SCHWANGEREN- UND SCHWANGERSCHAFTSKONFLIKTBERATUNG

Hinweis:
Durch das Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetzes (SFHÄndG, 1995) sind über die Schwangerschaftskonfliktberatung hinaus alle „eine Schwangerschaft unmittelbar und mittelbar berührenden Fragen“ beratungsrelevant. Dadurch erweitert sich das Anforderungsprofil bisheriger Schwangerschaftskonfliktberatung. Es
können nun generell Lebenskonflikte von Frauen, deren Partnern und der Familie sowie durch eine Schwangerschaft ausgelöste Krisen Beratungsthema sein.

Für dieses erweiterte Beratungsfeld bietet das EZI neben der mehrteiligen Fortbildung in Schwangerschaftskonfliktberatung ein mehrteiliges Weiterbildungscurriculum in Psychologischer Beratung mit Einzelnen, Paaren und Familien: IFB - Integrierte Familienorientierte Beratung® an. Diese mehrteilige Weiterbildung qualifiziert auch für den Bereich der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung und ist Beratenden zu empfehlen, die umfassende Grundkenntnisse und praktische Kompetenzen in Psychologischer Beratung erwerben wollen und die Mitarbeit im multiprofessionellen Team einer integrierten familienorientierten Beratungsstelle anstreben. Mit der IFB-Weiterbildung ist es auch möglich, in Kooperation mit der Ev. Hochschule in Dresden, einen
Master of Counseling zu erwerben.
 
Informationen zu Konzept, Arbeitsweise, Terminen, Kosten und Zulassungsverfahren der IFB-Weiterbildung.

Mit dem 1.1.2010 ist eine Erweiterung des Schwangerschaftkonfliktgesetzes (SchKG) §2 in Kraft getreten, die Ärztinnen und Ärzte u. a. verpflichtet, bei einem pränataldiagnostischen Befund, eine Vermittlung der Frau/des Paares zu einer Schwangerenberatung herzustellen, sofern das von der Schwangeren gewünscht wird. Seit dem 1.2.2010 gibt es außerdem ein neues Gendiagnostikgesetz.
Seit dem 1.1.2012 ist der Kinderschutz als weiteres Thema und Aufgabenfeld in die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung dazu gekommen. Auf diesem Hintergrund bieten wir einen zusätzlichen einwöchigen Aufbaukurs an, in dem Basiswissen zu PND und zu Fragen des Kinderschutzes nach § 8a für SchwangerenberaterInnen vermittelt werden soll.

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Fortbildung in Schwangerschaftskonfliktberatung - SKB -
Die mehrteilige Fortbildung qualifiziert tätigkeitsbegleitend zur Schwangerschaftskonfliktberatung mit Einzelnen, Paaren und Familien.

Konzept
Die Fortbildung ist praxisorientiert. Sie vermittelt Theorie und Methodik der Schwangerschaftskonfliktberatung und schließt die kontinuierliche Reflexion persönlicher Einstellungen und ethischer Fragen ein. Sie ersetzt nicht eine Grundausbildung in Psychologischer Beratung. Die in der Fortbildung vermittelten Inhalte und Aufgaben entsprechen den gesetzlichen Grundlagen der Bundesrepublik nach dem Strafgesetzbuch (StGB) § 219, dem Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) sowie den Richtlinien verschiedener Bundesländer und den Stellungnahmen der Evangelischen Kirche.

Die ausführliche Beschreibung des Ausbildungskonzepts des Evangelischen Zentralinstituts für Familienberatung zur Fortbildung in Schwangerschaftskonfliktberatung (SKB) von Sabine Hufendiek u.a. ist als PDF-Datei herunterladbar:
Ausbildungskonzept des Evangelischen Zentralinstituts für Familienberatung

Arbeitsweise
Theoretische Inputs, Informationsvermittlung und -austausch, praktisches Üben im Rollenspiel, Fallbesprechungen, themenbezogene und selbsterfahrungsorientierte Übungen, Fallbesprechungen anhand eigener schriftlicher Fallbeispiele der TeilnehmerInnen.

Zielgruppe
Beratende verschiedener Grundberufe bzw. -ausbildungen (wie Sozialarbeit, -pädagogik, Psychologie, Medizin, Eheberatung etc.), die in der Schwangerschaftskonfliktberatung tätig sind bzw. tätig werden wollen.

Aufbau
Die Fortbildung besteht aus einem Grundlagenkurs (1). Darauf bauen die Kurse 2 - 5 auf.
Jeder dieser Aufbaukurse ist auch einzeln nach dem Grundlagenkurs buchbar.

Praxistätigkeit begleitend zur Fortbildung
Erste Erfahrungen in der Schwangerschaftskonfliktberatung (z. B. Hospitation bei Konfliktberatungen) zum Grundlagenkurs sind erwünscht.
Spätestens nach dem Kurs 1 „Grundlagen der Schwangerschaftskonfliktberatung“ sollen die Teilnehmenden fortbildungsbegleitend Schwangerschaftskonfliktberatungen selbst durchführen.

Teilnehmerzahl  20

Fortbildungsteam
Sabine Hufendiek, Dr. Gabriele Kees
unter Mitarbeit von: Heike Haseloff, Christiane Hoffmann-Kuhnt, Dr. Martin Merbach

Informationen
Über die Fortbildung in Schwangerschaftskonfliktberatung informieren:
Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung gGmbH
Michaela Bärthel, Tel.: 030/28 395 270, e-mail: Baerthel@ezi-berlin.de