Veranstaltungen

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Gehe zu Veranstaltungen im: Oktober | März | Juni
Do | 18.02.2016 | 14:00 Uhr - Sa | 20.02.2016 | 13:00 Uhr | 280,00 Euro

„So hatte ich mir das nicht vorgestellt“ - Professionelle Beratung in postpartalen Krisen

Obwohl schätzungsweise 10 - 20% aller Mütter von postpartalen psychischen Erkrankungen und nahezu 80% von einer kurzzeitigen Krise nach der Geburt ihres Kindes betroffen sind, findet dieses Thema bislang noch zu wenig Eingang in die professionelle Beratung von Müttern/Eltern oder Familien.
Dabei hat die Erkrankung, wenn sie rechtzeitig erkannt wird, eine sehr gute Prognose. Somit lässt sie sich zumeist auch ambulant gut behandeln und kann so allen Beteiligten doch noch zu einem guten Start ins Familienleben verhelfen.

In der zweitägigen Fortbildung werden grundlegende Informationen über postpartale Erkrankungsbilder, deren Ursachen und Behandlungsformen sowie entsprechende konkrete Handlungskompetenzen vermittelt.
Überdies werden unterschiedliche Präventions- und Prophylaxemöglichkeiten vorgestellt.

Arbeitsweise
Informationsvermittlung
Selbstreflexion
Erfahrungsaustausch
Kleingruppenarbeit

Zielgruppe
MitarbeiterInnen von Schwangeren- , Erziehungs- oder Familienberatungsstellen sowie Jugendhilfeträgern (Sozialpädagogische Familienhilfe, Frühe Hilfen o. ä.).




Do | 09.06.2016 | 14:30 Uhr - Sa | 11.06.2016 | 12:30 Uhr | 280,00 Euro

Neue Wege in der Beratung von Familien in postpartalen Krisen, Vertiefungskurs

In den vergangenen Jahren hat die sensible Phase nach der Geburt eines Kindes erfreulicherweise verstärkte Aufmerksamkeit bekommen. So werden auch Mütter und Väter in postpartalen Krisen zunehmend in den Blick von Fachkräften genommen und es entstehen immer mehr ambulante Beratungsangebote für betroffene Familien.

Die Soziale Arbeit hat hier neue und nachhaltige Handlungsansätze zu bieten, die bislang überwiegend in der Jugendhilfe eingesetzt werden.

Diese Ansätze sind jedoch gerade in der Arbeit mit Familien in postpartalen Krisen sehr erfolgversprechend, da es hier um die gezielte Mobilisierung von eigenen Ressourcen zur Lösungsfindung geht. Diese und weitere praxisnahe und stärkenorientierte Interventionsmöglichkeiten werden in der Fortbildung anschaulich vermittelt.

Darüber hinaus wird das vorhandene Wissen um neue Erkenntnisse (erweiterte Krankheitsbilder, Väter als Betroffene, aktuelle Forschung) erweitert.

Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte, die bereits über gutes Hintergrundwissen zu postpartalen psychischen Erkrankungen verfügen.

Zielgruppe
Fachkräfte aus Beratungsstellen mit guten Vorkenntnissen über PPD.

 




Fr | 07.10.2016 | 11:00 Uhr - Sa | 08.10.2016 | 17:00 Uhr | 230,00 Euro

Wenn sexuell traumatisierte Frauen Mütter werden

Ansätze einer traumasensiblen und bindungsstärkenden Beratung

Mit einer Prävalenz von 20 – 30 % hat jede dritte bis fünfte Frau sexuelle Gewalterfahrungen im Kindesalter erfahren. Zudem gibt es viele Frauen, die (auch) im Erwachsenenalter sexuelle Übergriffe erleiden mussten. Ein Großteil dieser Frauen sucht auch die Schwangerenberatung auf, oft jedoch aufgrund anderer Fragestellungen oder Probleme. Denn die zentralen Bewältigungsmechanismen Dissoziation, Verleugnung und Verdrängung halten bei vielen Frauen teilweise langfristig an. Nicht selten sorgt aber ein Auslöser – Triggerreiz – dafür, unterdrückte Empfindungen und Erinnerungen unerwartet wieder ins Bewusstsein zu rufen und eine Krise auszulösen. Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit bieten für diese Frauen oft eine ganze Reihe an möglichen Triggerreizen.
Außerdem erfolgt in dieser Lebensphase häufig die Auseinandersetzung mit den lebenslaufbezogenen Erfahrungen in Sexualität, Emotionalität und Beziehungen. Das sexuelle Trauma als biografieprägendes Ereignis kann den Prozess des Mutterwerdens durch Störungen in den aufgeführten Bereichen beeinflussen. Einhergehende Traumareaktionen haben zudem Auswirkungen auf den Beziehungsaufbau zwischen Mutter und Kind.
Für Frauen mit sexualisierter Gewalterfahrung ist es notwendig, dass sie sich in der Schwangerschaft mit ihren Erfahrungen und Ängsten an jemanden wenden können und für die Phase rund um die Geburt eine Stabilität (wieder)erlangen.

Inhalte

  • Aspekte eines Traumas wie Triggerreize und Flashbacks
  • Auswirkungen (früher) sexueller Gewalterfahrung auf das Erleben von Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit
  • Die Beeinflussung (früher) sexueller Gewalterfahrung auf das Wahrnehmen des Fötus und Reaktionen auf die Bedürfnisse des Neugeborenen
  • Übungen zum Sicheren Ort und zur Container- Technik

Ziele
Mit dieser Fortbildung werden Kenntnisse und Methoden für eine traumasensible und bindungsstärkende Beratung werdender Mütter erlangt. Sie können den betroffenen Frauen Informationen über das Trauma und das mögliche Erleben der körperlichen Veränderungen in Schwangerschaft, unter der Geburt und in der Stillzeit geben. Mit der Frau eruieren sie mögliche Triggerreize und erarbeiten gemeinsam Strategien für einen Umgang mit diesen. Bei Bedarf begleiten und unterstützen sie den Beziehungsaufbau zwischen Mutter und Kind.

Zielgruppe
BeraterInnen aus der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie Ehe-, Paar- , Lebens- und Erziehungsberatung.



Dozent(en):Melanie Klaus

16 Plätze