seelsorglich Tätige.



Dozent(en):Constanze Körner

Mi | 27.02.2019 | 10:00 Uhr - Do | 28.02.2019 | 17:00 Uhr | 370,00 Euro

GITZ - „Gelassen In Turbulenten Zeiten“

Stressbewältigung in Trennungskrisen für Mütter

 

In Zeiten einer Trennungskrise sind Frauen häufig vielen Belastungen ausgesetzt. Sie fühlen sich von Ihren Alltagsforderungen über die Maßen gefordert, haben weniger Vertrauen in sich und andere. Oft haben die betroffenen Frauen in der akuten Stresssituation das Gefühl, die Kontrolle über Ihr Leben zu verlieren und wissen häufig nicht, wie es für Sie weiter gehen soll. In diesem Seminar lernen die betroffenen Frauen innezuhalten und den Herausforderungen des Lebens mit mehr Ruhe, Gelassenheit und Klarheit zu begegnen.

 

Gelassen in turbulenten Zeiten ist ein Stressbewältigungsseminar, das sich an Mütter in Trennungskrisen richtet.

 

Ziel des Seminars:

eigene Überforderungs- oder Stressmuster zu erkennen und zu verstehen

mit Gefühlen und Gedanken besser umzugehen

die Konzentration auf sich und Ihren Körper zu lenken

innere Ruhe zu finden

achtsamer Umgang mit sich

wieder Energie zu tanken für Dinge, die Ihnen wichtig sind

neue Ziele zu definieren

 

In dieser Weiterbildung lernen Sie das Konzept des Programms kennen und erhalten alle relevanten Arbeitspapiere, um dieses Seminar in Ihrer Beratungsstelle anbieten zu können.

 

Methoden

Theorie Input, Selbsterfahrungsübungen und Raum zum praktischen Üben

 

Zielgruppe

Ehe-, Familien- und Lebensberater*innen, Erziehungs- und Familienberater*innen, Mitarbeiterinnen von Frauenberatungsstellen.

Da sich das Seminar ausschließlich auf Frauen bezieht ist es eher für weibliche Kolleginnen geeignet.



Dozent(en):Katrin Normann

20 Plätze


Do | 25.04.2019 | 14:30 Uhr - Fr | 26.04.2019 | 16:00 Uhr | 190,00 Euro

Sehen und Verstehen

Symptome der kindlichen Entwicklungstraumatisierung im Beratungskontext

 

Was passiert, wenn Kinder und Jugendliche in ihrer frühen Entwicklung extreme Vernachlässigung erleiden, wenn sie körperliche, sexuelle oder seelische Gewalt erfahren oder Zeuge von Gewalt zwischen ihren nahen Bezugspersonen werden? Wie können wir diese Kinder besser verstehen bzw. ihr Verhalten übersetzen, um adäquate Hilfen einzuleiten? Wann ist ein guter Zeitpunkt dafür?

 

Dieses Seminar gibt Ihnen einen ersten Einblick in die Folgen von Entwicklungstraumatisierung. Abgeleitet von den theoretischen Grundlagen werden Möglichkeiten für ein hilfreiches und individuelles Vorgehen im Alltag erarbeitet.

 

Zielgruppe

Mitarbeitende in der Erziehungs- und Familienberatung, der ambulanten und stationären Jugendhilfe, Mitarbeitende des Jugendamtes, Pflegeeltern, Innewohnende Erziehende, Pädagog*innen/Gemeindepädagog*innen, Seelsorger*innen, Familienrichter*innen, Verfahrensbeistände



Dozent(en):Carola Gottschalk

20 Plätze


Mi | 09.10.2019 | 14:30 Uhr - Fr | 11.10.2019 | 16:30 Uhr | 390,00 Euro

Neue Methoden in der Trennungs- und Scheidungsberatung

Hochstrittige Eltern wirksamer beraten in der Einzelberatung

 

Immer häufiger werden in der Beratung von Hochkonflikt Familien Einzelsettings genutzt, da in Einzelgesprächen die Öffnung hin zur Selbstöffnung und Selbstreflektion deutlich besser erreicht wird. Um Veränderungsprozesse anzustoßen, brauchen wir einen Zugang zum Selbst.

In strittigen und destruktiv verlaufenden Trennungsprozessen verharren die Klienten häufig in Ängsten, Wut und Trauer, sowie negativen Selbstzuschreibungen und in wenig förderlichen Gedanken Karussellen, die sich entweder mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigen. Den Klienten ist es kaum möglich, sich aus den Mustern des „Wir Selbst“ hin zu einem „Ich- Selbst“ weiter zu entwickeln und Werte zu kreieren, die für ein selbstbestimmtes Leben bedeutsam sind.

 

Dieses Seminar vermittelt Ihnen die 6 Kernprozesse der Akzeptanz- und Commitment Therapie. Das handlungsorientierte Verfahren mit vielfältigen kreativen Methoden lässt sich hervorragend in der Trennungsberatungs- und Scheidungsberatung einsetzen.

 

Durch kurze Theoretische Einführungen und praktische Übungen werden wirkungsvolle Methoden und deren praktische Anwendung in der Institutionellen Beratung eingeführt und aufgezeigt, wie diese für die Trennungsberatung nutzbar gemacht werden können.

 

Methoden:

Theorie Input, Selbstreflexion, praktische Übungen und Austausch in der Gruppe

 

 

Zielgruppe

Erziehungsberater*innen, Fachkräfte der Trennungs- und Scheidungsberatung, Familienmediator*innen und andere Mitarbeiter der institutionellen Beratung und Jugendhilfe.



Dozent(en):Katrin Normann

20 Plätze


Mi | 23.10.2019 | 14:30 Uhr - Fr | 25.10.2019 | 12:30 Uhr | 320,00 Euro

„Hörst Du das kleine Nashorn weinen?“

- ein psychodramatischer Interventionsansatz mit Tierfiguren bei Kindern im

Trennungs-/Scheidungskonflikt

 

Konzept

Trennung und Scheidung gehören für Kinder und Jugendliche zu den kritischsten Lebensereignissen, die sie so sehr belasten, dass sie alle zur Verfügung stehenden Ressourcen benötigen. Meist sind Eltern in dieser Situation selbst so belastet, dass sie nicht angemessen auf ihre Kinder reagieren können. Daher stellt eine Trennung der Eltern ein hohes Entwicklungsrisiko für Kinder dar. Wie wichtig hier professionelle Hilfe ist, zeigt die Tatsache, dass ein Kind nach Trennung oder Scheidung ein 30fach höheres Risiko hat, später in einem Heim untergebracht zu werden. Auch in den Erziehungsberatungsstellen haben über 40% der vorgestellten Kinder eine Trennung ihrer Eltern erlebt.

 

Eltern kommen in die Beratung, weil ihr Kind nach der Scheidung Probleme macht, und wollen, dass es möglichst schnell symptomfrei wird. Oder sie klagen, dass das Kind nach dem Besuch beim anderen Elternteil völlig durcheinander sei, und wünschen, die Besuche einzustellen. Oder sie kommen, weil das Kind den Besuch verweigert oder Probleme mit dem neuen Partner hat. Andere fordern den Umgang ein und klagen, dass der andere Elternteil die Kontakte boykottiert.

Da Kinder im Trennungs- und Scheidungskonflikt das schwächste Glied sind und den höchsten Preis zahlen, muss eine Beratung der Kinderperspektive und dem Kindeswohl verpflichtet sein.

 

Inhalt

In diesem Seminar wird die Methode des Kinderpsychodramas an Beispielen von Trennungs-/
Scheidungskonflikten vorgestellt.

Auf spielerische Weise werden die Bedürfnisse und Reaktionen mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern thematisiert und visualisiert.

Über Tierfiguren können die heftigen Gefühle, die die Trennung der Eltern auslösen, wie Trauer und Angst, Wut und Rache, Verlust und Kränkung, Sehnsucht und Verzweiflung externalisiert und gemeinsame Lösungen erarbeitet werden.

Über diese emotionale Ebene lassen sich Eltern eher von den berechtigten Anliegen ihrer Kinder berühren, verstehen ihre heftigen Gefühle und können sie leichter akzeptieren. Auch sie sind eher bereit, an einer besseren Umgangslösung zu arbeiten.

 

In diesem Workshop beschäftigen wir uns darüber hinaus

  • mit den Konflikten, die bei den Besuchen beim getrennten Elternteil entstehen können,
  • mit den Problemen mit neuen Partnern und zusammengesetzten Familien,

  • mit den Konflikten, die durch ein psychisch krankes, suchtkrankes, gewalttätiges oder missbrauchendes Elternteil hervorgerufen werden.

Arbeitsweise

Die Arbeitsweise ist praxisbezogen und orientiert sich an den Beratungserfahrungen der Teilnehmenden. Der psychodramatische Ansatz wird zunächst an einem Fallbeispiel demonstriert und anschließend in verschiedenen Übungsbeispielen praktiziert. An Fallbeispielen aus der Beratungspraxis der Teilnehmenden wird gezeigt, wie verschiedene Probleme und Schwierigkeiten in der Trennungs-/Scheidungssituation mit den Tierfiguren thematisiert und behandelt werden können. Diese Interventionen können im Rollenspiel ausprobiert werden. Abschließend sollen Fragen der Einsatzmöglichkeiten und auch der Grenzen erörtert werden.

 

Literaturhinweis

Aichinger, A.: Die Sehnsucht des kleinen Bären, Informationen für Erziehungsberatungsstellen, 1/2006, S.16-25

Aichinger, A.: Einzel- und Familientherapie mit Kindern, Kinderpsychodrama Band 3. Wiesbaden 2012 (Springer VS Verlag)

 

Zielgruppe

Fachkräfte der Ehe-, Familien-, Lebens-, Erziehungs- und Jugendberatung.



Dozent(en):Alfons Aichinger

18 Plätze


Di | 19.11.2019 | 13:30 Uhr - Do | 21.11.2019 | 15:00 Uhr | 350,00 Euro

Deine Kinder, unser Kind, meine Kinder…!?

Fortsetzungsfamilien in ihrer Komplexität und Konfliktdynamik verstehen und beraten

 

In den Erziehungsberatungsstellen sind Stieffamilien überproportional häufig vertreten. In
Erst-Ehen ist das kritische Jahr das vierte, in Zweitehen bereits das zweite. Nach meist enttäuschenden Vorerfahrungen in Partnerschaft und Ehe sind sie i. d. R. mit überhöhten Glückserwartungen und der Sehnsucht nach einer harmonischen Familie verbunden. Auf der anderen Seite sind sie aber nicht selten auch von Skepsis und Zweifeln überschattet. Wenn Kinder aus diesen Familien auffällig werden, sind es zu 80% die Stiefkinder.

 

Fortsetzungsfamilien zeichnen sich durch eigene Charakteristika aus, aber ihre besonderen Probleme ergeben sich nicht durch die Familienform. Welche Probleme verbergen sich hinter den vordergründigen, strukturellen Konfliktdynamiken? Woran liegt es, dass Stieffamilien so kompliziert erscheinen - an der Komplexität der alten und neuen Beziehungen, an den Schuldgefühlen aus der Vergangenheit, an einem Streben nach Harmonie und Konfliktfreiheit oder den widersprüchlichen Interessen von Erwachsenen und Kindern bzgl. des wechselvollen Zusammenlebens?

 

Im Seminar werden wir Antworten auf diese Fragen geben und Wege aufzuzeigen, wie Stieffamilien erfolgreich beraten werden können. Dabei soll besonders auf folgende Entwicklungsprobleme eingegangen werden:

  • Der offene Umgang mit der eigenen Familiengeschichte
  • Die Grenzen nach außen, zu den ehemaligen Partnern, Freunden und Großeltern

  • Der Umgang mit den Grenzen der Intimität nach innen, insbesondere den sexuellen Grenzen

  • Die überhöhten Ansprüche und Erwartungen an das harmonische Gelingen der zweiten Familie

  • Die gezielte Pflege der Paarbeziehung in einer vom Kommen und Gehen geprägten Familie

  • Der Umgang mit finanziellen Einschränkungen

  • Das Problem eines überengagierten Stiefelternteils

  • Die Gestaltung der Besuchs- und Umgangskontakte zum außerhalb „der Familie“ lebenden leiblichen Elternteil

  • Rivalitäten zwischen Halb- und Stiefgeschwistern und nachgeborenen leiblichen Kindern

  • Die Zuständigkeit für die Kindererziehung im Spannungsfeld von sozialer und biologischer Elternschaft („Du hast mir gar nix zu sagen…!“)

 

Didaktisch wird sich die Komplexität des Themas in einer Vielfalt der Methoden (Theorieinput, Plenums- und Gruppenarbeit, praktisch-methodische Übungen) widerspiegeln.

Gern können Sie auch eigene Fallbeispiele oder Intervisionsfragen zur Diskussion mitbringen.

 

Literaturhinweis:

Das Kapitel zu: „Zweite Familien“ in dem Buch „Basiswissen Familienpsychologie“ Bd. 1 (Klett-Cotta 2013) von Dr. Wolfgang Hantel-Quitmann und die Fragen am Ende des Kapitels (s. Kap. 9, S. 222-244) empfehlen wir zur Vorbereitung.

 

Zielgruppe

Berater*innen der Erziehungs- und Familienberatung (EFB), Ehe- und Lebensberatung (ELB) sowie anderer ambulanter Dienste der Familien-, Kinder- und Jugendhilfe und niedergelassene Psychotherapeut*innen sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen.



18 Plätze