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Mo | 17.07.2017 | 14:30 Uhr - Mi | 19.07.2017 | 12:30 Uhr | 295,00 Euro

Lust auf Führen … und Folgen?

Kommunikation, Team- und Personalentwicklung mit Methoden des Improvisationstheaters und Tango Argentino

 

In den nächsten vier Jahren bis 2020 müssen in der Institutionellen Beratung bundesweit mehr als 500 Fachkraftstellen neu besetzt werden. Dies bedeutet einen nie dagewesenen Umbruch und Generationenenwechsel in den multiprofessionellen Teams der evangelischen Beratungsstellen. Zugleich eine große Herausforderung für alle Leitungs- und Führungskräfte in Bezug auf die Personalakquise und Teamentwicklung anbelangt.

 

Die Weiterentwicklung der eigenen Kommunikations- und Veränderungskompetenz ist dabei einerseits wichtige Voraussetzung für die Gestaltung erfolgreicher Beratungs-, Supervisions- und Coachingprozesse und andererseits Basis ihrer Führungskompetenz.

Mit Übungen aus dem Improvisationstheater werden Kreativität, Improvisationsfähigkeit und das Vergnügen, sich auf neues Terrain zu begeben, gefördert. Für die Stärkung des kreativen Potenzials als Veränderungskompetenz geht es zunächst um das Verlassen eingefahrener Denk- und Handlungsmuster. Die Perspektive des Clowns ermöglicht, „Fehler“ bei Veränderungsprozessen als Chance zu betrachten und die dabei frei werdende Energie in neue Denk- und Handlungsmuster zu transformieren. Humor ermöglicht mehr Gelassenheit, Souveränität und Freiheit. Selbstvertrauen, Motivation und Zusammenarbeit werden gefördert.

 

Bei Improvisation geht es um Wahrnehmung, Präsenz und im Moment Sein, Beziehung, Empathie und Flexibilität. Das gilt genauso für das Improvisationstheater wie für den Tango.

Im Tango werden keine Schrittsequenzen aus dem Kopf getanzt, sondern alles wird improvisiert. Deshalb ist die Kommunikation und Beziehung im Paar besonders wichtig.

 

Sie experimentieren im Workshop mit der Erfahrung zu führen und geführt zu werden, was sowohl Verantwortung als auch Vertrauen und Hingabe erfordert.

Denn Führen und Folgen im Tango bedeutet nicht, dass der eine dominiert und der andere gehorcht. Vielmehr funktioniert das gemeinsame Improvisieren immer besser, wenn man dem anderen Sicherheit gibt, Vertrauen entgegenbringt und ihn inspiriert. Je besser das Zusammenspiel funktioniert, um so höher ist für beide der Gewinn.

 

Der Workshop dient sowohl dem kreativen Umgang mit eigenen Belastungen als auch der Erhöhung des persönlichen Wohlbefindens durch Neues und Anderes im Ausprobieren und Experimentieren. Gemeinsam wird erarbeitet, wie das Gelernte in die eigene Beratungsarbeit und Leitungstätigkeit integriert werden kann.

 

Ziele des Workshops sind u.a.:

  • Erweiterung des Handlungsrepertoires und der Veränderungskompetenz

  • Improvisationsfähigkeit, Flexibilität und Offenheit

  • Humor als Coping-Strategie

  • ein kreativer Umgang mit dem inneren Kritiker; Toleranz und Fehlerfreundlichkeit

  • Klarheit und Präsenz im eigenen Ausdruck

 

Exkursion (optional):

Am Dienstagabend (ab 20.00 Uhr) Feldexkursion in eine legendäre „Berliner Institution“:

Besuch von „Clärchens Ballhaus“ (seit 1913) in Berlin-Mitte zur Feldbeobachtung inmitten einer Milonga.

 

Zielgruppe

BeraterInnen, SupervisorInnen, SeelsorgerInnen, Führungs- und Leitungskräfte.



Dozent(en):Frauke Nees

Do | 09.11.2017 | 18:00 Uhr - Sa | 11.11.2017 | 17:00 Uhr | 380,00 Euro

Wie sind wir als Paar?

Die Anmeldung erfolgt nur paarweise.

Die Kursgebühr beträgt pro Paar 380,00 EUR.

 

In der Regel verfügen Paar- und FamilientherapeutInnen und BeraterInnen über Selbsterfahrung als Individuen, sei es in der Gruppe, sei es in Einzeltherapie oder in beidem. Seltener haben sie eine solche Erfahrung gemeinsam mit ihren LebenspartnerInnen gemacht. Das Seminar richtet sich daher an gegen- oder gleichgeschlechtliche Paare, von denen eine/r oder beide in diesem Kontext beraterisch tätig sind und eine solche Paar-Selbsterfahrung in der Gruppe nachholen wollen.

 

Der Schwerpunkt des Seminars wird bei der Erforschung der jeweils eigenen Paardynamik im Gruppenprozess liegen. Was ist das besondere Band unserer Beziehung, wo liegen unsere konstruktiven Anteile, wo gibt es Unsicherheiten, nach welchem Muster agieren wir für-, mit- und gegeneinander, was delegieren wir an die/den andere/n, welche frühkindlichen und familiären Einflüsse prägen uns, was ist das lebendige Potential unserer Partnerschaft, worauf können wir bauen? Solche und ähnliche Fragen werden die TeilnehmerInnen gemeinsam bearbeiten.

 

Neben der Selbsterfahrung bietet das Gruppengeschehen zusätzlich einen unmittelbar erlebbaren Einblick in unterschiedliche Paar-Realitäten, was unerwartete Öffnungen bewirken kann. Darüber hinaus dürfte eine Sensibilisierung für die eigene Beziehungsdynamik vor allem mögliche Gegenübertragungsprobleme in der eigenen Beratungsarbeit transparenter machen und somit die Einfühlung in Klientenpaare und das Verständnis für ihre Konflikte erhöhen sowie eine größere Sicherheit im Umgang mit ihnen vermitteln.

 

Die Arbeit der TeilnehmerInnen in der Gruppe wird dabei in Abhängigkeit von den sich entwickelnden Themen ggf. unterstützt durch Rollenspiele, Phantasiereisen, Fragebogen u. a. Methoden.

Gegen Ende des Seminars erfolgt eine Reflexion der gemeinsamen Erfahrungen sowie der Methode der Paargruppenarbeit.

 

Zielgruppe

Paar- und FamilienberaterInnen, TherapeutInnen, SeelsorgerInnen, die über ihre Paarbeziehung gemeinsam mit ihrer/m Partnerin nachdenken möchten.



Dozent(en):Marina Gambaroff