Veranstaltungen

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Gehe zu Veranstaltungen im: Februar | März | Mai | Juni | August
Do | 07.09.2017 | 14:30 Uhr - Sa | 09.09.2017 | 12:30 Uhr | 250,00 Euro

„Fremd(e) in der Beratung“ – Interkulturelle Aspekte in der Beratungsarbeit

Erinnern Sie sich bitte an eine Ihrer letzten Begegnung mit einem Menschen, in der Sie Fremdheitsgefühle verspürten.

Wie kam es zu Ihrem Befremden? War es eine Äußerung oder ein Verhalten Ihres Gegenübers? Eine eigene Erinnerung? Mit welchen Gefühlen war dieses Befremden verbunden? War das Befremden in der ganzen Begegnung vorhanden? Oder war es mal stärker, mal schwächer da oder vielleicht ganz weg? Trat dieses Befremden bereits vorher in anderen Situationen auf? Welche waren das? Wie oft?

Welche Ideen haben Sie dazu, was dieses Befremden mit Ihnen und Ihrer Lebensgeschichte zu tun hat?

 

Anhand dieser und anderer Fragen werden wir uns in der Fortbildung in einem ersten Schritt dem Fremden sowohl theoretisch und praktisch annähern. Darauf aufbauend wollen wir schauen, welche Auswirkungen dies auf die Beratungsbeziehung hat und welche methodischen Konsequenzen sich daraus ergeben.

 

Inhalte

  • Spannungsverhältnis von Fremdheit und Eigenen

  • „Fremde“ Geschlechter-, Partnerschafts-, Familien- und Erziehungsbilder und ihre Entstehung

  • Sich Fremd fühlen und Fremdheit herstellen in der Beziehung zwischen KlientIn und BeraterIn / TherapeutIn

  • Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene in der interkulturellen Beratung / Therapie

  • Methodischer Umgang mit Fremdheit in der Beratung / Therapie

 

Zielgruppe

Beratende aus Ehe-, Familien-, Erziehungs- und Lebensberatungs-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen, niedergelassene psychologische und ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie seelsorglich Tätige.



Dozent(en):Dr. Martin Merbach

Mi | 21.02.2018 | 14:30 Uhr - Fr | 23.02.2018 | 13:00 Uhr | 360,00 Euro

„Jetzt und Damals“ - Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie

Was machen wir als Therapeutin, Seelsorger, Supervisorin oder Berater mit den in der Arbeit sich entwickelnden Dynamiken, wenn wir feststellen, dass wir sie selber mit hervorbringen? Was wirkt in diesen eigenen Anteilen, und wie wirkt es? Wie lassen sie sich nutzen, sowohl für das persönliche Wachstum als auch für die damit verbundene Tiefe der eigenen Arbeit? Als Systemaufsteller fallen mir dazu drei Wahrnehmungen ein:

 

1. Der überwiegende Teil der eigenen sich immer wieder neu inszenierenden Dynamiken war einmal notwendig, um überleben zu können, damals in der Herkunftsfamilie, sei es im Mutterleib, als Kind oder als Jugendliche.

2. Diese Dynamiken bzw. Anpassungsmuster enthalten genau die Ressourcen und Kräfte, welche uns damals das Weiterleben ermöglicht haben, selbst wenn sie uns heute stören mögen oder die Gestalt belastender Symptome annehmen.

3. Sobald wir körperlich und emotional realisieren, dass wir der Herkunftsfamilie entwachsen sind, können wir unsere Muster als eine damalige Leistung anschauen und würdigen. So kommen die in ihnen gebundenen Ressourcen und Kräfte uns und unserer Arbeit zugute.

 

In unserem Workshop arbeiten wir ganz praktisch mit der Methode der Systemaufstellungen. Wir schauen auf die Fakten des gegenwärtigen eigenen Lebens und der vergangenen Zeit in der Herkunftsfamilie, d.h. wir unterscheiden zwischen Jetzt und Damals. Die Aufstellungsarbeit verbindet dabei systemische, tiefenpsychologische, hypnotherapeutische, körper- und traumatherapeutische sowie spirituelle Bezüge in einer nüchternen, achtsamen und oft tief berührenden Weise. Mit Hilfe von Stellvertretern und Stellvertreterinnen aus der Runde der Teilnehmenden wird sichtbar und spürbar, worum es damals ging und wie es heute ist.

                                                                                                                                    

Der Workshop ist als Selbsterfahrungsseminar angelegt. Fallarbeit ist ebenso möglich. Das in den Aufstellungen Erlebte werden wir je nach Bedarf reflektieren und auf entsprechende theoretische und methodische Einsichten beziehen. Fragen zum Hintergrund der Aufstellungsarbeit sind willkommen.

 

Zielgruppe

Psycholog*innen, Therapeut*innen, Supervisor*innen, Seelsorger*innen, Berater*innen.



Dozent(en):Thomas Geßner

18 Plätze


Do | 15.03.2018 | 14:30 Uhr - Sa | 17.03.2018 | 13:00 Uhr | 240,00 Euro

Supervision für Absolventinnen und Absolventen der IFB-Weiterbildung

Nun ist Ihre Weiterbildung in Psychologischer Beratung schon einige Zeit vorüber, und der Beratungsalltag hat sich eingestellt. Vielleicht können Sie sich vor der Menge der Klientinnen und Klienten gar nicht retten, so dass Ihnen kaum Zeit zum Innehalten und Nachdenken bleibt. Oder die Supervisionen in den Teams mit ihrer Methodenvielfalt verwirren manchmal mehr als dass sie Klarheit schaffen. Oder es entstehen neue Fragen, wo oftmals Raum und Zeit fehlen, sich mit diesen auseinanderzusetzen. Oder Sie merken, dass Sie mit Ihrer eigenen beraterischen Kompetenz immer öfter wieder an Grenzen stoßen:

 

Vielleicht fehlt Ihnen in der Einzel- und Lebensberatung manchmal der Rote Faden. In den Paarberatungen stagniert möglicherweise der Beratungsprozess nach einem vielversprechenden Beratungsbeginn. Oder Sie sind einfach von den Eltern in der Erziehungsberatung genervt, die oft nur wenig zur Mitarbeit motiviert sind und eine Veränderung im Kind und nicht in sich selbst erwarten.

 

In dem Workshop haben Sie die Möglichkeit, diese (Ihre) „schwierigen Fälle“ vorzustellen und im kollegialen Dialog unter fachlicher Anleitung auf Grundlage des theoretischen Konzepts des Evangelischen Zentralinstituts zu diskutieren. In dieser Supervision wird ein Austausch zwischen den Teilnehmenden angeregt, in dem methodische Erfahrungen und theoretische Kenntnisse transportiert werden können. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Auffrischung eines tiefenpsychologisch-orientierten Beratungsverständnisses.

 

Zielgruppe

Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung in IFB - Integrierter Familienorientierte Beratung®.



18 Plätze


Do | 24.05.2018 | 15:00 Uhr - Fr | 25.05.2018 | 17:30 Uhr | 345,00 Euro

Lebensrückblick als Therapie

Wenn es immer mehr ältere Menschen gibt, dann brauchen wir neue Formen von Psychotherapie.

Biografiearbeit interessiert heute viele ältere Menschen und einige Studien zeigen, dass Menschen, die sich mit autobiografischen Erinnerungen beschäftigen, weniger depressiv und auch geistig beweglicher sind als Kontrollgruppen. Gerade in diesem Zusammenhang stellen ältere Menschen manchmal fest, dass sie sich mit einer bestimmten Erfahrung in ihrem Leben nicht versöhnen können. Sie wollen und brauchen keine längere Psychotherapie, möchten sich aber auseinandersetzen mit dieser Situation in ihrem Leben, mit der sie nicht fertig werden.

 

Mit Ergebnissen der Narrationsforschung, der Gedächtnistheorien und von psychodynamischen Zusammenhängen ist es möglich, diesen Lebensrückblick gezielt zu ermöglichen und auch zu erleichtern.

 

Grundlegende Techniken sollen in dieser Veranstaltung angesprochen - und so weit als möglich auch geübt werden. Es geht dabei um Biografiearbeit, Narration, Imagination, Veränderung von Emotion usw.

 

Arbeitsweise

Informationsvermittlung

Selbsterfahrung

Rollenspiel

Erfahrungsaustausch

 

Zielgruppe

Mitarbeitende an Beratungsstellen, Seelsorger*innen, Therapeut*innen, Ärzt*innen, interessierte Menschen, die mit alten Menschen arbeiten.



27 Plätze


Mo | 04.06.2018 | 14:30 Uhr - Mi | 06.06.2018 | 12:30 Uhr | 250,00 Euro

Zwischen Angst und Neugier – Zum Umgang mit dem(n) Fremden in der Beratung

Die Begegnung mit dem Fremden, sei es in Situationen oder durch andere Menschen, durchzieht wie ein roter Faden unsere Biografien. Gerade in Berufen, die mit Menschen arbeiten, setzen sich diese Begegnungen fort, ist doch jeder erste Kontakt zu einem anderen Menschen, egal nun ob aus der selben Kultur kommend oder nicht, auch Zusammentreffen mit dem Fremden.

Dabei werden in uns die unterschiedlichsten Gefühle ausgelöst, die wir meistens als eine Mischung von Angst und Neugier beschreiben. Diese teilweise auch intensiven Gefühle beeinflussen maßgeblich die Beziehung zu dem fremden Anderen.

Ziel des Seminars ist zum Einen, die Dynamik dieser Gefühle vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen und eigener Erfahrungen besser zu verstehen. Zum Anderen wird anhand von Fällen genauer die Dynamik des Fremden in der professionellen Beziehung analysiert und diskutiert. Eine besondere Rolle kommt dabei den Mechanismen zu, die in der Begegnung mit einer fremden Kultur entstehen. Schließlich werden praxisnah Möglichkeiten aufgezeigt, das Fremde konstruktiv im Arbeitsprozess nutzbar zu machen.

 

Zielgruppe

Mitarbeitende an Beratungsstellen, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Therapeutinnen und Therapeuten, Ärztinnen und Ärtze, interessierte Menschen, die mit Menschen aus anderen Kulturen arbeiten.



Dozent(en):Dr. Martin Merbach

18 Plätze


Mo | 20.08.2018 | 15:00 Uhr - Fr | 24.08.2018 | 12:00 Uhr | 395,00 Euro

Fortbildung für Sekretärinnen, Verwaltungsangestellte in Beratungsstellen für Ehe-, Lebens-, Familien- und Erziehungsberatung und Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung

Dieser Kurs ist ein Angebot für Sekretärinnen und Verwaltungsangestellte. Es geht darum, seinen Platz im Team zu definieren. Sich des eigenen Platzes sicher zu sein, ist der beste Schutz vor „Ausbrennen“.

 

Auf der einen Seite bestimmen strukturelle Gegebenheiten, (Arbeitsplatzbeschreibungen) die Inhalte der Arbeit, auf der anderen Seite sind Menschen verschieden und erfüllen solche Vorgaben auf ihre jeweils eigene Weise. Deshalb ist es wichtig, seine Fähigkeiten im Hinblick auf die geforderte Berufsrolle zu kennen und ggf. zu erweitern.

 

Alle Teilnehmenden sollen Gelegenheit bekommen, ihre Situation am Arbeitsplatz darzustellen. Wir werden uns mit den unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Arbeit beschäftigen und uns darüber austauschen. Möglicherweise entwickeln sich Ideen zur Verbesserung der eigenen Situation. Wir werden Ziele entwickeln und sie gleichzeitig einer „Realitätsprüfung“ unterziehen.

 

Außerdem widmen wir unsere Aufmerksamkeit dem Erstkontakt mit den KlientInnen. Der erste Eindruck, den die KlientInnen dabei bekommen, ist die „Visitenkarte“ der Beratungsstelle und daher von großer Relevanz für die zukünftige Zusammenarbeit.

 

Wichtige Fragen werden sein:

  • Wie strukturiere ich ein Gespräch?

  • Woran erkenne ich eine bedrohliche Krise?

  • Wie kann ich mich abgrenzen, ohne unhöflich zu sein?

 

Das Erleben von Verständnis und Solidarität durch eine Gruppe von Gleichgesinnten wird gut tun.

 

Arbeitsweise

Es soll im Plenum und in kleinen Gruppen gearbeitet werden. In Übungen und Rollenspielen kann das Erlernte ausprobiert und vertieft werden.

 

Zielgruppe

Sekretärinnen und Verwaltungsangestellte aus Ehe-, Lebens-, Erziehungs-, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen.



Dozent(en):Wibke Paetzold

18 Plätze