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Mo | 19.02.2018 | 11:00 Uhr - Di | 20.02.2018 | 16:00 Uhr | 320,00 Euro

"Aggression und Destruktion in Beratung und Supervision (Fallseminar)"

Aggression ist eine komplexe Kategorie unserer Psyche, die das Erleben und Verhalten in allen möglichen Erscheinungsformen bestimmt, wenn sie aktiv wird. Sie bezieht ihre Dynamik aus Trieben und Affekten und zeigt sich offen oder verdeckt.

 

In der Beratung wird vornehmlich Aggression und Destruktion im Alltagsverhalten der Klienten und in Problemsituationen und schwierigen Beziehungen zum Thema. Oft besteht die Aufgabe der Beratung darin, destruktive in konstruktive Aggression fortzuentwickeln. Dazu ist ein Verständnis der Psychodynamik des aggressiven Erlebens und Verhaltens und der Weiterverarbeitung in Beziehungsprozessen hilfreich. Dieses Verständnis soll Gegenstand und Ziel in diesem Seminar sein. Dazu soll von Fallbeispielen aus dem Teilnehmerkreis ausgegangen werden.

 

Aber auch die Supervision und die Person der SupervisorInnen kann Ziel von Aggressionen werden. Das stellt dann für die Entwicklung einer nützlichen Übertragungsdynamik eine besondere Herausforderung dar. Dafür können im Seminar Beispiele aus der Arbeit der TeilnehmerInnen zur Diskussion gestellt und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden.

 

Das Seminar geht von der Praxis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus und hat das Ziel, die Komplexität der beteiligten Prozesse zu erhellen. Dabei spielt neben der Betrachtung der Psychodynamik der Klientinnen und Klienten die Klärung Übertragung und Gegenübertragung eine bedeutende Rolle. Diese kann sich auch als Parallelprozess in der Supervision zeigen.

 

 

Für die Fortbildung erhalten Sie 12 Punkte der PTK.

 

Arbeitsweise:

Die Teilnehmenden werden gebeten, eigene Fallskizzen und Spontanberichte aus ihrer Arbeit mitzubringen, um erlebnisnah am Material ein vertieftes Verrständnis zu erarbeiten.  

 

Zielgruppe

Beraterinnen und Berater aus allen Bereichen (Ehe-, Familien-, Lebens-, Erziehungs- und Jugendberatung usw.), Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Supervisorinnen und Supervisoren.




Mo | 19.02.2018 | 14:30 Uhr - Mi | 21.02.2018 | 12:30 Uhr | 330,00 Euro

Psychosoziale Beratung mit trans* Personen und ihren Angehörigen. Erfahrungen, Haltungen, Lösungen

Gendernonkonforme, genderqueere und transgeschlechtliche Personen (kurz trans*) teilen in dieser Gesellschaft die Erfahrung, dass die Zuschreibungen, die aufgrund ihres Körpergeschlechts an sie gerichtet werden, nicht ihrem inneren Erleben und ihrer Geschlechtsidentität entsprechen. Da Geschlecht jedoch in dieser Gesellschaft eine hochrelevante Strukturkategorie darstellt, die in allen sozialen Beziehungen immer wieder angesprochen und mit Erwartungen ausgefüllt wird, stehen trans* Personen immer wieder vor erheblichen Herausforderungen wie Gewalt, Diskriminierungen, Nicht-Anerkennen und Nicht-Gesehen-Werden. Diese machen es notwendig, dass diese Personen ihren Lebensweg immer wieder auch gegen erhebliche Widerstände gehen und einen Umgang mit Barrieren erarbeiten müssen, was zu biografischen Belastungen führen kann und es notwendig macht, spezifische Ressourcen zu entwickeln. Die Ausgestaltungsweisen von Geschlechtsidentität(-en) und Genderpräsentation(-en) einer Person überschneiden sich mit weiteren lebensweltlichen Merkmalen wie sozioökonomischen Status, Gesundheit, Behinderung, Herkunft etc. Dementsprechend ist die Berücksichtigung der Erfahrungen einer Person mit der je individuellen Positionierung in Bezug auf ihre unterschiedlichen Zugehörigkeiten entscheidend für ein Verständnis ihrer Erfahrungen und Umgangsmöglichkeiten damit.

In der Beratung haben trans* Klient*innen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Positionierung spezifische Versorgungsbedürfnisse. Damit erfordert die beraterische Begleitung dieser Menschen ein Wissen hinsichtlich rechtlicher, psychosozialer und medizinischer Umgangsweisen mit dem Thema, Selbstreflexion der Berater*innen hinsichtlich der Bedeutung von Geschlecht und Möglichkeiten der Geschlechtspräsentation, sowie eine Beziehungsgestaltung, in der die Berater*innen bereit sind, sich auf Unsicherheiten einzulassen und scheinbare Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen oder in Frage stellen zu lassen.

Themen dieser Fortbildung sind die Auseinandersetzung mit der Vielfalt von Geschlecht und die beratende Begleitung von trans* Klient*innen, ganz gleich, ob es sich um ratsuchende Erwachsene, Paare, Familien oder Kinder und Jugendliche handelt. Neben einem Einblick in die rechtliche und medizinische Dimension (auch die hier jeweils anstehenden Veränderungen) geht es um die Vermittlung von Lebensweltwissen sowie die Selbstreflexion und praktische Arbeit zum Thema. Bei Bedarf können gern Fallsupervision angeboten und seelsorgerische Aspekte bearbeitet werden.

 

Zielgruppe

Familienbezogenes Fachpersonal, Beratende der Lebens-, Paar-, Familien- und Erziehungsberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie seelsorglich Tätige.



Dozent(en):Mari Günther

Mi | 04.04.2018 | 10:00 Uhr - Do | 05.04.2018 | 17:00 Uhr | 370,00 Euro

GITZ - „Gelassen In Turbulenten Zeiten“ - Stressbewältigung in Trennungskrisen für Mütter

In Zeiten einer Trennungskrise sind Frauen häufig vielen Belastungen ausgesetzt. Sie fühlen sich von Ihren Alltagsforderungen über die Maßen gefordert, haben weniger Vertrauen in sich und andere. Oft haben die betroffenen Frauen in der akuten Stresssituation das Gefühl, die Kontrolle über Ihr Leben zu verlieren und wissen häufig nicht, wie es für Sie weiter gehen soll. In diesem Seminar lernen die betroffenen Frauen innezuhalten und den Herausforderungen des Lebens mit mehr Ruhe, Gelassenheit und Klarheit zu begegnen.

 

Gelassen in turbulenten Zeiten ist ein Stressbewältigungsseminar, das sich an Mütter in Trennungskrisen richtet.

 

Ziel des Seminars:

  • eigene Überforderungs- oder Stressmuster zu erkennen und zu verstehen
  • mit Gefühlen und Gedanken besser umzugehen
  • die Konzentration auf sich und Ihren Körper zu lenken

  • innere Ruhe zu finden

  • achtsamer Umgang mit sich

  • wieder Energie zu tanken für Dinge, die Ihnen wichtig sind

  • neue Ziele zu definieren

In dieser Weiterbildung lernen Sie das Konzept des Programms kennen und erhalten alle relevanten Arbeitspapiere, um dieses Seminar in Ihrer Beratungsstelle anbieten zu können.

 

Methoden

Theorie Input, Selbsterfahrungsübungen und Raum zum praktischen Üben

 

Zielgruppe

Ehe-, Familien- und Lebensberater*innen, Erziehungs- und Familienberater*innen, Mitarbeiterinnen von Frauenberatungsstellen.

Da sich das Seminar ausschließlich auf Frauen bezieht ist es eher für weibliche Kolleginnen geeignet.



Dozent(en):Katrin Normann

Mo | 11.06.2018 | 14:30 Uhr - Do | 14.06.2018 | 13:30 Uhr | 320,00 Euro

Die ersten 100 Tage – Orientierung nach dem Wechsel in eine Beratungsstelle

Die ersten 100 Tage sind in der Regel die Frist, die ein Mitarbeiter*in eingeräumt wird, um sich auf einer neuen Arbeitsstelle einzurichten. Manchmal geht das schneller, meist dauert es aber deutlich länger.

 

In vielen psychologischen Beratungsstellen findet ein Generationenwechsel statt. Langjährig bestehende Teams verändern sich. Neue Kolleg*innen bringen neue Impulse mit. Umgekehrt ist für manche neue Kolleg*innen die Arbeit in einer Psychologischen Beratungsstelle noch unvertrautes Gebiet.

 

Das Seminar ermöglicht den Teilnehmenden ihr neues Arbeitsfeld: Psychologische Beratungsstelle hinsichtlich historischer, organisationaler und beziehungsdynamischer Aspekte kennen zu lernen und sich mit Rollenerwartungen und eigenen Gestaltungswünschen und -möglichkeiten auseinanderzusetzen.

 

Die Teilnehmenden arbeiten mit Kolleg*innen, die ebenfalls neu in einer Beratungsstelle angefangen haben, unter supervisorischer Begleitung, ergänzt durch das Erfahrungswissen langjähriger Experten in der institutionellen psychologischen Beratung.

 

Arbeitsformen:

  • Impulsreferate

  • kreative Übungen

  • Selbstreflexion

  • Gruppensupervision

  • freie Abende

  • Kulturprogramm

 

Zielgruppe

Mitarbeiter*innen aus psychologischen Beratungsstellen, die ihre Situation als „Neue“ reflektieren und Handlungsstrategien der „Beheimatung“ entwickeln möchten.




Mo | 18.06.2018 | 14:30 Uhr - Mi | 20.06.2018 | 12:30 Uhr | 330,00 Euro

Sexualität und Erotik in der 2. Lebenshälfte - Möglichkeiten der Sexualberatung

„Mit der Reife wird man immer jünger.“ Hermann Hesse

 

Der Wunsch nach Zärtlichkeit, körperlicher Intimität und Sexualität begleitet uns durch unser Leben. Auch ältere Klientinnen und Klienten fragen vermehrt in Beratungen um Unterstützung, wenn die  gelebte Sexualität schwieriger geworden ist oder einer der Partner das Interesse an der Sexualität scheinbar verloren hat. Die jeweiligen Hintergründe dafür können verschieden sein: manchmal gab es Verunsicherungen in der Folge von Wechseljahren oder körperlichen Erkrankungen, manchmal wurde durch eine zeitweise Überlastung der  körperlichen Annäherung und Einstimmung  zu wenig Zeit eingeräumt. Häufig geht es darum, passendere Formen sexueller Begegnung miteinander zu suchen oder um den kreativen Umgang mit krankheitsbedingten Einschränkungen. Jedenfalls braucht es Kommunikation und Austausch miteinander, das  Interesse an der Sexualität gemeinsam lebendig zu halten und einen  „Pannenkoffer“ zu packen, wenn die sexuellen Reaktionen altersbedingt etwas verändert ablaufen.

 

Ziele der Fortbildung:

  • Wie kann ich im Beratungsgespräch wichtige Informationen zur sexuellen Entwicklung und zur jetzigen Sexualität einholen? Was alles gehört zu einer Sexualanamnese?

  • Wechseljahre- was verändert sich (manchmal)?

  • Welche Hintergründe kann die häufig von einem der Partner beklagte Lustlosigkeit haben? Möglichkeiten der Veränderung?

  • Welche Auswirkungen können psychische und körperliche Erkrankungen bzw. deren Behandlung auf die Sexualität haben? Was kann helfen?

  • Verbesserung des Attunements (Einstimmung), der Kommunikation und der sexuellen Begegnung- Darstellung eines Beratungsverlaufs

  • An einem Videobeispiel wird eine ressourcenorientierte Sexualanamnese gezeigt.

 

Referentin:

Dr. med. Ruth Gnirss- Bormet, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin, Dozentin und Supervisorin der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung  DGfS für die  Bereiche Sexualberatung/ Sexualtherapie/ Sexualmedizin, langjährige Oberärztin der Sexualmedizinischen Sprechstunde am Universitätsspital Zürich. Seit 2004 eigene Praxis für Psychotherapie, Paar- und Sexualtherapie in Kassel. Schwerpunkte: Einzel- und Paartherapie, Psychotherapie im Kontext ungewollter Kinderlosigkeit, Behandlung sexueller Funktionsstörungen und sexueller Störungen, Sexualtherapie nach dem Hamburger Modell, auch im Kontext sexueller Traumatisierung.

 

Empfohlene Literatur zur Vorbereitung: 

  • Sexualberatung, Claus Buddeberg, 2005, 4.Auflage, Thieme- Verlag
  • „Sexualität beginnt im Tanz zwischen Eltern und Kind, Der Attunement1-fokussierte Ansatz in der Sexualtherapie“, Marianne Eberhard-Kaechele & Ruth Gnirss-Bormet in:
    Thomas Harms & Manfred Thielen (Hrsg.) (2017): Körperpsychotherapie und Sexualität. Grundlagen, Perspektiven und Praxis. Gießen: Psychosozial-Verlag.

Zielgruppe

Berater*innen aus der Ehe-, Paar- und Lebensberatung sowie Paar-und Sexualtherapeut*innen, Paar-und Sexualberater*innen, Fachpersonen aus psychotherapeutischen, medizinischen und sozialpädagogischen Bereichen.




Do | 21.06.2018 | 11:00 Uhr - Fr | 22.06.2018 | 17:00 Uhr | 330,00 Euro

Wenn die eigenen Worte enden – Dolmetscher als Sprachmittler in der Beratung

Beratungsgespräche unter Einbeziehung von Dolmetschern stellen im psychosozialen Arbeitsfeld oftmals ein schwer handhabbares Gesprächssetting dar.Sowohl Dolmetschern als auch Beratern ist das eigene Rollenverständnis in dieser Gesprächskonstellation oftmals unklar. Da der Dolmetscher von den Klienten häufig als Ansprechperson oder Bündnispartner wahrgenommen wird, fällt es den Beratern in dieser Gesprächskonstellation schwer, ihrer professionellen Beraterrolle gerecht zu werden. Nicht selten entwickeln sich in der Beratung Gespräche zwischen Dolmetschern und Klienten, Gesprächsinhalte werden verkürzt oder in erweiterter Form übersetzt, ohne dass die Berater verstehen was gesprochen wird. Die Folge davon ist, dass Rollenkonfusionen und unklare Rollenabgrenzungen entstehen, die sich unweigerlich auf die Kommunikation mit den Klienten auswirken. Es entsteht eine Gesprächsdynamik, die in weiten Teilen für alle drei beteiligten Parteien (Klienten, Berater, Dolmetscher) unbefriedigend ist.

 

Eine klare und direkte Kommunikation unter Einbeziehung von Dolmetschern ist sehr wohl möglich. Voraussetzung dafür ist, dass sowohl Berater als auch Dolmetscher sich in dieser Gesprächs-konstellation an einige grundlegende Regeln halten und dass die Berater mit besonderer Aufmerksamkeit ihre eigene professionelle Rolle wahrnehmen und das Beratungssetting in einer Form gestalten, die es ihnen ermöglicht den spezifischen Rollenanforderungen als Berater gerecht zu werden.

 

Inhalte:

 

  • Theoretische und methodische Grundlagen für die Arbeit mit Dolmetschern

  • Reflexion von schwierigen Gesprächssituationen mit besonderem Augenmerk auf die Rollenabgrenzung zwischen Berater und Dolmetscher

  • Erarbeitung von Handlungsoptionen unter Berücksichtigung der jeweils spezifischen Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsmethodik in dem Seminar ist szenische Darstellung und Rollenspiel.

 

Zielgruppe

Beratende aus Ehe-, Familien-, Erziehungs- und Lebensberatungs-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, niedergelassene psychologische und ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie seelsorglich Tätige.



Dozent(en):Savita Dhawan

Mo | 02.07.2018 | 15:30 Uhr - Mi | 04.07.2018 | 12:30 Uhr | 380,00 Euro

Trauma-/Tension Releasing Exercises (TRE®) - Körperarbeit zur Traumabewältigung und Stressreduktion

 

Modul Basis I in der Ausbildung zum/r Institutionsbezogene/r TRE®-Anleiter/in

Die neueste Traumatologie-Forschung hilft, ein eingeschränktes Verständnis von Trauma und Posttraumatischer Belastungsstörung als vorwiegend psychologische Störungen zu überwinden. Jedes Psychotrauma, ob körperlicher, kognitiver, emotionaler und/oder zwischenmenschlicher Natur, findet seinen Niederschlag in körperlichen Prozessen und wird durch diese auch aufrechterhalten.

Die von Dr. David Berceli entwickelte TRE®-Übungsserie zielt mit neurogenem Zittern auf die dem Organismus innewohnenden Lösungsmöglichkeiten muskulärer Verspannungen ab, die in Stress und jeglicher Form von Trauma eine zentrale Rolle spielen.

Die Übungen können in der persönlichen Übungspraxis ihre heilsame Wirkung entfalten und auch vorbeugend eingesetzt werden.

 

Diese Fortbildung wendet sich an alle kirchlich Mitarbeitende, in deren beruflichem Kontext das Anbieten von TRE® in Gruppen- oder Einzel-Anleitung sinnvoll ist.

 

Das Modul Basis I dient in erster Linie der Selbsterfahrung und einem ersten Verständnis der Hintergründe der Übungen (Anatomie, Neurophysiologie und Biochemie von Stress- und Traumaverarbeitung etc.)

 

Die Teilnahme am Modul Basis I berechtigt noch nicht zur Arbeit mit anderen Menschen. Die gesamte Fortbildung (Basis II, zwei Gruppensupervisionen, eine Einzelsupervision, zwei Einzelstunden sowie ein Selbsterfahrungsprotokoll) schließt mit der Zertifizierung zum Institutionsbezogenen TRE® -Provider ab.

 

Zielgruppe

Beraterinnen und Berater, sowie Personen, in deren beruflichem Umfeld von Psychotherapie, Seelsorge, Medizin, Sozialer Arbeit oder Traumatherapie bzw. -beratung das Anbieten von TRE® sinnvoll ist.




Mo | 16.07.2018 | 15:00 Uhr - Fr | 20.07.2018 | 12:30 Uhr | 340,00 Euro

Einerseits und andererseits

Wie können innere Zwiespältigkeit und Widersprüchlichkeit (Ambivalenz) als Chance und Reichtum in der Beratung genutzt werden?

 

In vielen Lebenslagen, vor allem in Krisen, reagieren Menschen mit inneren Zwiespältigkeiten (Ambivalenzen), mit widersprüchlichen Gefühlen, Gedanken und Impulsen gleichzeitig. Die inneren Zwiespältigkeiten werden verstärkt durch die Komplexität unserer spätmodernen Lebens- und Arbeitswelten; sie verlangen von uns, dass wir ständig oszillieren zwischen verschiedenen Rollen und Teilidentitäten. Lange hat man gemeint, man müsste solche Zwiespältigkeiten zugunsten von Eindeutigkeit auflösen und überwinden, müsste sich klar entscheiden, müsste eine deutlich profilierte Identität entwickeln. Ein neuer Blick auf das Phänomen Ambivalenz zeigt jedoch etwas anderes: Ambivalenzen bilden eine Vielfalt, einen inneren Reichtum ab, den man produktiv nutzen kann; Beratung kann dazu anleiten.

 

Das Seminar soll grundlegende Informationen zu psychologischen und soziologischen Konzepten von Ambivalenz vermitteln; in Fallbesprechungen / Rollenspielen und Selbsterfahrung sollen die Chancen, die darin liegen, entdeckt und für die Beratung fruchtbar gemacht werden.

 

Zielgruppe

Beratende aus der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, sowie Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Seelsorger*innen, niedergelassene Psychotherapeut*innen.




Mo | 10.09.2018 | 14:30 Uhr - Mi | 12.09.2018 | 15:30 Uhr | 340,00 Euro

„Onlineberatung geht immer - Einführung in die Online-Beratung via Smartphone-App, E-Mail & „Blended-Counseling“

„Onlineberatung geht immer“

 

Die Weiterentwicklung der Informationstechnologie bietet der EFL-Beratung neue Räume und Arbeitsfelder. Paarberatung online und Beratung per Smartphone sind längst keine Utopie mehr.

 

Auch die Hemmschwellen für die Inanspruchnahme Psychologischer Beratung hiermit werden stark gesenkt – speziell für folgende Zielgruppen:

 

  • Für Menschen, die im ländlichen Raum leben,

  • die aufgrund kleiner Kinder das Haus nicht gut verlassen können,

  • die aufgrund von extrem hoher beruflicher Mobilität keine regelmäßigen Termine bei einer face-to-face Beratungsstelle wahrnehmen können,

  • die aufgrund von sozialer oder religiöser Kontrolle das Haus nicht verlassen können, um eine Beratungsstelle aufzusuchen,

  • die aufgrund von Immobilität das Haus nicht verlassen können,

  • die Ängste haben, sich zu zeigen,

  • die die Anonymität suchen,

  • junge Menschen, die es gewohnt sind relevante Angebote zuallererst im Netz zu finden.

 

Für alle diese Personengruppen kann Onlineberatung ein wertvolles, nachhaltiges Beratungsangebot darstellen. Darüber hinaus bietet die Verbindung von face-to-face-Beratung (Blended-Counceling) mit Onlineberatung ein Beratungsformat mit neuen Interventionsmöglichkeiten.

 

Diese Fortbildung bietet ein zertifiziertes Einführungsseminar in die Mail- und Chatberatung.

Die Inhalte orientieren sich an den Richtlinien des KBK-„Curriculums für die Qualifizierung in der Onlineberatung“.

Grundlegende Inhalte werden sein: Spezifika des Online-Settings, der Transfer psychotherapeutischer Methoden und Ansätze in die Onlineberatung, Beziehungsgestaltung im virtuellen Raum, Methodik psychodynamischer Paarberatung online und systemische Kriseninterventionen „online“.

 

Arbeitsweise

Informationsvermittlung

Selbsterfahrung

Schreiben am eigenen Laptop

Austausch

 

Zielgruppe

Mitarbeitende an Beratungsstellen, Seelsorger*innen, Therapeut*innen.



18 freie Plätze

18 Plätze insgesamt.


Fr | 19.10.2018 | 14:30 Uhr - So | 21.10.2018 | 13:00 Uhr | 320,00 Euro

Me(e)hr-Blick – ein Wochenende auf Wangerooge mit Life-Coaching

Selbstsorge, Achtsamkeit für sich und die eigenen Ressourcen – angesichts von Arbeitsverdichtungen und immer neuen Herausforderungen im Beruf sind dies Themen, die im Alltag der Klienten und Klientinnen, aber auch im eigenen eine immer wichtigere Rolle spielen, um gesund und motiviert zu bleiben. Das von Ferdinand Buer und Christoph Schmidt-Lellek entwickelte Konzept des Life-Coaching reagiert auf diese Entwicklungen, indem in Beratungs- und Supervisionsprozessen nicht nur der Arbeitszusammenhang in den Blick kommt, sondern der ganze Mensch in seinen unterschiedlichen Lebensvollzügen.

Gerade eine Insel wie Wangerooge lädt in besonderer Weise dazu ein, innezuhalten, den Blick zu weiten, den unterschiedlichen Lebensdimensionen Raum zu geben und das Konzept des Life-Coaching für sich und möglicherweise auch für den Beratungszusammenhang zu entdecken. Dazu laden wir ein.

 

Zielgruppe

Berater*innen und Seelsorger*innen aus den unterschiedlichen Feldern der Beratung.

 

Ort: Insel Wangerooge, Haus Meeresstern, Westingstraße 5-7, 26486 Wangerooge 

Kursgebühr € 320,-- (incl. Übernachtung und Vollverpflegung)

 



2 freie Plätze