Veranstaltungen

Druckversion

Gehe zu Veranstaltungen im: September
Do | 12.01.2017 | 14:30 Uhr - Sa | 14.01.2017 | 14:00 Uhr | 220,00 Euro

Supervision für Absolventinnen und Absolventen der IFB-Weiterbildung

Nun ist Ihre Weiterbildung in Psychologischer Beratung schon einige Zeit vorüber, und der Beratungsalltag hat sich eingestellt. Vielleicht können Sie sich vor der Menge der Klientinnen und Klienten gar nicht retten, so dass Ihnen kaum Zeit zum Innehalten und Nachdenken bleibt. Oder die Supervisionen in den Teams mit ihrer Methodenvielfalt verwirren manchmal mehr als dass sie Klarheit schaffen. Oder es entstehen neue Fragen, wo oftmals Raum und Zeit fehlen, sich mit diesen auseinanderzusetzen. Oder Sie merken, dass Sie mit Ihrer eigenen beraterischen Kompetenz immer öfter wieder an Grenzen stoßen:

 

Vielleicht fehlt Ihnen in der Einzel- und Lebensberatung manchmal der Rote Faden. In den Paarberatungen stagniert möglicherweise der Beratungsprozess nach einem vielversprechenden Beratungsbeginn. Oder Sie sind einfach von den Eltern in der Erziehungsberatung genervt, die oft nur wenig zur Mitarbeit motiviert sind und eine Veränderung im Kind und nicht in sich selbst erwarten.

 

In dem Workshop haben Sie die Möglichkeit, diese (Ihre) „schwierigen Fälle“ vorzustellen und im kollegialen Dialog unter fachlicher Anleitung auf Grundlage des theoretischen Konzepts des Evangelischen Zentralinstituts zu diskutieren. In dieser Supervision wird ein Austausch zwischen den Teilnehmenden angeregt, in dem methodische Erfahrungen und theoretische Kenntnisse transportiert werden können. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Auffrischung eines tiefenpsychologisch-orientierten Beratungsverständnisses.

 

Zielgruppe

Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung in IFB - Integrierter Familienorientierte Beratung®.




Mo | 06.02.2017 | 11:30 Uhr - Di | 07.02.2017 | 17:30 Uhr | 310,00 Euro

Neid & Co im Beratungs- und Supervisionsprozess

Die tradierte Vorstellung, Organisationen würden rational verfahren und Emotionen in Organisationen seien in erster Linie Störfaktoren, die es auszuschalten gelte, ist schon immer falsch gewesen. Inzwischen haben sich die Verhältnisse aber nahezu verkehrt: Emotionen gelten vor allem im Dienstleistungsbereich als Ressource, die über den Erfolg und Misserfolg einer Dienstleistung entscheiden.

 

Von DienstleisterInnen wird erwartet, dass sie Emotionsarbeit betreiben, will heißen: die eigenen Emotionen zweckdienlich zu regulieren, was die Regulation der Emotionen der KlientInnen einschließt. Von einem solchen instrumentellen Gebrauch von Emotionen abgesehen, treten sie in ihrer ganzen Vielfalt nach wie vor spontan auf und tauchen die Arbeitsbeziehungen in ein bestimmtes emotionales Klima, in dem der jeweilige Stand der Beziehungen – oft unbewusst – zum Ausdruck kommt.

 

Auf diesem Hintergrund müssen SupervisorInnen eine komplexe Situation handhaben: Indem sie die Emotionen beobachten, die in der Arbeit ihrer SupervisandInnen mit deren KlientInnen entstehen, werden sie unvermeidlich selbst emotional berührt, wobei sich in dem emotionalen Klima der Supervision das emotionale Klima des supervidierten Falles spiegelt.

 

Um Emotionen als Hinweise nutzen zu können, latente Falldynamiken besser zu verstehen, ist es für SupervisorInnen wie BeraterInnen hilfreich, die häufigsten emotionalen Beziehungsmuster am Arbeitsplatz wie in der Beratung zu kennen und sich für deren Wahrnehmung, auch bei sich selbst, zu sensibilisieren.

                                                                                                                                    

Der Workshop ist als Fallseminar angelegt, in dem die TeilnehmerInnen aktuelle Fälle einbringen, bei denen sie eine bestimmte emotionale Sozio- und Psychodynamik vermuten.

Theoretisch wird die Fallarbeit je nach Bedarf mit Wissensbausteinen zu Neid, Ärger, Traurigkeit, Scham, Schuld …. untermauert.

 

Zielgruppe

SupervisorInnen, BeraterInnen, Führungs- und Leitungskräfte.



Dozent(en):Ullrich Beumer

Mo | 20.02.2017 | 15:00 Uhr - Fr | 24.02.2017 | 12:00 Uhr | 390,00 Euro

Fortbildung für Sekretärinnen, Verwaltungsangestellte in Beratungsstellen für Ehe-, Lebens-, Familien- und Erziehungsberatung und Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung

Dieser Kurs ist ein Angebot für Sekretärinnen und Verwaltungsangestellte. Es geht darum, seinen Platz im Team zu definieren. Sich des eigenen Platzes sicher zu sein, ist der beste Schutz vor „Ausbrennen“.

 

Auf der einen Seite bestimmen strukturelle Gegebenheiten, (Arbeitsplatzbeschreibungen) die Inhalte der Arbeit, auf der anderen Seite sind Menschen verschieden und erfüllen solche Vorgaben auf ihre jeweils eigene Weise. Deshalb ist es wichtig, seine Fähigkeiten im Hinblick auf die geforderte Berufsrolle zu kennen und ggf. zu erweitern.

 

Alle Teilnehmenden sollen Gelegenheit bekommen, ihre Situation am Arbeitsplatz darzustellen. Wir werden uns mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Arbeit beschäftigen und uns darüber austauschen. Möglicherweise entwickeln sich Ideen zur Verbesserung der eigenen Situation. Wir werden Ziele entwickeln und sie gleichzeitig einer „Realitätsprüfung“ unterziehen.

 

Außerdem widmen wir unsere Aufmerksamkeit dem Erstkontakt mit den KlientInnen. Der erste Eindruck, den die KlientInnen dabei bekommen, ist die „Visitenkarte“ der Beratungsstelle und daher von großer Relevanz für die zukünftige Zusammenarbeit.

 

Wichtige Fragen werden sein:

  • Wie strukturiere ich ein Gespräch?
  • Woran erkenne ich eine bedrohliche Krise?

  • Wie kann ich mich abgrenzen, ohne unhöflich zu sein? 

Das Erleben von Verständnis und Solidarität durch eine Gruppe von Gleichgesinnten wird gut tun.

 

Arbeitsweise

Es soll im Plenum und in kleinen Gruppen gearbeitet werden. In Übungen und Rollenspielen kann das Erlernte ausprobiert und vertieft werden.

 

Zielgruppe

Sekretärinnen und Verwaltungsangestellte aus Ehe-, Lebens-, Erziehungs-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen.



Dozent(en):Wibke Paetzold

Do | 02.03.2017 | 15:00 Uhr - Sa | 04.03.2017 | 12:30 Uhr | 350,00 Euro

Angst – Umgehen mit/von Angst und Schrecken

Auch wenn wir es nicht wollen: Angst ist unser lebenslanger Begleiter - beruflich wie privat, bewusst und unbewusst. Sie kann sich auf bestimmte Objekte bzw. Situationen richten oder aber diffus und unbestimmt im Hintergrund anwesend sein. Sie kann sich lärmend und laut äußern oder auch leise und verhalten, sie kann sich lange verstecken, sich langsam einschleichen oder uns plötzlich überfallen und erschrecken. So unerwartet, verstörend und verwirrend dies oftmals auch ist, wir können doch versuchen, ein Sensorium für die unterschiedlichen Angstsituationen zu entwickeln.

 

Denn Angst entsteht in der Beziehung und lässt sich daher auch in der Beziehung bewältigen. Darin liegen Gefahren und Chancen. Denn obwohl Angst unser Verhältnis zu anderen bedroht, schützt sie es doch auch. Insbesondere für Menschen, die Führungs- und Leitungsfunktionen innehaben oder in Beratung, Supervision und Mentorat tätig sind, stellt diese Spannung zwischen konstruktiver und destruktiver Funktion von Angst eine stetige Herausforderung dar. Immerhin wird von ihnen oft erwartet, mit der Angst anderer fertig zu werden und selbst keine bzw. nur wenig Angst zu haben oder zu zeigen. Und doch ist es gerade in dieser Arbeit oft entscheidend, sich der Angst zu stellen, wenn man denn mit sich und anderen in einer echten und hilfreichen Beziehung bleiben will. Umso wichtiger erscheint es, eigene Ängste wie auch die Ängste anderer zu kennen und mit ihnen besser umgehen zu lernen. Dabei soll dieses Seminar helfen.

 

Ziele sind:

  • die Erkenntnis von Ursachen und Folgen von Angst (wie zum Beispiel Trennung, Trauma und Schrecken)

  • die Befähigung zur Analyse unterschiedlicher Angstsituationen

  • die Qualifizierung zum Umgang mit Angst

  • das Kennenlernen wichtiger Bewältigungsmöglichkeiten von Angstsituationen

 

Didaktisch wird der Workshop neben

  • einer interaktiven Vorlesung mit PowerPoint-Präsentation zur konzeptionellen Einführung,

  • Gruppenarbeit mit assoziativen Gedankenketten (Metaplan),

  • eigenen Fallstudien,

  • und der gemeinsamen Arbeit mit Bildern und Fantasien

  • auch Rollenspiele enthalten.

  • Fallbeispiele der Teilnehmer sind ebenfalls erwünscht!

 

Literaturangabe

Ebrecht-Laermann, Angelika: Angst. Reihe Analyse der Psyche und Psychotherapie. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2014.

 

Zielgruppe

SupervisorInnen, BeraterInnen, Führungs- und Leitungskräfte.




Fr | 19.05.2017 | 14:30 Uhr - So | 21.05.2017 | 12:30 Uhr | 290,00 Euro

Übers Kopftuch hinaus

Umgang mit Identität und sozialem Rollenverständnis von Mann und Frau in muslimischen Gesellschaften

 

In dieser Fortbildung werden wir zuerst den Hintergrund und das traditionelle und moderne Rollenverständnis, sowie die weibliche und männliche Identität, der Menschen, die aus den muslimischen Gesellschaften zu uns kommen, untersuchen und verstehen. Genauer betrachten werden wir in diesem Zusammenhang die Auswirkungen von Tabu und Scham, sowie die Bedeutung von Ehre und Würde in der Gesellschaft des Herkunftslandes und hier. Interessant sind dabei die auftretenden inneren Loyalitäts- und Ambivalenz-Konflikte.

 

Häusliche Gewalt und der Zusammenhang zwischen traumatischen Erfahrungen und der sich dadurch verändernden Interaktion im Familiengeschehen ist ein weiteres wichtiges Thema.

 

Danach setzen wir uns mit unseren eigenen Reaktionen in der Begegnung mit diesen Menschen auseinander und den Konsequenzen für den therapeutischen Prozess.

Empathisches Verständnis, das Aufspüren der anstehenden Entwicklungsaufgaben in der neuen Lebenssituation, Ressourcenfindung und die Delegation auf den Therapeuten sind weitere Themen, die uns beschäftigen werden.

 

Inhalte

  • Rollenverständnis und Identität in muslimischen kollektiven Gesellschaften

  • Das Konzept von Ehre und Würde

  • Scham oder Schuld im kulturellen Kontext

  • Traumatische Erfahrungen und häusliche Gewalt

  • Empathisches Verständnis bei unterschiedlichen Werten

  • Grenzen und Möglichkeiten therapeutischer Interventionen

Zielgruppe
Beratende aus Ehe-, Familien-, Erziehungs- und Lebensberatungs-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Verantwortliche in der Arbeit mit Geflüchteten sowie niedergelassene psychologische und ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.



Dozent(en):Mathias Nelle

18 Plätze


Do | 15.06.2017 | 15:00 Uhr - Fr | 16.06.2017 | 17:30 Uhr | 345,00 Euro

Lebensrückblick als Therapie

Wenn es immer mehr ältere Menschen gibt, dann brauchen wir neue Formen von Psychotherapie.

Biografiearbeit interessiert heute viele ältere Menschen und einige Studien zeigen, dass Menschen, die sich mit autobiografischen Erinnerungen beschäftigen, weniger depressiv und auch geistig beweglicher sind als Kontrollgruppen. Gerade in diesem Zusammenhang stellen ältere Menschen manchmal fest, dass sie sich mit einer bestimmten Erfahrung in ihrem Leben nicht versöhnen können. Sie wollen und brauchen keine längere Psychotherapie, möchten sich aber auseinandersetzen mit dieser Situation in ihrem Leben, mit der sie nicht fertig werden.

 

Mit Ergebnissen der Narrationsforschung, der Gedächtnistheorien und von psychodynamischen Zusammenhängen ist es möglich, diesen Lebensrückblick gezielt zu ermöglichen und auch zu erleichtern.

 

Grundlegende Techniken sollen in dieser Veranstaltung angesprochen - und so weit als möglich auch geübt werden. Es geht dabei um Biografiearbeit, Narration, Imagination, Veränderung von Emotion usw.

 

Arbeitsweise

Informationsvermittlung

Selbsterfahrung

Rollenspiel

Erfahrungsaustausch

 

Zielgruppe

Mitarbeitende an Beratungsstellen, SeelsorgerInnen, TherapeutInnen, ÄrztInnen, interessierte Menschen, die mit alten Menschen arbeiten.




Do | 07.09.2017 | 14:30 Uhr - Sa | 09.09.2017 | 12:30 Uhr | 250,00 Euro

„Fremd(e) in der Beratung“ – Interkulturelle Aspekte in der Beratungsarbeit

Erinnern Sie sich bitte an eine Ihrer letzten Begegnung mit einem Menschen, in der Sie Fremdheitsgefühle verspürten.

Wie kam es zu Ihrem Befremden? War es eine Äußerung oder ein Verhalten Ihres Gegenübers? Eine eigene Erinnerung? Mit welchen Gefühlen war dieses Befremden verbunden? War das Befremden in der ganzen Begegnung vorhanden? Oder war es mal stärker, mal schwächer da oder vielleicht ganz weg? Trat dieses Befremden bereits vorher in anderen Situationen auf? Welche waren das? Wie oft?

Welche Ideen haben Sie dazu, was dieses Befremden mit Ihnen und Ihrer Lebensgeschichte zu tun hat?

 

Anhand dieser und anderer Fragen werden wir uns in der Fortbildung in einem ersten Schritt dem Fremden sowohl theoretisch und praktisch annähern. Darauf aufbauend wollen wir schauen, welche Auswirkungen dies auf die Beratungsbeziehung hat und welche methodischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

 

Inhalte

  • Spannungsverhältnis von Fremdheit und Eigenen

  • „Fremde“ Geschlechter-, Partnerschafts-, Familien- und Erziehungsbilder und ihre Entstehung

  • Sich Fremd fühlen und Fremdheit herstellen in der Beziehung zwischen KlientIn und BeraterIn / TherapeutIn

  • Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene in der interkulturellen Beratung / Therapie

  • Methodischer Umgang mit Fremdheit in der Beratung / Therapie

 

Zielgruppe

Beratende aus Ehe-, Familien-, Erziehungs- und Lebensberatungs-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, niedergelassene psychologische und ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie seelsorglich Tätige.



Dozent(en):Dr. Martin Merbach

18 Plätze